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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einen Tag kann man sich sicher behelfen, aber vier?
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Wintereinbruch in der Region.

Alle Jahre dasselbe, falls mal wieder Schnee fällt: Mit großem Einsatz werden die Straßen geräumt, das Personal Tag und Nacht im Dienst, und die NOZ bringt ein Bild vom mächtigen Schneepflug. Und der hat es in sich: Macht die Fahrbahnen schön frei und schmeißt die Fuß- und Radwege gnadenlos zu. Die Autofahrer haben keinen Grund zur Klage, doch Radfahren und Zu-Fuß-Gehen findet in der Planung des Servicebetriebes offensichtlich überhaupt nicht statt. Die Fußwege sollen die Anwohner räumen. Tun sie oder tun sie nicht, zu Fuß sind wir flexibel, wir können auch klettern. Doch Radfahren ist in diesen Tagen praktisch unmöglich: Auf der verengten Fahrbahn ein Himmelfahrtskommando, und auf den Radwegen oft halbmeterhoch der Schneepflug-Müll. Das müsste nicht sein: Kurz nach den großen Räumfahrzeugen könnten die Kehrmaschinen ausschwärmen und die Radwege wieder frei machen. Tun sie aber nicht. Kein Personal, kein Geld, wird dann immer gleich gesagt. Stimmt nicht: Man könnte das gleiche Personal ja etwas anders einsetzen, weniger ins Räumfahrzeug, mehr auf die Kehrmaschine. Zugegeben, ein paar Straßen blieben dann weiß. Wo ist das Problem? Unsere Straße bleibt immer weiß, wenn es schneit. Die Schneedecke fährt sich fest, und der Verkehr fließt weiter. Die Norweger, Schweden und Finnen machen es uns vor. Das ist nicht gottgegeben: die Fußgänger zu Statisten degradiert, die Radfahrer im Lockdown, damit die Autos freie Bahn haben. Alle Jahre wieder. Die Mehrheit der Verkehrsteilnehmer sind gar nicht Autofahrer. Warum werden sie so konstant ignoriert? Hat das Methode? Oder herrscht in der Verwaltung und im Servicebetrieb immer noch der Geist der 50er-Jahre, als man stolz war, Osnabrück als autogerechte Stadt wiederaufzubauen? Ich dachte, wir hätten dazugelernt.″
Klaus Kuhnke
Osnabrück

Ich wundere mich jedes Jahr wieder sehr, wenn es darum geht, den Bürgern klarzumachen, welche Pflichten sie haben und welche Bußgelder verhängt werden können, wenn Schnee und Eis mal wieder in Osnabrück das Chaos auslösen.
Allerdings frage ich mich auch, welche Pflichten denn die Stadt beziehungsweise die Stadtwerke haben und wer befugt ist, denen ein Bußgeld aufzuerlegen, wenn weder Bushaltestellen noch Bürgersteige vor öffentlichen Gebäuden wie Schulen etc. gefahrlos begangen werden können? [...]″
Margaretha Niehoff
Osnabrück

Winter ist eine Jahreszeit und kann sehr schön sein. Leider nicht, wenn man in Osnabrück lebt und kein Auto hat. Nach vier (!) Tagen hat sich noch immer kein Schneepflug beispielsweise ins Katharinenviertel verirrt, aber da sind ja vor allem Fahrradstraßen, das kann doch gar nicht so wichtig sein! Und überhaupt ist die Entschuldigung: Fast alle arbeiten im Homeoffice und müssen nicht raus. Wie realitätsfremd!
Gehwege sind meist nicht vor privaten Gebäuden, aber meist auch nicht vor öffentlichen Gebäuden und an Fußgängerüberwegen geräumt. Bushaltestellen können nicht angefahren werden, und die Müllabfuhr kann nicht kommen. Die Zustellung von Mahlzeitendiensten, im Internet bestellten Schneeschaufeln funktioniert nicht, und Pflegedienste können unter Umständen lebensnotwendige Medikamente nicht verabreichen alles nur, weil nicht geräumt ist, aber kein Problem aus Sicht der OSB! Kinder an die Luft zu bringen ist derzeit auch nicht möglich, solange sie im Kinderwagen transportiert werden müssen, Menschen mit Gehbehinderung sind physisch von der Außenwelt abgeschnitten. […]. Einen Tag kann man sich sicher behelfen, aber vier?
Derzeit ist es immer noch niemanden anzuraten, auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen! Viele Straßen und öffentliche Gehwege sind nicht geräumt, auf hohem Schnee wurde dort Salz gestreut, das nicht nur die Umwelt (und Hundefüße!) schädigt, sondern auch bei den tiefen Temperaturen die falsche Methode ist und zu gefährlichem, unebenem Glatteis führt, wenn der Matsch nicht weggeräumt wird. Dass Busse tagelang nicht fahren […] und auch Taxis nicht zuverlässig buchbar sind […], das ist meines Erachtens ein Skandal und zeigt: In Osnabrück findet Winter zulasten der Bürger und der Umwelt statt. […]
In anderen Kommunen werden Landwirte der Region, die fast alle einen Trecker mit Schneeräumaufsatz haben, um Hilfe gebeten, in Stadtteilen sind von der Stadt befüllte Behälter mit Streusplitt speziell für die Bürger nutzbar. Von Städten in südlichen Regionen Deutschlands könnte man viel lernen wenn man denn wollte. Krisenmanagement heißt, vorausschauend zu planen, auch wenn Ereignisse selten sind. Unerwartet waren die Schneefälle jedenfalls in diesem Jahr nicht! Aber der OSB hofft, statt für die Mobilität und Sicherheit der Bürger zu handeln!
Dr. Elisabeth Leicht- Eckardt
Osnabrück

Wer ist in Osnabrück eigentlich zuständig für die sehr mangelhafte Schneeräumung? Zum Beispiel nur eine Fahrspur statt der vorhandenen drei Spuren zu räumen? Und die Schneeberge einfach aufzutürmen?! Von Gehwegen oder Haltestellen und so weiter mal ganz zu schweigen.
Mir ist klar, dass in unseren Regionen kein riesiger Fuhrpark vorgehalten werden muss, um mit allen Witterungsfällen alle paar Jahre mal zurechtzukommen. Aber: Kann/ Muss man in Situationen wie dieser nicht alles mobilisieren, was eine Schaufel vor- und einen Anhänger anspannen kann? Also zum Beispiel GaLa-Betriebe und Landwirte, die sich über ein Zusatzeinkommen freuen? Der aktuelle Straßenzustand in Osnabrück ist jedenfalls kein Ruhmesblatt! Sie können sich ja mal in Wallenhorst erkundigen, wie es geht!
Dorothea Gniostko
Wallenhorst

Bildtext:
Vergnügungssteuerpflichtig ist die Fahrt mit dem Fahrrad durch das verschneite Osnabrück nicht, da sind sich die NOZ-Leser ziemlich einig.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Klaus Kuhnke, Margaretha Niehoff, Dr. Elisabeth Leicht- Eckardt, Dorothea Gniostko


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