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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Natur in die Stadt und den Giftmüll raus
Zwischenüberschrift:
Stadt plant Aktionen zum Tag der Umwelt am 5. Juni
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Unter dem Motto " Mehr Natur in der Stadt" will die Verwaltung ihren Beitrag zum Tag der Umwelt leisten. Zusammen mit den Naturschutzverbänden und zwei Parteien werden die städtischen Dienststellen am Samstag rund um den Ledenhof Informationsstände aufbauen und Aktionen veranstalten. Zum erstenmal können die Osnabrücker auch ihren Giftmüll ordnungsgemäß entsorgen. Ab 8 Uhr steht auf dem Parkplatz vor der Industrie- und Handelskammer (zwischen Stadthalle und Katharinenkirche) ein Container für die gefährlichen Substanzen zur Verfügung. Ein Chemie-Ingenieur wurde eigens angeheuert, um die Chemiekalien (wie Akku-Säure, Batterien, Nitroverdünnung, Kleber und Spraydosen, aber kein Altöl) in verschlossen Behältern oder als trockenmasse in Empfang zu nehmen. Eine private Entsorgungsfirma wird die brisante Fracht in eine Sondermüllbehandlungsanlage transportieren und später entlagern.

Das eigentliche Thema des Tages heißt allerdings nicht " Giftmüll raus aus der Stadt", sondern " Mehr Natuer in die Stadt". Christoph Jabs, der neue Umweltschutzbeauftragte der Verwaltung, denkt dabei vor allem an Naturgärten, die auch Wildkräutern Lebensraum bieten: Die Brennessel zum Beispiel genießt nur bei den wenigsten Zeitgenossen Sympathie. Die als " Unkraut" verfemte Pflanze ist allerdings lebenswichtig für die Raupen von sechs unserer bekannten Tagfalter. Und Schmetterlinge gelten weithin als Inbegriff der Natur. Solche ökologischen Zusammenhänge gehen auch aus Broschüren hervor, die am Samstag auf dem Ledenhof ausliegen werden. Schon am Freitagabend wird Prof. Christoph Repenthin von der Fachhochschuke einen Vortrag über " Wildpflanzen in der Stadt" halten.
Weitere Infomationen vermittelt eine Tonbildschau (Vorführsaal ist ein Stadtwerke-Bus) über den Artenschutz und eine Ausstellung über den Winterstreudienst der Stadt. Örtliche Lieferfirmen werden sich beteiligen.
Ein Bonbon hat der Tag der Umwelt auch das Naturwissenschaftliche Museum anzubieten: Der Eintritt ist ausnahmsweise frei. Alle Naturliebhaber können sich die Ausstellung " Der große Brachvogel" ansehen - in freier Wildbahn ist der Langschnabel nämlich kaum noch anzutreffen. Unter Anleitung von Museumsmitarbeiter Dr. Rainer Ehrensberger können sich die Gäste ab 14 Uhr mit einem Öko-Planspiel beschäftigen.
Ihren Beitrag zu einer lebenswerten Umwelt wollen beiden Schinkler Bürgervereine und der Kleingartenverein leisten: Sie fufen zu einer Waldreinigung auf. Schon um 9 Uhr treffen sich die Saubermänner an der Rosenkranzkirche.
Mit drei Punkten steigt die SPD in das Programm ein: Im Nettetal infomiert sie über die baulichen Entwicklungen, die dem Naherholungsgebiet drohen. Zwischen 12 und 18 Uhr treffen sich Interessierte an den Parkplätzen " Forellenteich" und " Knollmeyers Mühle". Der Ortsverein Altstadt/ Westerberg verspricht, das von ihm genutzte Haus an der Ecke Herderstraße/ Katharinenstraße samt Grundstück zu verschönern und die Freunde vom Ortsverein Haste-Dodesheide-Sonnenhügel nutzen den Tag der Umwelt, um den Mitbürgern eine Bank am Nette-Trimmpfad zu stiften.

Mit einem Infomationsstand wird außerdem die Osnabrücker FDP auf dem Ledenhof ihr ökologisches Bewußtsein untermauern. Lediglich die CDU und Grüne bleiben den Aktivitäten zum Tag der Umwelt fern: Während die Öko-Partei nicht so kurzfristig disponieren konnte und im übrigen " einmaligen Aktionen" ablehnt, engagieren sich die Christdemokraten am Samstag in Bonn: Sie wollen Präsident Reagen einen " freundlichen Empfang" bereiten.

Bildtext:
MIT EINER EINLADUNG " GIFTMÜLL" tauchten drei städtische Bedienstete kürzlich bei einem Pressegespräch auf: V. l. n. r. Günter Grabbe (Presseamt), Christoph Habs (Umweltbeauftragter) und Helmut Schmitz (Grünflächenamt).
Aufnahme:
Petschkuhn
Autor:
rll


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