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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Ein Stadtteil und seine vielen Pluspunkte
Zwischenüberschrift:
Redaktion vor Ort an der Rehmstraße: Anwohnerparken nicht gewollt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Nicht alle Stadtteile werden von ihren Bewohnern so gelobt wie die Wüste: Die Nahversorgung ist gut, das Zentrum in wenigen Minuten zu erreichen, und außerdem gibt es jede Menge Spiel- und Sportplätze. Diese Pluspunkte nannten am Freitag die Besucher der Redaktion vor Ort an der Rehmstraße.
Ursel Sandau wohnt seit 33 Jahren an der Wüstenstraße, davor war die 80-Jährige einige Jahre an der Wiesenbachstraße zu Hause. Die Wüste habe sich zum Vorteil verändert, sagte sie an der mobilen Redaktion vor dem Eingang des Edeka-Marktes. Jetzt sind da so schöne Häuser, wo vorher Matschplätze waren″, erinnerte sie an die Nachkriegszeit. Damals habe es auch öfter Hochwasser gegeben, als der Pappelgraben noch nicht so viel Wasser aufgenommen habe. Ursel Sandau bedauert, dass das Viertel veraltet″, wie sie sagt. Gut findet sie, dass in der Wüste jetzt die Nachbarschaftshilfe besser sei.
Eng verbunden mit dem Stadtteil ist auch Hermann Bröcker, Seniorchef der gleichnamigen Bäckerei an der Rehmstraße 14. Der Familienbetrieb mit zehn Beschäftigten versorgt das Viertel und treue Kunden aus anderen Stadtteilen mit Brot, Torten und Pralinen. Anders als in vielen anderen Unternehmen ist die Nachfolge geregelt. Michael Bröcker wird die Geschäfte von seinem Vater übernehmen. Sorgen bereiten den beiden die Pläne der Stadtverwaltung, zwischen Wall und Parkstraße das Anwohnerparken einzuführen. Das sei schlecht für alle Geschäfte, meint Hermann Bröcker. Er setzt sich dafür ein, dass die Kunden weiter direkt vor der Ladentür parken können.
Michael Becker hat damit keine Probleme. Er wohnt seit zehn Jahren in der Wüste an der Kiwittstraße, nur 50 Meter vom Edeka-Markt entfernt. Wenn mal etwas in der Küche fehlt, kann er schnell zu Fuß zum Einkaufen gehen. Die gute Nahversorgung sei eine absolute Stärke des Stadtteils.
Rüdiger Kuhlmann ist im Schinkel zu Hause. Der 57-Jährige war am Freitag zu Besuch in der Wüste. Meine Eltern wohnen hier″, sagte er. Ihm gefällt, dass es hier nicht so urban, so groß und so anonym″ sei. Auch Claudia Rösner findet alles schön″ in der Wüste. Die vielen Spielplätze für ihre Kinder (wieder Bolzplatz am Hoffmeyerplatz) gefallen der 38-Jährigen besonders gut. Die neun-jährige Laura Maria Maia Figueiras findet die Spielplätze ebenfalls klasse und dass sie so schnell im Schlossgarten ist.
Nach dem Westerberg und dem Katharinenviertel kann man hier am besten wohnen″, sagte Jan-Hendrik Weitkamp. Und die Mieten sind bezahlbar.″ Und welche Pluspunkte gibt es noch? In der Wüste gibt es das beste griechische Restaurant der Stadt und die netteste Kassiererin in ganz Osnabrück, meinte ein fröhlicher Zeitgenosse im Vorübergehen.

Bildtext:
Vor dem Edeka-Markt an der Rehmstraße unterhielten sich gestern (von rechts) Michael Becker, Lucia Schauwecker und NOZ-Redakteur Holger Jansing.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
dt, jan


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