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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bis zu 20 Zentimeter Schnee: Stadt rüstet sich
Zwischenüberschrift:
OSB: Höchste Rufbereitschaftsstufe / Stadtwerke: Gegebenenfalls werden Bus-Linien verkürzt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Am Wochenende könnte es zu einem starken, möglicherweise sogar sehr starken Wintereinbruch kommen: Ab Samstag sind auch für unsere Region Dauerfrost und größere Schneemengen vorausgesagt. Wie bereitet sich die Stadt darauf vor? Werden die Busse fahren?
Der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) der Stadt ist zuständig für den Winterdienst auf den Straßen und hat die Wetterlage nach eigenen Angaben auf dem Schirm: Ab Freitagmittag werden wir die höchste Rufbereitschaftsstufe ausrufen, das heißt, wir können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit zum Dienst einziehen″, sagt OSB-Sprecherin Katrin Hofmann auf Anfrage.
Jeweils bis zu 20 Zentimeter Schnee werden am Samstag und Sonntag erwartet. Es könne zu starken Schneeverwehungen kommen, heißt es vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Von einem regelrechten Schneesturm ist die Rede, der Niedersachsen und Bremen am stärksten treffen soll.
Der OSB sei für bis zu 480 Kilometer Straße zuständig, so Hofmann. Dafür bereit stünden sechs Großräum- und vier Schmalspurfahrzeuge sowie 240 Mitarbeiter in Rufbereitschaft und im Schichtmodell.

Arbeit für Räumfahrzeuge

Die sechs Großräumfahrzeuge fahren fest vorgegebene Routen ab. Ein Durchgang dauert vier bis fünf Stunden″, erklärt die OSB-Sprecherin. Priorität haben unter anderem Buslinien, Fahrradstraßen, Krankenhauszufahrten, Schulwege und Autobahn-Umleitungsstrecken. Diese sollen permanent 24 Stunden für den Verkehr frei gehalten werden″, sagt Hofmann. Erst wenn diese frei sind, können die weiteren Straßen geräumt beziehungsweise gestreut werden.″ In Nebenstraßen oder reinen Wohngebieten kann es somit durchaus einige Zeit dauern, bis zum ersten Mal ein Räumfahrzeug aufkreuzt.
In der Vergangenheit hatte es nach Schneefällen oft massive Kritik an nicht geräumten Radwegen gegeben. Auch diese gehörten mittlerweile zur ersten Priorität, versichert Hofmann. Das gelte zumindest für die Hauptfahrradwege. Wir können nicht überall gleichzeitig sein″, bittet Hofmann um Verständnis. Denn zu den Straßen, Geh- und Radwegen kommen zusätzlich rund 600 Einzelflächen, die von Handtruppen betreut werden müssten, so die Sprecherin weiter.
Ein Schneesturm könnte auch Auswirkungen auf den Busverkehr haben. Wir bereiten uns organisatorisch darauf vor″, sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer auf Anfrage. Noch könne er keine pauschale Aussage treffen, ob der Busverkehr am Wochenende ganz oder teilweise eingestellt werden muss. Aber selbstredend gelte: Sicherheit geht vor.″
Womöglich müssten deshalb zumindest einige Linien eingeschränkt werden. Wir kennen unsere neuralgischen Punkte″, sagt Hörmeyer. Das seien etwa der Schinkelberg und der Nonnenpfad, wo Busse Schwierigkeiten mit den Steigungen auf rutschigem Untergrund bekommen könnten. Gegebenenfalls werden wir diese Linien verkürzen″, erklärt Hörmeyer.
Verspätungen seien möglich, wenn es etwa zu Behinderungen im gesamtem Straßenverkehr komme und auch die Busse nicht mehr durchkämen. Entscheidend sei auch, wie schnell der OSB die Straßen räumen könne, insbesondere auf den Strecken der Metrobuslinien, so Hörmeyer.
Am Wochenende werde die Leitstelle personell verstärkt, versichert der Sprecher. Über die unterschiedlichsten Kanäle im Internet wie Facebook und Twitter informiere die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) über Auswirkungen des Wetters auf den Busverkehr. Hörmeyer bittet Fahrgäste, diese Kanäle im Blick zu behalten.
Für die meisten Gehwege ist indessen nicht der OSB verantwortlich, sondern die Anwohner. Die Eigentümer von Häusern müssen dafür sorgen, dass die Wege davor gefahrlos begehbar sind eine Pflicht, die viele Hausbesitzer an ihre Mieter weitergeben. Streusalz dürfen Bürger zumindest im Stadtgebiet allerdings nicht verwenden, um Grundwasser und Bäume zu schonen.
Anders die Stadt selbst: Die darf ihre Straßen mit Salz streuen und tut dies auch. Salz sei noch genug da, sagt OSB-Sprecherin Hofmann. Das Lager ist etwa zu 50 Prozent gefüllt.″ Und es wird in diesen Tagen sogar noch voller: Am Donnerstag lieferte ein Lkw eine Salzladung ab, für den heutigen Freitag seien weitere Lieferungen geplant.

Bildtext:
Viel Schnee wird am Wochenende erwartet auch in Osnabrück.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Jörg Sanders


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