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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schneechaos: Das geht besser
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Auswirkungen von Tief Tristan″ in der Region, unter anderem zum Artikel Schnee bremst Busse, Bahn und Müllwagen aus″ (Ausgabe vom 10. Februar).

Ja, dieser Wintereinbruch ist historisch, und bis zum Dienstag waren die Zustände auf den Straßen wirklich dramatisch. Die entsprechende witterungsbedingte Schulschließung somit völlig gerechtfertigt, aber dass Dienstagabend die Mitteilung kam, dass bis Freitag mal wieder kein Schulbetrieb stattfindet, ist meines Erachtens nicht nachvollziehbar, da im Moment eh nur Grundschüler im Szenario B und Abschlussklassen zum Präsenzunterricht in die Schule dürfen. Die Begründung für die Schulschließung ist der eingeschränkte Busverkehr, wobei die wenigsten Grundschüler mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Schule kommen.
Stattdessen wird den Eltern noch mehr Homeschooling zugemutet, als dass sie dafür Sorge tragen, ihre Kinder sicher zur Schule zu bringen. Ich bin mir sicher, dass es eine einwöchige Schulschließung unter normalen Umständen nie gegeben hätte. Was den berufstätigen Eltern von Grundschülern hier wieder zugemutet wird, ist einfach ungeheuerlich, aber es gibt keinen Aufschrei, weil alle zu erschöpft sind.″
Kathrin Baumann
Wallenhorst

Dem Klimawandel zum Trotz hatten wir wieder einmal Winter mit viel Schnee und knackiger Kälte. Zwar nur kurz, aber immerhin. Und wieder einmal zeigt es sich, dass der OSB nur in Autokategorien denken kann. Zuerst wurden Wall und Ring autogerecht geräumt, dann die Zufahrtsstraßen in die Wohngebiete und die Bushaltestellen. Aber wie sollen die Fußgänger sicher die Straßen queren, um zum Bus zu kommen, wenn nicht an der Ampel? Nur, da gibt es ein Problem: Die Fußgängerfurten sind mit zusammengeschobenen Schneehügeln blockiert! Leider ist nur jede zweite Ampel in der Innenstadt geräumt (nach zehn Tagen!), ganz trostlos sieht es in den anderen Stadtteilen aus. Gerade ältere Bewohner, die häufig zu Fuß im Nahbereich ihre Besorgungen erledigen, sind die Leidtragenden.
Am 14. Februar durfte ich mir eine Drei-Mann-Räumeinheit des OSB bei der Ampelanlage am Nonnenpfad ansehen: Schneeschieber und Besen! Das geht besser.
Ein Lösungsansatz wäre der Einsatz von Kompakt- beziehungsweise Multifunktionsladern, wie sie in der Landwirtschaft und im Gartenbau schon lange im Einsatz sind. Diese Lader sind kompakt, wendig, preisgünstig und durch viele Anbauteile ganzjährig (zum Beispiel als Rasenmäher im Sommer) verwendbar. Eine Kombination mit Schneeschieber, Schaufel und Besen wäre ideal und eine Überlegung wert.″
Ulrich Deutsch
Osnabrück

Der als , Wintereinbruch′ apostrophierte Schneefall in unserer Region ist noch vor wenigen Jahrzehnten als Normalfall angesehen worden, aber das , Schneechaos′ wurde damals mit weniger Gerät schneller und besser bewältigt. Auch mehr als eine Woche nach den Schneefällen liegen noch Berge von Schnee und Eis auf Straßen und Bürgersteigen. Von uns Bürgern wird unter Strafandrohung erwartet, dass wir den Gehweg frei halten. Das geschieht auch durchweg, sofern ein gut zugänglicher Vorgarten vorhanden und der Schnee noch frisch ist. Schwierig wird es aber schon, wenn Hecken und Zäune im Wege stehen und zusätzlich die Physis Probleme bereitet.
Ein Desaster ist dann jedoch das Zuschieben der Geh- und Radwege mit salzhaltigen Schnee- und Eisbrocken, weil bereits präventiv vor Einsetzen des Schneefalls gestreut wurde. Diese teilweise sehr schweren Klumpen in seinen Garten zu hieven, wo sie die Anpflanzungen schädigen, kann nicht mehr zu den Obliegenheiten des Bürgers gehören. Auch wenn die Vertreter von Stadt und Landkreis Osnabrück keine Gefahr eines Hochwassers sehen, und sie beruhigend auf den , Hochwasseralarmplan′ verweisen, so sollte in Zukunft , Räumung′ als , Abtransport′ verstanden werden. In Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben und Bauunternehmen muss der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) für einen sofortigen Abtransport der Schneemassen sorgen. Als Zwischenlager kämen zunächst einmal Freiflächen, Regenrückhaltebecken, Steinbrüche oder ungenutzte Gelände wie die ehemalige Kaserne auf dem Limberg infrage. Die sinnvollere Lösung ist sicherlich das Abladen des Schnees in die Hase oder in den Stichkanal. Die Auswirkungen auf die Wasserstände sind vermutlich durch eine gute Planung kontrollierbar.
Die Mitarbeiter des Servicebetriebs erfüllen sicher mit viel Engagement ihren vorgegebenen , Räumplan′. Es steht außer Zweifel, dass sie auch einen , Abtransportplan′ präzise umsetzen werden. Warum aber erst warten, bis der , Hochwasseralarmplan′ greift? Warum Fußgänger, Rollstuhl-, Rollator-, Fahrradfahrer von der Nutzung des Verkehrsnetzes ausgrenzen? Und warum sollen wir Bürger für den Abtransport der auf den Straßen anfallenden Eis- und Schneeberge sorgen, auch wenn für die Zeitungs- und Postzusteller diese Arbeit geleistet werden sollte?
Gerd Oberschelp
Osnabrück

Bildtext:
Zu lange waren die Straßen in Osnabrück nach der Meinung vieler Leser mit Schnee und Eis bedeckt.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Kathrin Baumann, Ulrich Deutsch, Gerd Oberschelp


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