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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wird die Johannisstraße 2022 fertig?
Zwischenüberschrift:
Ehrgeiziger Zeitplan lässt wenig Spielraum für Verzögerungen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Stadt Osnabrück hat den Anliegern der Johannisstraße etwas versprochen: Im September 2021 soll der Neubau beginnen. Der Rat hat im Dezember das Geld freigegeben und zugleich die Planer unter noch größeren Zeit- und Erfolgsdruck gesetzt.
Das kommt nicht von ungefähr: Die Johannisstraße hat in den vergangenen Jahren unter immer neuen Baustellen und unerfüllten Erwartungen gelitten. Als Oberbürgermeister Wolfgang Griesert 2019 den geplanten Umbau des Neumarktes und der Johannisstraße stoppte, weil Probleme mit dem Beton auftraten, wurde die Johannisstraße von der weiteren Neumarkt-Planung abgekoppelt und bekam Priorität. Es folgten ein Sofortprogramm mit kleinen kosmetischen Korrekturen und die Zusage, dass im September mit der Runderneuerung begonnen und die Straße 2022 fertiggestellt wird. Das ist ein ehrgeiziger Zeitplan.

Rat hat Weg frei gemacht

Der Rat hat in seiner Sitzung Anfang Dezember 1, 8 Millionen Euro für das Projekt freigegeben. Die Bauverwaltung soll dem Stadtentwicklungsausschuss schon zur Sitzung am 4. Februar 2021 eine beschlussreife Gestaltungsplanung vorlegen.
Um keine Zeit zu verlieren, wollte die Bauverwaltung die Bushaltestellen in der Planung aussparen. Doch dagegen legte die SPD ein Veto ein und bekam dafür im Rat eine Mehrheit. Die Johannisstraße zu erneuern, ohne die Bushaltestellen zu erstellen, kommt für uns nicht infrage″, so der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Heiko Panzer. Und SPD-Ratsfrau Susanne Hambürger dos Reis ergänzte: Viel zu lange müssen Einzelhändler, Gastronomen und Dienstleister in der vorderen Johannisstraße schon mit Provisorien leben. Die Straße ist phasenweise eine begehbare Baustelle, wieder halbe Sachen zu machen geht gar nicht.″
Das Konzept sieht vor, den Straßenraum zwischen Seminarstraße und Neumarkt von 7, 25 Meter auf neun Meter zu verbreitern, damit Busse sich überholen und Rettungsfahrzeuge an den Haltestellen die Busse passieren können. Insgesamt sieben Haltestellen sieht das 2018 erstellte Konzept an dieser Ecke vor, wobei die Länge der neuen E-Busse bereits berücksichtigt wurde.

Häuser mit Arkaden

Bei neun Meter Straßenbreite bleiben an den Seiten nur jeweils drei Meter für Fußgänger. Dies entspricht nicht unbedingt den Anforderungen einer Geschäftsstraße″, räumt die Verwaltung in der Vorlage für den Rat ein. Insbesondere an den Bushaltestellen würden Wartehäuschen, Warenauslagen, abgestellte Fahrräder, Mülltonnen oder Mobiliar zu Behinderungen führen, die einen Bummel durch die Straße erschwerten. Verschärft würden die beengten Verhältnisse durch wartende und ein- oder aussteigende Fahrgäste.
Die SPD schlägt deshalb vor, die neuen Gebäude an den Bushaltestellen und zum Neumarkt hin mit Arkaden zu bauen, damit ausreichend Platz für Fußgänger entsteht. Der Bau der Johannis-Höfe böte die Chance dazu.
Nicht entschieden ist, ob die Bushaltestelle an der Johanniskirche erhalten bleibt. Die Verkehrsbetriebe wollen sie, die Stadtplaner lieber nicht, weil sie den Denkmalschutz stören und ein barrierefreies Überqueren der Straße erschweren würde. Außerdem würde eine Haltestelle vor dem Caritas-Gebäude die Einfahrt auf den Parkplatz im Hinterhof blockieren.

Nur noch Flickwerk

Die Anlieger der Johannisstraße haben in den vergangenen Jahrzehnten einiges ertragen müssen. Fünfmal 1988, 1994, 1997, 2001 und 2003 musste das Pflaster erneuert oder ausgetauscht werden, weil der Busverkehr tiefe Spurrillen hinterlassen hatte. Es folgte 2013 der Tunnelabriss am Neumarkt, 2018 begannen die Stadtwerke mit der Erneuerung der Kanalisation. Seither ist die Straße nur noch Flickwerk. Die Schrottimmobilien, die mal einem Einkaufszentrum weichen sollten, ziehen das Quartier zusätzlich herunter.
Nun ruhen die Hoffnungen auf einer schnellen Umsetzung der Straßenbaupläne und dem Bau der Johannis-Höfe durch die Lindhorst-Gruppe.

Bildtext:
Es wird Zeit: Die Johannisstraße soll möglichst schnell erneuert werden. Angepeilter Baubeginn: September 2021.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Wilfried Hinrichs


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