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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Niedrigrekord am Schlosswall
Zwischenüberschrift:
NO2-Grenzwert wird am Neumarkt wohl erstmalig eingehalten
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Das zweite Jahr in Folge ist der Stickstoffdioxidgrenzwert 2020 am Osnabrücker Schlosswall eingehalten worden. Und auch am Neumarkt ist der Ausblick positiv: Dort wird der Grenzwert aller Voraussicht nach erstmalig eingehalten was schon 2010 hätte passieren müssen.

Schlosswall: Kein einziges Mal überschritt der NO2-Wert im vergangenen Jahr die Marke von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (ug/ m³) auf diesen Wert begrenzt die EU das zulässige Jahresmittel seit dem Jahr 2010. Stattdessen steht Ende 2020 der Wert von 31 Mikrogramm sogar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr mit 38 Mikrogramm, wie aus vorläufigen Zahlen des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamts Hildesheim hervorgeht. Seit dem Beginn der Messung im Jahr 2006 (61 Mikrogramm) wurde der Wert am Schlosswall damit nun nahezu halbiert.

Neuer Graben/ Neumarkt: Für die beiden Passivsammler am Neumarkt (straßen- und gebäudenah) liegen bislang nur Daten bis zum 4. Dezember 2020 vor, doch auch dort zeichnet sich ab: Der Grenzwert ist eingehalten worden. Das wäre das erste Mal seit Beginn der Messungen.
Nach elf Monaten liegt das Mittel bei 38, 0 (straßennah) und 36, 7 (gebäudenah) Mikrogramm also im Rahmen. Für den Dezember müsste der Mittelwert bei 63 Mikrogramm liegen, um noch über die maximal erlaubten 40 Mikrogramm zu kommen. Das ist äußerst unwahrscheinlich. Mitte Januar ist mit allen Ergebnissen vom Neumarkt zu rechnen.

Die Jahresmittelwerte der beiden Messpunkte: Der Neumarkt ist das Drehkreuz Tausender Busse täglich. Nach und nach ersetzen die Stadtwerke ihre Diesel- durch E-Busse. Seit Dezember betreiben die Stadtwerke die drei Metrobuslinien M1 bis M3 vollelektrisch. Mittlerweile 35 E-Busse legen an Werktagen rund 7000 Kilometer mit Strom zurück.

Kaum Verkehr beim ersten Lockdown: Die Elektrifizierung der Busflotte ist aber keine Erklärung für den starken Rückgang des Stickstoffdioxids am Schlosswall, denn an der dortigen Messstation fahren keine Busse vorbei. Allerdings dürfte der Corona-Lockdown ab dem 23. März eine Rolle gespielt haben. In den ersten Wochen hatte der Verkehr stark abgenommen, und die Monate April und Mai waren am Schlosswall mit je 26 Mikrogramm NO2 die emissionsärmsten des Jahres.

Klage droht nicht mehr: Schon vor Jahren hatte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) der Stadt Osnabrück mit einer Klage wegen der zu hohen NO2-Werte gedroht und dies im April vergangenen Jahres wahr gemacht. Die Stadt konnte die DUH dann doch noch überzeugen, mit ihren Maßnahmen den Grenzwert einzuhalten. Letztlich zog die Umwelthilfe ihre Klage am Oberverwaltungsgericht Lüneburg im Oktober zurück.
Autor:
Jörg Sanders


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