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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Auf ein Wort... Brunnen - Vergiftung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Rainer Lahmann-Lammert

In privaten Brunnen an der Wersener Landstraße stellt die Stadt Nitratwerte fest, die den Toleranzwert zum Teil erheblich überschreiten. Das kurze Entsetzen weicht einem schnellen Handeln: Es wird alles getan, so versichern Verwaltung und Stadtwerke einvernehmlich, daß die Haushalte möglichst noch im Sommer an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen werden. In der Zwischenzeit, so lautet die Empfehlung, sollen die Leute Mineralwässer trinken oder nitratfreie Flüssigkeit aus der Nachbarschaft beziehen.

Der Rest ist Gleichgültigkeit. In Zukunft, meinen die zuständigen Beamten, werden die Stickstoffwerte im Grundwasser ohnehin ansteigen, weil gegen Schmutzwassereinleitungen und Überdüngung kein Kraut gewachsen sei außerdem komme das in höheren Dosen giftige Mineral ja auch natürlich vor.

Und weil ,, man sowieso nichts machen kann," qeht auch niemand den Ursachen der " Brunnen-Vergiftung" auf die Spur. Statt das Übel an der Wurzel zu bekämpfen, kuriert man am Symptom und glaubt das Problem mit einem Anschluß an das städtische Versorgungsnetz lösen zu können.

Hier offenbart sich, wie kurzsichtig gedacht wird: Wer sich an ansteigende Nitratwerte gewöhnt, ohne etwas dagegen zu unternehmen, muß auch damit rechnen, daß eines Tages in Düstrup oder Wittefeld Stickstoff festgestellt wird.

1985 soll eine neue EG-Norm die Toleranzgrenze von 90 Milligramm Nitrat pro Liter Trinkwasser auf 50 mg herabsetzen. Das könnte ein böses Erwachen geben. Denn noch gilt, was ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes den betroffenen Anliegern der Wersener Landstraße mitteilte: " Eine empfehlenswerte technisch einwandfreie Aufbereitung ist mir nicht bekannt."
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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