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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Leser erinnern sich an Büste für Siegfried Pelz
Zwischenüberschrift:
Reaktionen auf die Stadtteil-Serie
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Vorgestern haben wir in der Serie Unsere Stadtteile″ die Dr.-Pelz-Straße in den Fokus genommen und an den langjährigen Leiter des Stadtkrankenhauses erinnert, dem die Nazis in seinen letzten Lebensjahren übel mitgespielt haben. Und das nur aus einem einzigen Grund: Dr. Siegfried Pelz war Jude.
Wir erwähnten, dass die örtliche Parteileitung seine Bronzebüste vernichtet hatte. Die Porträt-Büste war ihm zu Ehren nach der Pensionierung im Foyer des Hochhauses der Krankenanstalten am Rißmüllerplatz aufgestellt worden. Zu dieser Bronzebüste, von Bildhauer Fritz Bürger geschaffen und nach Pelz′ 80. Geburtstag 1928 enthüllt, erreichten uns Leser-Anrufe. Nori Lübcke meint sich zu erinnern, dass die Büste in der Nachkriegszeit wieder aufgetaucht sei oder eine Kopie existiert habe. Jedenfalls habe ein entsprechendes Kunstwerk im Eingangsbereich des Bettenturms″, des heutigen Stadthauses I, gestanden. Michael Arenhövel hat eine familiengeschichtliche Beziehung zu der Büste: Sein Großvater, Sanitätsrat Dr. Wilhelm Arenhövel, war in den 20er-Jahren Vorsitzender der Ärztevereinigung Osnabrück und hielt zur feierlichen Enthüllung eine Lobrede auf Pelz. Von einer Nachkriegskarriere der Büste weiß er nichts, hält sie auch für wenig wahrscheinlich. Als langjährigem Mitarbeiterin der Krankenhausverwaltung wäre sie ihm sonst sicherlich mal über den Weggelaufen″.
Gut kennt Arenhövel dagegen eine Gedenktafel, die nach dem Krieg aus Anlass der öffentlichen Rehabilitierung und postumen Wiederverleihung der Ehrenbürgerrechte an Dr. Pelz im Foyer des Betten-Hochhauses aufgehängt wurde. Sie machte 1991 den Umzug zum Finkenhügel mit. Silvia Kerst von der Abteilung Unternehmenskommunikation der Klinikumsverwaltung bestätigt, dass die Tafel nach wie vor einen prominenten Platz im Eingang des Chefarzt-Traktes ein nimmt. Auch habe das Klinikum im vergangenen Jahr anlässlich des 75. Todestages einen ehrenden Nachruf auf Dr. Pelz auf die Homepage gesetzt.

Bildtext:
Prominent platziert ist die Gedenktafel für Dr. Siegfried Pelz im Klinikum.
Foto:
Michael Arenhövel
Autor:
jod


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