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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Renovierung als letzte Chance für Johannisstraße
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Sieht aus wie Beton-Transitstrecke Berlin″ (Ausgabe vom 6. Februar).

„, Das ganze Konzept ist ja schrecklich und kommt einer Ausladung von Fußgängern gleich′, so der Grünen-Ratsherr Michael Kopatz. Für mich stellen sich folgende Fragen: Gilt der vor circa drei Jahren vorgestellte Renovierungsplan überhaupt noch? Gewerbetreibenden und Bürgern wurden die Neuerungen vorgestellt. Abgesehen vom Straßenbelag, sind Ausgestaltung und Lage der Bushaltestellen und die Breite der für den Busverkehr zugewiesenen Fläche für ein einladendes Erscheinungsbild der Johannisstraße von großer Bedeutung. Schon in der alten Planung war für mich und viele meiner Kollegen die Dimensionierung der Verkehrsfläche für die Busse nicht akzeptabel. In den vergangenen Jahren haben sich viele der Kaufleute auf die Kundschaft eingestellt, die durch den Busverkehr in die Straße geführt wird. Letztendlich sind wir jedoch noch eine Fußgängerzone und möchten auch als solche wahrgenommen werden. Muss denn wirklich die Breite der Straße für drei (!) nebeneinanderstehende Busse ausgelegt sein? Platz für einen Bus in jede Richtung sollte ausreichen [. . .]. Die Optik der Johannisstraße würde sich so bestimmt wesentlich verbessern. Es ist mir ein Rätsel, wie bei der bestehenden Planung Buskunden und Anwohner die ihnen zugewiesenen wenigen Quadratmeter entspannt gemeinsam begehen sollen. Mehr Platz für Fußgänger ist eine absolute Notwendigkeit.
Grundsätzlich stellt sich für mich auch die Frage nach der Wertigkeit der Nutzung. Sind in der Fußgängerzone die Busse vorrangig zu bedienen, oder sind es die Fußgänger? Wer muss verkehrsrechtlich aufeinander Rücksicht nehmen beziehungsweise darf Vorrang haben? Bitte kein zeitraubendes politisches Gezerre. Davon gab es in den letzten Jahren reichlich Beispiele. Mausgraues Pflaster ja oder nein ist nicht so entscheidend. Nicht zu akzeptieren ist jedoch eine derartige Vernachlässigung der Interessen und Bedürfnisse der Fußgänger in der Fußgängerzone der Johannisstraße. Ich und viele meiner Mitleidenden sehen diese Renovierung der Johannisstraße als letzte und vor allem zeitnahe Chance an, der Straße ein Überleben zu gewähren.″
Stephan Meyer
Osnabrück

Wie rückwärtsgewandt die Mehrheit von SPD und CDU ist, wird wieder mal an der Johannisstraße deutlich. Circa 70 Prozent der Fläche werden, unter anderem optisch, für den Busverkehr frei gehalten. Welcher Fußgänger wird denn auf der Mitte der Straße flanieren wollen? Mit , Augen zu und durch′, werden hier schnell noch vor der Kommunalwahl Tatsachen geschaffen, die dann jahrzentelang dieses Stadtbild (Straßenbild) verschandeln. Die , Alibibäume′ im Bereich des ehemaligen Kaufhauses , Leffers′ bestätigen diese ganze verfehlte Planung. Ich bin sicher, dass die Mehrheit der Bürger Wert legt auf mehr Platz für Fußgänger- und Radverkehr in der Innenstadt, und weniger auf , optisch aufgemotzte Straßen′. Mit dieser Planung dürfen sich die Politiker nicht wundern, wenn immer mehr über das Internet eingekauft wird. Ein positives Einkaufserlebnis erzeugt der Entwurf, welcher vorgestellt wurde, mit Sicherheit nicht. Wohlfühlatmosphäre und zukunftsorientierte Verkehrsplanung, die den Bürger in seiner Gesamtheit mit einbezieht, sieht anders aus. Hier kann man nur an die oben genannten Politiker und die planende Verwaltung appellieren, das Konzept noch mal gründlich zu überdenken.″
Martin Läer
Osnabrück

Sicher müssen durch die Johannisstraße auf den 300 Metern zwischen Neumarkt und Süsterstraße/ Johannisfreiheit weiterhin Busse (langsam!) fahren können. Sonst könnte der ÖPNV im zentralen Bereich nicht sinnvoll durchgeführt werden. Es müsste aber möglich sein, die Zone derart herzustellen, dass eine durchgehende Konstruktion/ Oberfläche sowohl Busse tragen kann als auch für Fußgänger seitlich Flanierqualität besitzt. Vielleicht könnten hier auch mindestens überwiegend umweltfreundlichere Elektrobusse eingesetzt werden.
Schließlich hat die Stadt schon 2017 rund 185 000 Euro für sauberere Luft im Kontext mit der Erstellung des Masterplans , Green City′ aus Berlin erhalten (NOZ vom 21. Dezember 2017).
Dass auf der Straße zwei (!) neue Bäume gepflanzt werden sollen, ist eine Lachnummer. Es sollten auf jeden Fall für positive Optik und gesunde Luft viele Bäume gepflanzt werden. [. . .]″
Rolf Brinkmann
Osnabrück

Bildtext:
So könnte die Johannisstraße nach der Umgestaltung aussehen. Das sorgt für Diskussionen.
Fotomontage:
Stadt Osnabrück/ Planungsbüro Hahm
Autor:
Stephan Meyer, Martin Läer, Rolf Brinkmann


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