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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein kleines Paradies wird verschwinden
Zwischenüberschrift:
Garten an der Albrechtstraße wird bebaut
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Es gibt Winkel in Osnabrück, die niemand in einer Stadt vermuten würde. Einer davon ist der Garten von Helmut und Johanna Geilhorn auf dem Westerberg, zwischen der Albrechtstraße und dem Botanischen Garten gelegen. Die Obstbäume tragen " zentnerweise Früchte", das Gras wird selten gemäht, Pflanzen und Tiere dürfen sich ausbreiten, wie sie wollen. Aber das kleine Paradies wird bald verschwinden: Der Garten soll geteilt und dann bebaut werden. Ein Bebauungsplan aus dem Jahre 1981 sieht es so vor. Fest steht, daß die Obstbäume, an denen Johanna Geilhorns Herz hängt, verschwinden müssen, wenn der Bagger aufs Grundstück kommt. " Überall wird Natur zerstört", sagt sie betreten; " Warum, fragt sie, soll auch diese grüne Oase verschwinden? Hier halten sich enorm viele Falter auf", auch Vögel brüten auf dem verwilderten Grundstück. Der Flieder duftet, und die alten Obstbäume versprechen auch in diesem Jahr eine reiche Ernte.

Aber das stand nicht zur Diskussion, als der Bebauungsplan 1981 vom Rat beschlossen wurde. Eberhard Schmidt-Casdorff, Chef des Stadtplanungsamts, äußert Verständnis für den schmerzlichen Verlust des Wildgartens. Aber er hält diesen Verlust für hinnehmbar, weil gleich nebenan der alte Steinbruch zum Botanischen Garten der Universität ausgebaut worden ist. Und deshalb, sagt der Planer " hat das Gebiet von der Grünqualität eine ungeheure Aufwertung bekommen".

Bei der Verabschiedung des Bebauungsplans sei es darum gegangen, die Baugruppe an der Albrechtstraße zu schließen. Immerhin bleibe auch die umgebende Hecke erhalten, und drei größere Bäume sollten von der Säge verschont bleiben. " Aber die Obstbäume", bedauert Schmidt-Casdorff, " die werden nicht erhalten werden können." rll

ZWEI EINFAMILIENHAUSER sollen auf diesem Gartengrundstück an der Albrechtstraße entstehen. Die Obstbäume müssen dann verschwinden.
Foto: Lahmann-Lammert
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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