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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
So ruhig war Silvester lange nicht mehr
Zwischenüberschrift:
Kaum Verstöße, kaum Feinstaub / Polizei löst Party auf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Statt mit Funkenhimmel, Böllerlärm und ausgelassenen Feiern begingen die Osnabrücker den Jahreswechsel weitgehend ruhig im privaten Kreis. Nur vereinzelt waren Menschen unterwegs, um kleine Feuerwerke zu zünden. Verkaufsverbote und Einschränkungen für das Abbrennen von Knallkörpern zeigten überall Wirkung.
Es wurde festgestellt, dass die Corona-Regeln in sehr hohem Maße eingehalten wurden″, heißt es im Bericht der Polizei. Eine Ausnahme gab es aber doch: Am Finkenweg mussten die Ordnungshüter eine private Feier mit zwölf Teilnehmern aus verschiedenen Haushalten auflösen. Die Partygäste, alle im Alter zwischen 16 und 19 Jahren, erhielten Platzverweise und Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Walzertanz mit Abstand

In weiten Teilen der Innenstadt war das Abbrennen von Pyrotechnik grundsätzlich verboten, und auch Menschenansammlungen durften nicht stattfinden. Polizei und Ordnungsamt kontrollierten die Corona-Vorschriften zu Silvester mit erhöhtem Aufgebot. Vor dem Rathaus zündete ein Mann ein Bodenfeuerwerk, wurde vom Ordnungsamt der Stadt aber sofort zur Rechenschaft gezogen. Ansonsten beliebte Treffpunkte für Silvester wie der Schlossgarten oder der Neumarkt blieben menschenleer und wurden nur von einzelnen nächtlichen Spaziergängern aufgesucht.
Eine Ausnahme stellte der traditionelle Osnabrücker Walzertanz nach Mitternacht dar. Denn trotz der vielen Einschränkungen dieses Jahres ließen sich Tanzbegeisterte diese Tradition nicht nehmen. Kleiner als sonst und coronakonform mit Abstand und Maske lud die Walzermusik in der Krahnstraße zum Tanzen ein.
Anna und Igor Gabenku freuten sich über die Walzertradition zu Silvester, die das Ehepaar auch schon in Rom erlebt hatte. Markus Wobbe, der erstmals beim Walzertanz mitmachte, wies auf das Verantwortungsbewusstsein der Osnabrücker hin: Es ist wenig los in der Stadt, und ich freue mich, dass sich alle an die Vorschriften halten.″
Diese Ansicht teilten auch die Freunde Friederike Niepert, David Bensmann und Julia Hollmann, die mit Wunderkerzen die besondere Stimmung auf dem Markt genossen. Zufrieden über die Einhaltung der Auflagen äußerte sich auch Friederike Niepert: Wir wohnen hier direkt um die Ecke und hätten nicht gedacht, dass so wenig los ist heute″, meinte sie.
Vielerorts deutete nur ein entferntes Grollen darauf hin, dass Silvester war. Während es in der Innenstadt wegen des Feuerwerksverbots verhältnismäßig ruhig blieb, ließen es einige Böllerbegeisterte zum Jahreswechsel außerhalb der Tabuzonen trotzdem krachen.
Insgesamt mussten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte aber deutlich weniger Einsätze fahren. Laut Polizeiangaben blieb es im Vergleich zu den Silvesternächten der Vorjahre sehr ruhig, und es wurden keine gravierenden Verstöße oder Auffälligkeiten gemeldet. Und anders als sonst dürfte sich auch die Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel in Grenzen gehalten haben.

Bildtext:
Das war nicht zulässig: Vor dem Rathaus zündete ein Mann ein Bodenfeuerwerk und wurde dafür auch sofort vom Ordnungsamt der Stadt zur Rechenschaft gezogen.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Johannes Fölling


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