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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
OAB will Grundstücke am Westerberg verkaufen
Zwischenüberschrift:
Proteste angekündigt: Wird Landschaftsschutz gelöscht?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine Brachfläche auf dem Westerberg möchte die Osnabrücker Aktien-Bierbrauerei verkaufen. Das Unternehmen hat bei der Stadt die Aufstellung eines Bebauungsplanes beantragt. Voraussetztung dafür wäre allerdings, daß die Bezirksregierung den Landschaftsschutz löscht. Mit dem Erlös der Baugrundstücke will die OAB, wie es heißt, " dringend erforderliche Investitionen" finanzieren. Das etwa 9 000 qm große Gelände liegt gegenüber dem Wasserhochbehälter, zwischen der Gutenbergstraße und dem Grünen Weg.
Ihre Hoffnung, daß auf der Wildwuchs-Wiese eine " aufgelockerte Wohnbebauung" ermöglicht wird, schöpfen die OAB-Manager aus dem Umstand, daß die Universität im benachbarten Steinbruch einen botanischen Garten einrichten will. Somit, lautet die Argumentation, gebe es auf dem Westerberg genug Grünflächen.
Schon einmal, im Jahre 1977, war die Geschäftsleitung der OAB bei der Bezirksregierung vorstellig geworden, um die Genehmigungsbehörde zum Verzicht auf den Landschaftsschutz zu bewegen. Damals hatten die Oldenburger abgelehnt: Nicht die wirtschaftlichen Gründe der Brauerei, sondern allein städtebauliche Gesichtspunkte seien entscheidend, hieß es in der Begründung.
Dieses Argument kehrt OAB-Vorstand Dr. Hans-Dieter Mühl jetzt um: Sein Unternehmen sei " aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, das Areal so zu unterhalten, daß es für Passanten einen optisch erfreulichen Eindruck vermittelt", teilte er der Stadt mit. Eine aufgelockerte Wohnbebauung mit gepflegten Gärten würde mehr fürs Auge hergeben, argumentiert der Brauerei-Chef. Auch die Verwaltung nennt das Gelände am Wasserhochbehälter " in dem jetzigen ungepflegten Zustand für die Öffentlichkeit wenig attraktiv".

Andere Schwerpunkte setzt Prof. Hartmut Peucker, der Beauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege in Osnabrück. Er sieht in dem Wildwuchs-Areal eine " wertvolle Freifläche", die auch aus ökologischer Sicht einen " Wert für sich" darstelle. " Gegen diese Veränderung wehren wir uns", erklärte Peucker. Auch die Vorsitzende des Bundes Umwelt- und Naturschutz Deutschlands (BUND, Kreisgruppe Osnabrück), Christiane Balks, hat inzwischen den Widerstand ihrer Organisation gegen die Bebauungsabsichten angekündigt.
  In den Ausschüssen der Stadt ist bisher keine Entscheidung für oder gegen eine Bebauung gefallen. Die Ratsmitglieder sind aber inzwischen daran erinnert worden, daß die OAB noch möglicherweise " einen Wunsch frei" hat: Vor einiger Zeit hatte die Brauerei der Stadt kostenlos einige Grünflächen überlassen.
Autor:
rll


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