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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Albrechtstraße: Bauchschmerzen auch bei CDU/FDP
Artikel:
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Originaltext:
Die geplante Verlegung der Albrechtstraße bereitet nun auch zunehmend der Mehrheitsgruppe von CDU und FDP im Rat der Stadt Bauchschmerzen. Einerseits ist man bei den Anliegern im Wort, andererseits ist der Abbruch von sechs Wohnhäusern in einer Zeit akuter Wohnungsnot kaum zu verantworten, und es gibt Stimmen, die ernsthafte Zweifel am Erfolg der Lärmberuhigung durch eine neue Trasse anmelden.
Nach eingehender Diskussion über das Für und Wider bat die Mehrheitsgruppe die Verwaltung, zu prüfen, ob zu der bestehenden Planung Alternativen möglich sind. Wenn ja, dann sollen entsprechende Vorschläge zunächst in der CDU/ FDP-Gruppe und dann mit den Anliegern neu besprochen werden. Denn ohne Dialog mit den Anliegern, darüber ist man sich einig, geht nichts. Nur ein Alternativplan, der auch die Bürger überzeuge, könne verwirklicht werden, faßte Gruppen-Vorsitzender Dicke das Beratungsergebnis zusammen.
Wenn es bei der bisherigen Planung bleiben sollte, dann müssen der neuen Trasse fünf Wohnhäuser und die Villa auf dem Uni-Gelände weichen. Die neue Fahrbahn würde parallel zur jetzigen nur durch einen etwa zehn Meter breiten Grünstreifen von dieser getrennt verlaufen. Während die neue Fahrbahn ausschließlich dem Autoverkehr vorbehalten bliebe, würde die Albrechtstraße so, wie sie jetzt ist, zur reinen Wohnstraße für Anlieger. Diese versprechen sich dadurch Entlastung von Lärm und Abgasen.
Daß dies möglicherweise gar nicht so sein könnte, fürchten inzwischen auch bei der CDU/ FDP-Gruppe und bei der Jungen Union zunehmend mehr Kommunalpolitiker. Sie verweisen auf die Erfahrungen mit den schnurgerade verlaufenden Ein- und Ausfallstraßen, die zum Schnellfahren verführen. Schnellfahren erzeuge jedoch mehr Lärm und erhöhe die Unfallgefahr. Nicht zuletzt deshalb habe Osnabrück in der Vergangenheit einen unrühmlichen Platz in der Unfallstatistik belegt.
Zu diesen Bedenken kommt die Tatsache, daß vom Abriß der Häuser mehr als 20 Haushaltungen betroffen wären, für die Ersatzwohnungen auf einem nahezu leergefegten Wohnungsmarkt beschafft werden müßten. " Wir vernichten Wohnungsbestand, wo er wichtig ist."
Übereinstimmend vertrat man in der Gruppe die Auffassung, Finanzierungszusagen von Bund und Land könnten für die Verlegung, die alles in allem knapp sieben Millionen DM kosten würde, allein nicht mehr den Ausschlag geben. Der Beschluß sei vor langer Zeit gefaßt worden, neue Erkenntnisse dürfe man nicht einfach ignorieren.
Gegenüber unserer Zeitung erklärte Wissenschaftsminister Cassens, die vom Bund zugesagten Mittel gingen zwar verloren, doch beim Anteil des Landes sehe er gute Chancen, dieses Geld im Uni-Bereich für Osnabrück zu retten.
Autor:
kh


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