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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Kein Streusalz"
Zwischenüberschrift:
Zum Thema: "Umweltschutz im Winter".
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Wir haben die Verordnung bezüglich des Streusalzverbotes auf Gehwegen, die im November 1983 erlassen wurde, sehr begrüßt, da die Umweltschäden in den letzten Jahren sichtbar zugenommen haben. Besonders problematisch ist die Versalzung des Grundwassers, die eine starke Beeinträchtigung von Fauna und Flora nach sich zieht: Pflanzen sterben ab, der Lebensraum der Tiere wird geschädigt, Flüsse und Trinkwasser verschmutzen, und früher oder später hat dies auch negative Auswirkungen auf den Menschen.

Zur Reinigung des Grundwassers ist eine kostenaufwendige Klärung notwendig, die sich durchumweltfreundliches Streugut vermeiden ließe. Trotzdem gibt es auch einige Nachteile, die nicht übersehen werden dürfen. Da ist zum Beispiel der Verbleib des Streuguts (Granulat, Sand . . .) nach Tauen des Schnees. Noch Wochen später liegen Straßen und Gehwege voll davon. Fußgänger sowie Radfahrer und Autos können auf diesen Resten ausrutschen.

Außerdem ist umweltfreundliches Streugut oft nicht so wirksam wie Salz. Herrscht zum Beispiel starkes Glatteis, verfehlt es seine Wirkung. Besonders für ältere Leute und Behinderte ist es schlimm, wenn Gehwege glatt wie Eisbahnen sind. Für diesen Personenkreis bedeutet dies, daß sie ihre Häuser nicht verlassen können.

Im Vergleich zu den Umweltschäden erscheinen uns die letztgenannten Argumente jedoch zweitrangig. Wenn jeder Bürger nach Tauen des Schnees die liegengebliebenen Reste des Streuguts wegfegen würde, wäre die Gefahr des Ausrutschens beseitigt.

Im letzten Winter haben die Autofahrer die Erfahrung gemacht, daß sie sich ohne Streusalz an die winterlichen Straßenbedingungen anpassen konnten. Das Streusalzverbot auf Gehwegen ließe sich in ein allgemeines Streusalzverbot umwandeln.

Wünschenswert für uns alle wäre letztendlich die Einhaltung des Verbots bzw. die Einsicht aller Bürger, daß Granulat und Sand der Umwelt nicht schaden."

Annette Meschede
Rheiner Landstraße 7
Osnabrück

". . . Um positive Ergebnisse zu erlangen, müßte der Verkauf von Streusalz in den Geschäften stark reduziert, wenn nicht sogar verboten werden. Die Gefahr, wie zum Beispiel die Versalzung des Trinkwassers, die mit dem übermäßigen, oft unüberlegten Streuen von Salz zusammenhängt, ist vielen Bürgern anscheinend nicht bewußt. Oft haben wir beobachtet, daß einige Bürger schon abends Salz streuen in der Erwartung, daß es nachts schneit.

Die Stadt sollte mit gutem Beispiel vorangehen und wirklich nur da streuen, wo es unbedingt erforderlich ist. Die Medien müßten stärker auf andere Streumöglichkeiten, beispielsweise Sand, Asche oder Granulat, aufmerksam machen. Die Natur leidet schon sehr an von uns Menschen verursachten Schäden, daß wir ihr nicht auch noch die Schäden des Streusalzes zumuten sollten. Deshalb unsere Bitte: Kein Streusalz mehr!"

Anja Brömmelkamp und eine weitere Unterschrift
Wissinger Straße 32
Osnabrück
Autor:
Annette Meschede, Anja Brömmelkamp


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