User Online: 1 | Timeout: 18:39Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
OWG-Interessen gegen innerstädtisches Grün?
Zwischenüberschrift:
"Grüne Lunge" Uhland-/Herderstraße soll bebaut werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Schreber-Idylle nahe der Innenstadt. Damit soll es bald vorbei sein. Auf betreiben der Osnabrücker Wohnungbau-Gesellschaft (OWG) soll der Rat der Stadt den Innenbereich des Häusergevierts Uhlandstraße, Lotter Straße, Herderstraße, Katharinenstraße für eine Bebauung vorbereiten. Das Aufstellen eines Bebauungsplanes ist Voraussetzung dafür. Das jetzt vorgelgte Vorentwurfs-Konzept dafür steht " eine aufgelockerte, eingeschossigte Bebauung für etwa 8 bis 10 Einfamilienhäusern sowie weitere Garagen" vor. Die Bewohner rundherum wehren sich dagegen. Eine " Bürgerinitiative zur Hebung der Lebensqualität" in diesem Gebiet hat sich gebildet. Sie wirft der OWG vor, jetzt Kapital aktivieren zu wollen, das durch Fehlspekulationen hier vor Jahren festgelegt wurde. Dabei setzte sich die fast hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Osnabrück über die berechtigten Interessen der Bewohner hinweg, wird befürchtet.

Schon vor acht Jahren gab es Aufregung unter Hausbesitzern und Bewohnern dieses Bereiches. Damals sammelten betroffene Bewohner über 200 Stimmen, die sich gegen die Bebauung aussprachen. Die Argumente gegen die städtischen bzw. OWG-Pläne blieben bis heute aktuell: Der Innenbereich des Häuergevierts verliert, er wird unattraktiver durch eine Bebauung.
Dr. Wolfgang Motzkau-Valeton und Elisabeth Tepe betonten als Sprecher der Bürgerinitiative gegenüber der Neuen OZ, daß hier " ohne Not eine der Grünanlagen in der Nähe des Stadtzentrums zerstört werden soll", Motzkau-Valeton: " Man nimmt den Bewohnern den Blick in eine Parkähnliche Anlage und zwingt ihnen den häßlichen Anblick von Hauswänden und Flachdächern auf." Als Beispiel führt die Initiative den benachbarten Bereich am Uhlenfluchtweg an " So soll es nicht werden"
Schon vor Jahren hat die Osnabrücker Wohnungsbaugesellschaft (OWG) weite Flächen innerhalb besagter Häusergevierts aufgekauft. Sie wurden als Gartengelände an interessierte Anleger verpachtet. Der Vertrag ist in diesem Jahr noch nicht verlängert worden. Beete und Anlagen bestellen einige Hobby-Gärtner auf " gut Glück", doch ungewiß ist, ob sich der finanzelle Einsatz lohnt, ob überhaupt noch geerntet werden kann.
Die Ungewißheit führte dazu, daß Teile des Grünbereiches sich heute leicht vergammelt zeigen. Steht einmal fest, daß das Provisorium eines geordneten Nebeneinanderes von Gärten, Wegen und Garagen ein Dauerzustand wird, wollen Mitglieder und Bürgerinitiative Pflege und Reinigung übernehmen, wie das in Schrebergarten-Kolonien beispielhaft funktioniert. Selbstverständlich, so betont Motzkau und Tepe, würde auch auf einem einzurichteten Kinderspielplatz, für den Fläche genug vorhanden ist. Ordnung gehalten.
Unverständlich ist es für die Betroffenen, daß die Stadt Osnabrück einerseits beklage, daß sie an dem Mangel an innerstädtischem Grün leide, anderseits aber durch dieser Art Planungen Gärten und Grünanlagen so verringere, daß sie keinerwegs mehr als " grüne Lunge" bezeichnet werden können.
Daß hier nicht allein die Interessen der anliegendenBewohner berührt sind, zeigen die Heckenwege, die verrstärkt für den öffentlichen Radfahrverkehr nutzbar gemacht werden könnten.
In der jüngsten Planungsausschuß-Sitzung, in der das OWG-Bestreben nach Bebauung erstmalig bekannt wurde, brachte Ratsherr Eichholz (CDU) starke Bedenken dagegen vor. Vor Jahren sei die Kindergartenplanung hier gescheitert, weil sie " zu verdichteter Bebauung führen würde", Eichholz: " Sollen wir das Grün hier angehen, das den Reiz dieses Wohnquartier ausmacht?" Doch Eichholz erinnerte auchan mögliche Folgen, wie sie als Beispiel nur allzugut bekannt sind: Eine Bebaung mit Einfamilienhäusern könne zur .............. ......... ........ fordern die Stadt auf, sich unverzüglich von den Bestrebungen, die den Interessen und Wünschen der großen Mehrheit der Anwohner der Uhland- und Herderstraße widersprechen, zu distanzieren und Pläne zu entwickeln, die den Wünschen und Notwendigkeiten der Bewohner gerecht werden.

Bildtexte:
DER INNENBEREICH der Häusergrvierts Uhlandstraße, Lotter Straße, Herderstraße, Katharinenstraße soll nach willen der Osnabrücker Wochnungbaugesellschaft (OWG) bebaut werden. Die Anlieger wehren sich dagegen. Sie Plädieren für ein geordnetes nebeneinander von Gärten, Wegen und Garagen. Zudem könnte ein Kinderspielplatz entstehen.
EINE BÜRGERINITIATIVE wirbt Stimmen gegen eine mögliche Bebauung mit Einfamilienhäusern. Wo heute Schrebergarten-Idylle herrscht. Elisabeth Tepe ist stellvertretene Vorsitzende, Dr. Wolfgang Motzkau-Valeton ist Vorsitzender.
Aufnahmen:
Pet........
Autor:
Harald Preuin


Anfang der Liste Ende der Liste