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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Trinkwasser-Info für Spaziergänger
Zwischenüberschrift:
Drei Schautafeln von Stadtwerken aufgestellt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Spaziergänger, die öfter den Kammweg über den Westerberg benutzen, werden es schon bemerkt haben: Seit Montag stehen rechts und links vor dem denkmalgeschützten Wasserhochbehälter zwei Schautafeln der Stadtwerke Osnabrück, die dem Betrachter die Trinkwasserversorgung der Stadt verdeutlichen. Während die linke Tafel den Stand vor hundert Jahren zeigt, gibt die rechte Info-Box Aufschluß über derzeitigen Bedarf und Kapazität. Auch auf dem Schölerberg wurde die " aktuelle Tafel" installiert.

" Wir wollen an diesen beiden publikumswirksamen Standorten zeigen, inwieweit sich die Wasserversorgung verändert hat", erläutert Stadtwerke-Chef Dr. Friedel Baurichter. " Hinzu kommt, daß der Hochbehälter im vergangenen Jahr hundert Jahre alt wurde und als Denkmal dringend einer Info-Tafel zur Erklärung des Gebäudes bedurfte." Gleichzeitig will man mit der Aktion für ein ökologisches Bewußtsein im Umgang mit dem kostbaren Gut Trinkwasser werben.

Beide Tafeln sind interessant aufbereitet und grafisch anschaulich dargestellt. Eine Skizze zeigt die alltägliche Situation bis zum Jahre 1890. Das im Haushalt benötigte Wasser mußte mühsam aus Brunnen und Bächen geschöpft werden. Nicht immer war das Wasser einwandfrei: Die letzte große Cholera-Epidemie hatte die Hasestadt noch 1859 heimgesucht.

Neben der Skizze erklärt ein historischer Stadtplan das damalige Versorgungsnetz kurz nach Inbetriebnahme des Hochbehälters Westerberg. Vom Wasserwerk Schinkel wurde das Trinkwasser auf den Berg gepumpt, um von dort mit natürlichem Gefälle in die Stadtviertel hinunter zu fließen. Die Förderkapazität betrug bei 40000 Einwohnern 4000 Kubikmeter pro Tag.

Heute liefern die Stadtwerke bis zu 50000 Kubikmeter täglich, um den Jahresbedarf von knapp 12 Millionen Kubikmetern decken zu können. " Die Osnabrücker liegen mit 137 Litern pro Kopf noch unter dem Bundesdurchschnitt", ergänzt Heinz Schultze, Leiter der Wasserversorgung. Diese Informationen erhält der Spaziergänger auf der aktuellen Tafel, die in einer Grafik auch auf den derzeitigen Verbund mit den Wasserwerken Thiene und Wittefeld hinweisen.

" Sparsam mit Trinkwasser umgehen reicht allein allerdings nicht aus", betont Baurichter. " Es müssen vor allem Schadstoffeinwirkungen verhindert werden." Gerade die Belastung durch Nitrate und Pflanzenschutzmittel mache den Wasserwerken das Leben schwer. Um in den hochgelegenen Wasserbehältern die kostbare Flüssigkeit rein zu halten, wird die tonnenschwere Masse durch spiralförmige Kanäle " Auf Trab gehalten". Es dürften keine " toten Zonen" entstehen, erklärte Schultze.

Parallel zur Errichtung der Schautafeln ist jetzt eine Posteraktion der Stadtwerke angelaufen. Die Poster, die in den Stadtbussen und in Schulen hängen, geben Tips zum Umgang mit Trinkwasser. " Jeder kann mithelfen - es sind eigentlich nur Kleinigkeiten, die jeder einzelne beachten muß", fordert Baurichter. Dazu gehöre auch, immer mehr Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau zu kaufen. Dadurch könne der Markt für wasserwirtschaftlich verträglichere Produkte noch interessanter für Landwirtewerden. tac
Bilduntertitel
GEPUMPT wurde früher vom Wasserwerk Schinkel: Dr. Friedel Baurichter und Heinz Schultze (rechts) zeigten sich mit der anschaulichen Info-Tafel über die Trinkversorgung der Stadt hoch zufrieden.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
tac


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