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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Umweltschutz hat das Nachsehen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Die Konflikte sind schon vorgezeichnet So sollen Osnabrücks grüne Finger vor dem Salami-Schicksal bewahrt werden″ (Ausgabe vom 28. November).

Wie im Artikel treffend aufgezeigt wird, muss sich Osnabrück auf das Konzept der grünen Finger von 1926 rückbesinnen, um Kaltluftströme zu erhalten, um den bereits vorhandenen Auswirkungen des Klimawandels auch in unserer Stadt zu begegnen. Außerdem braucht es jede grüne Fläche, um die unabdingbaren Klimaziele (CO2-Reduktion) nur ansatzweise zu erreichen und um die Natur nicht in der angesprochenen , Salamischeiben-Taktik′ zu zerstückeln.
Ich bin Bewohnerin des Gebietes in der Knollstraße, wo, wie auch in zahlreichen anderen Gebieten der Stadt (zum Beispiel Eselspatt, Schinkel-Ost, Eversburg) gerade unter dem Bedürfnis der Gewerbegebiets- und Wohnraumbeschaffung die von Rainer Lahmann-Lammert dargestellte Zerstückelung eines schützenswerten Grünlandes, Erholungsgebietes, Kaltluftentstehungsgebietes und Biotopes stattfindet. Wie im Artikel angesprochen, versuchen auch wir (eine Bürgerinitiative des Gebietes um die Knollstraße) aufzuschreien. Doch es scheint ein Kampf gegen Windmühlen zu sein.
Auf den Antrag eines Investors wurde das betroffene Gebiet von dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in Bauland umgewandelt, ohne dass zuvor die Auswirkungen für Klima und Umwelt ausreichend begutachtet wurden. In der Abfolge des politischen Vorgehens hat der Umweltschutz leider nur das Nachsehen. Es gibt in der Stadtentwicklung keine Reihenfolge, die dem Umweltschutz Vorrang gibt. Die Stadt spielt den Investoren ihre Schätze in die Hände und verliert dabei das von Prof. Hubertus von Dressler benannte , Tafelsilber′.
Die lobenswerten grünen Projekte (zum Beispiel das dargestellte Projekt , Grüne Finger für eine klimaresiliente Stadt′ von Stadt und Hochschule Osnabrück) laufen nebenher und werden durch vorschnelles Handeln an anderer Stelle boykottiert.
Bezahlbare Wohnraumbeschaffung muss stattfinden, jedoch nicht auf Kosten des Stadtklimas oder des Natur- und Umweltschutzes. Doch für die Grünoase hinter der Knollstraße ist es noch nicht ganz zu spät. Dafür müsste jedoch der Beschluss vom 29. Oktober 2020 unter Berücksichtigung der naturschützenden Wirkung rückgängig gemacht werden.
Denn es hilft keine , kleinere Bebauung oder grüne Schönheitskorrektur am Ende′, wenn das Grüngebiet dafür zerstückelt wird und durch die Versiegelung vielerorts in Osnabrück das einstmals gelungene Konzept der grünen Finger ausgehebelt wird. [...]″
Heike Tennstädt
Osnabrück

Bildtext:
Kämpfen für den Erhalt von Grünflächen: Auch südlich der Knollstraße will die Stadt im grünen Finger Sandbachtal Wohnungen bauen.
Archivfoto:
Jörn Martens
Autor:
Heike Tennstädt


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