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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Frischer Wind am Schölerberg
Zwischenüberschrift:
Neue Dauerausstellung und großes Aquarium für Museum geplant
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Nach mehr als 30 Jahren gehört die Dauerausstellung im Museum am Schölerberg ab diesem Sommer der Vergangenheit an. Die alten Einbauten werden abgerissen, das Innere des Gebäudes unter den Themenkomplexen Astronomie″, Wasser″, Wald″, Offenland″ und Urbanes Leben″ komplett auf den neuesten Stand gebracht.
Telefonzellen und geradezu antik anmutende Güllefässer: Als ich mir vor vier Jahren die Dauerausstellung im Museum am Schölerberg angeschaut habe, beschlich mich sofort das Gefühl: Das ist alles nicht mehr zeitgemäß″, erinnert sich Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. Damals hatte er gerade seine neue Stellung in Osnabrück angetreten und war fortan auch für den Kultursektor verantwortlich. Mit Museumsdirektor Norbert Niedernostheide lag er auf einer Linie: Die verstaubt anmutende Ausstellung muss neu gestaltet werden. Sonst sei die Zukunft des Hauses gefährdet.
Langsam, aber sicher nimmt jetzt die von Beckermann als Megaprojekt″ bezeichnete Vision von der neuen Dauerausstellung konkretere Formen an. Mehr als drei Millionen Euro an Drittmitteln wurden bisher zugesagt, das Gesamtinvestment soll sich auf 4, 6 Millionen Euro zuzüglich der eigenen Personalkosten belaufen. Ein Ausstellungsplanungsbüro in Berlin konnte bereits beauftragt werden, zusammen mit dem Museumsteam ein zukunftsweisendes Konzept zu erarbeiten.
Wir haben unglaublich viele Schätze hier am Schölerberg, die wir zeigen wollen″, sagt Niedernostheide. Dazu gehört natürlich die 300 Millionen Jahre alte und mehr als vier Tonnen wiegende Siegelbaumwurzel, die zurzeit im Eingangsbereich zu sehen ist. Eine Spezialfirma muss das sehr empfindliche Objekt bewegen, wenn es für die Realisierung der neuen Ausstellung umgesetzt werden muss.
Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt, das als eines der größten und bedeutendsten Europas gilt, hat sich einen Abdruck von der Wurzel machen lassen. Auf einem kleinen Schildchen steht: , Das Original befindet sich in Osnabrück′″, erklärt Niedernostheide nicht ohne Stolz. Die Wurzel soll einen besonders prominenten Platz in der neuen Dauerausstellung bekommen. Zahlreiche Tier- und Pflanzenfossilien aus der Karbonzeit, auf die das Museum ebenfalls zurückgreifen kann, markieren denn auch einen Themenschwerpunkt der neuen Dauerausstellung im Ausstellungbereich Wald″.
Dort sollen Baumstämme aus recyceltem Material zu sehen sein″, betont der Museumsleiter. Beim Abriss der alten Ausstellung soll nämlich so wenig wie möglich weggeworfen und alles, was aus Holz ist, geschreddert und wiederverwertet werden. Im Bereich Wasser″ wird ein riesiges Aquarium mit 35 000 Liter Fassungsvermögen zum Blickfang. Medienstationen und 3-D-Module sollen alle Bereiche, inklusive Offenland″ und Urbanes Leben″, interessanter machen. Der Eingangsbereich wird komplett umgestaltet, der Empfangstresen soll kleiner werden, die Räume längere Blickachsen bekommen.
Wir sind eines der wenigen Naturkundemuseen, die über ein Planetarium im eigenen Haus verfügen. So können wir die Entwicklung der Welt schon vor Entstehung der Erde aufzeigen″, erklärt der Museumschef.
Fast täglich konferiert er mit den fünf Mitarbeitern der Berliner Projektgesellschaft über die Inszenierung der Ideen, die sein siebenköpfiges Planungsteam entwickelt hat. Ab diesem Sommer wird das Museum wegen der Umbauarbeiten geschlossen. Die Wiedereröffnung ist für Frühjahr 2023 geplant.

Bildtext:
Wird geschreddert: das alte Ausstellungsmodul Lebensraum Stadt Stadtökologie in Osnabrück″.
Bäume aus Recyclingmaterial: So könnte der Bereich Wald″ in der neuen Dauerausstellung im Museum am Schölerberg aussehen.
Foto:
Lisa Heyn
Grafik:
Schiel Projektgesellschaft mbH
Autor:
Tom Bullmann


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