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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warten auf die Bahnunterführung in fünf Jahren
Zwischenüberschrift:
An den Schranken auf der Atterstraße in Osnabrück braucht es eine Menge Geduld
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wenn die Schranken den Weg versperren: Es dürften zusammengezählt viereinhalb Stunden am Tag sein, in denen Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer auf der Atterstraße warten müssen, bis der Zug vorbeigefahren ist. Die Stadt plant eine Unterführung. Wie geht es nun weiter?
Die Forderung nach einer Bahnunterführung für die Atterstraße ist bereits mehr als vier Jahrzehnte alt und sie wurde im Laufe der Jahre lauter. Mit dem Warten sind auch gefährliche Situationen verbunden. Anwohner beobachten immer wieder, dass Rettungswagen mit Blaulicht warten müssen.

Kosten: Zehn Millionen

Im vergangenen Jahr gab die Stadt das Signal: Die Unterführung soll kommen. Für die Kosten vermutlich zehn Millionen Euro kommen demnach die Stadt, das Land und die Bahn jeweils zu einem Drittel auf.
Sigrid Leimkuhle, die in der Nähe wohnt, berichtete nun im Bürgerforum für die Stadtteile Eversburg und Hafen von einem noch weiter gestiegenen Verkehrsaufkommen während der Corona-Pandemie. Sie vermutet, dass auch das wachsende Landwehrviertel zu mehr Verkehr geführt hat und weiter führen wird. Die Anwohnerin sprach von geradezu endlos langen Schlangen vor dem Bahnübergang in beide Richtungen″. Außerdem erhöhe sich der Stress am Bahnübergang wegen technischer Störungen beim Öffnen der Schranken.
SPD-Ratsherr Heiko Panzer und Ulla Groskurt vom Bürgerverein Eversburg wollten im Bürgerforum wissen, wie weit die Pläne für die Unterführung inzwischen gediehen sind. Franz Littwin vom Fachbereich Städtebau berichtete, dass die bevorzugte Variante mit einem beträchtlichen Grunderwerb″ verbunden sei. Die Stadt sei mit den Eigentümern im Gespräch. Panzer fragte nach: Besteht denn eine Verkaufsbereitschaft? Oder wird sich das um ein weiteres Jahr verzögern?
Littwin antwortete, dass die Eigentümer dem Vorhaben offen gegenüberstünden. Und: Sofern eine Einigung erzielt werden kann, wird die Planung im Zuge eines Bebauungsplanverfahrens veröffentlicht und vertieft.″ Die Verwaltung arbeite an einem neuen Flächennutzungskonzept. Der Bebauungsplan sei im Februar oder März kommenden Jahres zu erwarten.

Nachfrage bei der Bahn

Auf Heiko Panzers Frage nach einem konkreten Zeitplan erläuterte Littwin, dass eine detaillierte Planung üblicherweise knapp eineinhalb Jahre dauere. Ein besonderer Vorlauf sei jedoch für die Koordination mit der Deutschen Bahn erforderlich: Die Sperrpause für den Eisenbahnverkehr müsse mindestens drei Jahre im Voraus beantragt werden. Das bedeute: Ein Baubeginn vor dem Jahr 2025 ist somit kaum zu erwarten.″
Heiko Panzer interessierte sich auch dafür, wie es um die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn bestellt ist: Ist sie dem Vorhaben gegenüber positiv gestimmt? Ja, dies sei der Fall, berichtete Littwin. Er sprach von Routineterminen″ mit Akteuren der Stadt und der Bahn. Dabei gehe es um den jeweiligen Sachstand.
Für die Anwohner bedeutet dies, dass ihre Forderung nach einer Bahnunterführung etwa 50 Jahre alt sein wird, bis sie schließlich verwirklicht wird.

Bildtext:
Warten auf eine Bahnunterführung: Situationen wie diese soll es in einigen Jahren nicht mehr geben. Die Stadt plant einen Tunnel für die Atterstraße.
Foto:
Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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