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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Natur genießen an frischer Luft
Zwischenüberschrift:
Umfrage zu Grün- und Freiräumen: Wo sich die Osnabrücker am liebsten aufhalten – und wo nicht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Im Herbst 2019 hatte die Stadt Osnabrück die Bürger nach ihren liebsten Grün- und Freiräumen gefragt. 422 Personen nahmen an der Umfrage im Internet teil, und die Antworten waren vielfältig. Sie fließen in das Freiraumentwicklungskonzept der Stadt ein, von dem, so die Pläne der Stadt, die Bürger profitieren sollen.
Gärten, Parks, Wälder, Seen, Sportanlagen das sind für viele Menschen Orte der Erholung und Lebensqualität. Doch solche Orte sind in der Stadt nicht gleich verteilt. Der Umfrage der Verwaltung zufolge sind etwas mehr als die Hälfte der Osnabrücker (54 Prozent) mit der Versorgung mit Grün- und Freiräumen im eigenen Wohnumfeld sehr oder eher zufrieden. 17 Prozent sind eher oder ganz unzufrieden. Das geht aus dem Ergebnisbericht zur Online-Umfrage zur Zufriedenheit mit den städtischen Grün- und Freiräumen hervor.
In der Umfrage hatte die Stadt die beliebtesten Aufenthaltsorte der Bürger abgefragt unabhängig vom Wohnumfeld. Hunderte Punkte markierten die Teilnehmer auf einer interaktiven Karte. Mancherorts kam es zu Schwerpunkten. So wurden, nicht überraschend, Orte wie der Rubbenbruchsee und das angrenzende Heger Holz besonders häufig genannt. Aber auch das Nettetal sowie die Grün- und Freiräume in den Stadtteilen Schölerberg und Westerberg mit seinem Botanischen Garten sind beliebte Ziele, ebenso wie einige Kleingartensiedlungen. Der Schlossgarten zieht in der City viele Besucher an insbesondere Studierende im Sommer.

Schlossgarten beliebt

Warum sind diese Ziele so beliebt? Auch das wollte die Stadt wissen, Mehrfachnennungen waren möglich. 81 Prozent gaben eine gute Erreichbarkeit zu Fuß oder mit dem Rad an. 59 Prozent sagten aus, dass ihre Ziele Orte zum Entspannen seien. 58 Prozent lobten die schönen Spazierwege. Einfach mal die Natur genießen und/ oder an der frischen Luft sein sind die primären Beweggründe. 382 Personen bewerteten ferner die Situation in ihrem Stadtteil oder Quartier. Am zufriedensten mit dem Angebot an Grünflächen sind die Bürger in Pye, Atter, Hafen und Voxtrup allesamt Randbezirke mit relativ viel Grün- und Freiräumen.

Zu wenig Grün

Sehr unzufrieden sind die Bürger im Fledder mit seinem hohen Anteil an Gewerbeflächen und wenig Grün sowie der Innenstadt mit ihrer dichten Bebauung. Auch ein großer Teil der Schinkelaner ist mit dem Angebot an Grün- und Freiräumen eher unzufrieden″.
Doch auch an beliebten Aufenthaltsorten gibt es Handlungsbedarf. Als störend wird Verkehrslärm empfunden, der bei insgesamt 1339 Antworten Mehrfachnennungen waren möglich zugleich der häufigste Kritikpunkt ist. Kritik gab es zudem für mangelnde Sauberkeit und Pflege, fehlendes Grün, schlechte Beleuchtung und fehlende Sitzmöglichkeiten. Doch es gibt auch beliebte Orte, an denen es offenbar nichts auszusetzen gibt, etwa den Piesberg.
Kritik gibt es aber auch an Alltagsrouten und dem Wohnumfeld. Beiden fehle es an Grün.
Welche Schlüsse zieht die Stadt aus den Ergebnissen? Die Umfrage zeigte, welche Stadtteile womöglich zu wenig Grünflächen und Freiräume haben und wo sich die Menschen mehr Grün wünschen. Die Stadt versichert, diese Erkenntnisse würden in die weitere Bearbeitung des Freiraumentwicklungskonzeptes Urbaner Freiraum im (Klima-) Wandel″ einbezogen.
Die Ergebnisse der Umfrage sind ein Baustein zur Erstellung des Freiraumentwicklungskonzeptes. Derzeit befindet sich die Erarbeitung von Grundlagenkarten in der Endphase. Diese bilden die Grundlage für die Analyse etwa der Versorgung der Bevölkerung mit wohnortnahen Grünflächen. In Bürgerwerkstätten und Akteursworkshops werden Maßnahmen und Ziele gesammelt und diskutiert. Sie sollen in einen Aktionsplan fließen.
Bereits im September hatte die erste Informationsveranstaltung für Bürger stattgefunden. Die Ergebnisse sind auf www.osnabrueck.de/ freiraum-im-wandel zu finden (hier zum Herunterladen als PDF). Die Dokumentation der Akteursbeteiligung steht kurz vor der Veröffentlichung.

Nicht repräsentativ

Die Stadt hatte die Umfrage mit ihren 26 Fragen vom 5. September bis 31. Oktober durchgeführt, der Bericht wurde im Dezember 2020 fertiggestellt. Obgleich an ihr mehr Bürger teilnahmen als an anderen Umfragen der Stadt, ist sie nicht repräsentativ. Insbesondere die unter 18-Jährigen und die über 64-Jährigen sind in den Ergebnissen unterrepräsentiert. Beim Beteiligungsprozess zum Freiraumentwicklungsprozess sollen diese beiden Gruppen besonders eingebunden werden.
Die Entwicklung eines solchen Freiraumenwicklungskonzeptes geht auf einen Ratsbeschluss vom September 2017 zurück. Das vom Bundesumweltministerium geförderte Projekt läuft bis zum 31. Oktober 2021.
Weitere Informationen zum Thema sind auf www.osnabrueck.de/ freiraum-im-wandel/ zu finden. Wer direkt über Neuigkeiten informiert werden möchte, kann sich in den Verteiler eintragen lassen. Dazu reicht eine E-Mail an umwelt@ osnabrueck.de mit der Bitte, in den Verteiler aufgenommen zu werden.

Bildtexte:
Beliebtes Ausflugsziel der Osnabrücker: das Nettetal.
Die beliebtesten Fleckchen
Fotos:
David Ebener, Stadt Osnabrück/ Team Strategische Stadtentwicklung

Freiraumentwicklungskonzept wozu?

Die Stadt hatte vor Jahren acht strategische Ziele für die Jahre 2016 bis 2020 definiert, etwa die sozial- und umweltgerechte Stadtentwicklung. Grün- und Freiräume sind im Klimagutachten sowie der Klimaanpassungsstrategie der Stadt hervorgehoben.
Das Freiraumentwicklungskonzept ist eine von 14 Schlüsselmaßnahmen. Es soll gewährleisten, dass die Ergebnisse der Klimaanpassungsstrategie auch auf planerisch-konzeptioneller Ebene weiterentwickelt, verstetigt und in absehbarer Zeit im Stadtbild sichtbar umgesetzt werden. Freiräume sollen sich qualitativ entwickeln. Jeder Bürger soll einen Freiraum im Wohnumfeld finden.
Quelle:
Stadt Osnabrück

Umfrage

Von den 422 Teilnehmern waren 174 männlich und 234 weiblich. Drei gaben divers an. Knapp 55 Prozent der Befragten waren zwischen 18 und 40 Jahre alt. 37, 2 Prozent waren zwischen 41 und 64 Jahre alt.
Die meisten Teilnehmer kamen aus den Stadtteilen Wüste und Innenstadt. Die Wüste ist Osnabrücks bevölkerungsreichster Stadtteil.
Rund ein Drittel der Befragten hatte Kinder im eigenen Haushalt. Sie gaben häufiger als andere Gruppen an, einen eigenen Garten zu haben oder zumindest mitbenutzen zu können.
Autor:
Jörg Sanders


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