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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Grüne Finger nicht weiter zubauen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Das war knapp: Ja zum Grundstückskauf″ und dem Kommentar Etwas mehr Vertrauen, bitte″ von Wilfried Hinrichs (Ausgabe vom 16. Dezember).

Wilfried Hinrichs fordert in seinem Kommentar mehr Vertrauen in das weitere Vorgehen der Stadtverwaltung bei der geplanten Bebauung eines Teils der Eiswiesen. Bezüglich des weiteren Vorgehens mag er recht haben. Aber dass dort überhaupt gebaut werden soll, ist eine Vertrauen untergrabende Fehlentscheidung des Rates unserer Stadt. Der Rat hat mit Stimmen von CDU und SPD beschlossen, dass in sattsam bekannter Salamitaktik wieder ein Scheibchen von einem unserer grünen Finger abgeschnitten wird.
Im Jahr 2007 hat man dort, bei den Eiswiesen, schon einmal ein Scheibchen abgeschnitten. Damals hat die CDU den Grünen und der damals noch widerwilligen SPD zugesagt, dass es das letzte Scheibchen sein soll. Das ist heute das Geschwätz von gestern. [...] Klar, es gibt aktuell einen enormen Bedarf an bezahlbaren Mietwohnungen. Also sollen pro Jahr 600 Wohnungen gebaut werden. Da es im Stadtgebiet kaum noch frei verfügbare Flächen gibt, entstehen Begehrlichkeiten, die sich auf die grünen Finger richten: Nur ein kleines Scheibchen, und man werde dafür sorgen, dass die Kaltluftpotenziale nicht beeinträchtigt werden, so wird uns gesagt.
Das kann man vielleicht noch glauben. Aber auch im nächsten Jahr sollen 600 Wohnungen gebaut werden und im übernächsten und so weiter. [...] Also sollte eine vorausschauende, vertrauenswürdige Politik die grünen Finger nicht weiter zubauen. Dann muss man die Flächen für den dringend erforderlichen Wohnungsbau nicht in, sondern zwischen den grünen Fingern finden. Man könnte Flächen innerhalb der Bebauungsachsen umwidmen. Am Neumarkt entwickelt sich etwas in die richtige Richtung. Vielleicht kann man am Güterbahnhof noch etwas erreichen. Die Stadt könnte auch sternförmig, entlang der Bebauungsachsen, expandieren. Das könnte gelingen, wenn endlich die Verkehrswende ernsthaft begonnen wird. Entlang von schnellen Stadtbahnlinien ins Umland auch über die Stadtgrenzen hinaus könnten neue Wohngebiete entstehen. So wird es zum Beispiel in Freiburg gemacht. [...]″
Dr. Wolfgang Seyfert
Osnabrück

Bildtext:
Etwa 50 Demonstranten protestierten vor der Ratssitzung Mitte Dezember gegen den Kauf und die Teilbebauung einer Grünfläche in der Gartlage. Die Entscheidung im Rat stand für einen Moment auf der Kippe und fiel denkbar knapp aus.
Foto:
Pentermann
Autor:
Dr. Wolfgang Seyfert


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