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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Standhaft in der Krise
Zwischenüberschrift:
In Osnabrücks Partnerstadt Vila Real beherbergt ein gigantisches Einkaufszentrum 140 Geschäfte
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
VILA REAL. Die Menschen in Osnabrücks portugiesischer Partnerstadt Vila Real würden womöglich über die emotional geführte Debatte über das Einkaufszentrum am Osnabrücker Neumarkt nur schmunzeln. Nahe der historischen Altstadt blickt das gigantisches Einkaufszentrum Douro erhaben und nahezu verhöhnend auf den historischen Ortskern herunter dort, wo die alteingesessenen Geschäfte oftmals nur wenige Quadratmeter messen.

Fast 140 Geschäfte verteilen sich in dem Giganten aus Beton und Glas auf drei Ebenen auf mehr als 30 000 Quadratmeter Gesamtmietfläche inklusive Gastronomie und Kino. In Osnabrück sollen es im ersten Bauabschnitt 16 500, im zweiten 21 500 Quadratmeter Verkaufsfläche werden. Dabei zählt die Stadt Vila Real gerade einmal rund 30 000 Einwohner, die Gemeinde etwa 50 000. Der Distrikt Vila Real, dem die gleichnamige Stadt und die Gemeinde angehören, zählt immerhin rund 230 000 Menschen. Fast 1000 Parkplätze stehen den Besuchern des Einkaufszentrums zur Verfügung.
Im Vergleich zu Osnabrücks französischer Partnerstadt Angers mit ihren rund 147 000 Einwohnern erscheinen die Center in Osnabrück und Vila Real wiederum geradezu winzig. Dort eröffnete im April 2012 ein Einkaufszentrum mit 71 000 Quadratmeter Einkaufsfläche.
Unter den Ankermietern des Zentrums in Vila Real befinden sich wie auch hierzulande typisch bekannte Ketten mit großen Verkaufsflächen wie etwa Saturn und die Modemarken Mango und Zara. Die große Mehrheit bilden allerdings zahlreiche kleine und oftmals hierzulande unbekannte Nischengeschäft ein dem Betonkoloss. Ein Kino befindet sich ebenfalls im Center. Die Geschäfte des Einkaufszentrums öffnen täglich bis 23 Uhr. Selbst an Sonntagen laden sie zum Einkaufen ein, dann allerdings nur von zehn bis 13 Uhr. Lediglich an Heiligabend bleiben die Glastüren des Shoppingcenters im katholischen Portugal verschlossen. Zahlreiche Ruhezonen in den Gängen sowie mehrere Restaurants und Cafés bieten Erholungsmöglichkeiten vom Shopping. Viele der Restaurants befinden sich hinter der riesigen Fassade aus Glas, die einen Blick auf den Fluss Corgo sowie die Altstadt bieten.
Mehr als 70 Millionen Euro kostete der moderne Bau in Vila Real. 13 weitere Einkaufszentren betreibt die Betreibergesellschaft Dolce Vita in Portugal, ein weiteres befindet sich im Bau.
Der Betreiber eröffnete das Einkaufszentrum im Oktober 2004 vor der Finanz- und Eurokrise. Sichtbar ist die Krise in dem Center kaum. Es strömen zwar keine Besuchermassen durch die Gänge, mit Leerständen hat das Center aber nicht zu kämpfen. Die Leute kommen trotz der Krise″, berichtet ein Verkäufer. Aber: Man merkt schon, dass die Leute weniger Geld haben″, ergänzt er.
Eher einige Restaurants in der Altstadt seien von Pleiten betroffen gewesen, so der Verkäufer.

Bildtexte:
Am Rande des historischen Zentrums von Vila Real steht das gigantische Einkaufszentrum.
Abends ist das Einkaufszentrum hell erleuchtet. Die große Glasfassade bietet einen Blick auf die Altstadt.
Modern präsentiert sich das Center. An vielen Stellen laden Cafés zum Verweilen ein.
Fotos:
Jörg Sanders
Autor:
Jörg Sanders


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