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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Pleite bedroht Neumarkt-Plan nicht
 
Bergmann-Pleite berührt Neumarkt nicht
 
Hase-Center stößt in der Politik auf Skepsis
Zwischenüberschrift:
Insolvenzverwalter bemühen sich um Fortführung – „Unglaubliche Datenfülle″
 
FDP: Klasse Idee, aber nicht realistisch
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Die Insolvenz des Osnabrücker Immobilienkaufmanns Theodor Bergmann stellt keine Gefahrfür die Center-Entwicklung am Neumarkt dar. Darauf wies gestern Nils Perpeet vom Essener Projektentwickler mfi hin. Bergmann und mfi haben eine gemeinsame Gesellschaft unter dem Namen Neumarkt 14″ gegründet. Der Fall einer Insolvenz sei im Gesellschaftervertrag eindeutig geregelt, versicherte Perpeet, ohne Details nennen zu wollen. Die Planungen würden nicht behindert. Am Dienstag hatte das Amtsgericht Osnabrück die Verwaltung des Vermögens von Theodor Bergmann angeordnet. Auch zwei Gesellschaften der Bergmann-Gruppe sind von der Insolvenz betroffen die T.E.B Grundstücksgesellschaft mit Sitz in Osnabrück und die B & B Projekt GmbH mit Sitz in Hamburg

OSNABRÜCK. Die Planungen für das Neumarkt-Einkaufszentrum werden von der Bergmann-Pleite nicht beeinträchtigt. Das versicherte am Donnerstag der Projektplaner Nils Perpeet vom Centerentwickler mfi.

Das Essener Unternehmen mfi (Management für Immobilien) hat mit Theodor Bergmann eine gemeinsame Gesellschaft unter dem Namen Neumarkt 14″ gegründet. Neumarkt 14 ist die Adresse von Bergmanns grünem Eckhaus an der Einmündung Johannisstraße. Für diesen Fall gibt es Regelungen im Gesellschaftervertrag″, sagte Nils Perpeet. Die weiteren Planungen werden nach seinen Worten überhaupt nicht behindert″.
Das Insolvenzverfahren betrifft Theodor Bergmann persönlich. Mit in den Insolvenzsog geraten sind inzwischen zwei Bergmann-Gesellschaften die T.E.B Grundstücksgesellschaft GmbH & Co KG mit Sitz am Nikolaiort in Osnabrück und die B & B Projekt GmbH mit Sitz in Hamburg. Betroffen sind sieben Mitarbeiter, die für die B & B Projekt GmbH arbeiten. Unter Vermögensverwaltung stehen Bergmann-Immoblien in Osnabrück, Oldenburg und Berlin.
Die Insolvenzverwalter Thorsten Fuest aus Bielefeld, der sich um die zahlungsunfähigen Gesellschaften kümmert, und Shenja Schillgalis aus Osnabrück, die Bergmanns persönliche Insolvenz steuert, bemühen sich zurzeit um einen Überblick über das Firmengeflecht. Es sei eine unglaubliche Datenfülle″ zu verarbeiten, sagte Rechtsanwältin Shenja Schillgalis. Bis Ende der Woche will sie nach eigenen Angaben einen Datenpool″ zusammengetragen haben, um auf dieser Basis eine Aussage über die Sanierungsaussichten zu treffen. Eine Prognose wagte sie gestern nicht. Aber: Ziel sei eindeutig die Sanierung und Fortführung des Geschäfts, betonte die Rechtsanwältin. Die organisatorischen Abläufe seien stabil″, die Miet- und Pachtverträge selbstverständlich weiter gültig. Kommende Woche werde klar sein, ob die kurzfristigen Mieteinnahmen genügten, um die Kosten zu decken und den Betrieb fortzuführen. Ich sehe im Moment keine Anhaltspunkte, dass das nicht funktionieren sollte″, sagte Shenja Schillgalis. Sie steht nach eigenen Worten in engem Kontakt mit ihrem Kollegen Thorsten Fuest, der als vorläufiger Insolvenzverwalter das Vermögen der T.E.B. Grundstücksgesellschaft und B & B Projekt GmbH betreut. B & B ist an der T.E.B. als Kommanditistin beteiligt. Geschäftsführer bei der Gesellschaften ist Bergmann.
Wir wollen die Sanierungsstrategie fortsetzen, die schon vor der Insolvenz begonnen wurde″, sagte Thorsten Fuest. Er betrachte das Insolvenzverfahren als Restrukturierungsinstrument″, das die Sanierung letztlich vereinfache.
Ähnlich hatte sich Theodor Bergmann am Dienstag geäußert: Er hoffe, in wenigen Tagen oder Wochen eine Lösung präsentieren zu können″. Nach dem Ausstieg einer Großbank hatte eine geplante Umfinanzierung nicht schnell genug abgewickelt werden können. Eine andere Bank stehe bereit, sagte der Immobilienkaufmann.

OSNABRÜCK. Die Pläne des Schuhgroßhändlers Hamm, an der Hase ein Einkaufszentrum zu bauen, stoßen in der Politik auf ein verhaltenes Echo. Die Idee ist klasse, aber wohl leider nicht zu realisieren″, sagte FDP-Fraktionschef Thomas am Donnerstag.
Die Liberalen sind die Einzigen, die sich deutlich positiv zu dem Projekt äußern. Schade, dass es städtebaulich wohl nicht zu machen ist″, so Thiele weiter. Er begrüße es sehr, wenn Osnabrücker Investoren sich Gedanken über die Stadtentwicklung machten und sich engagierten.
Der Geschäftsführer der Hamm-Gruppe, Matthias Händle, arbeitet seit Monaten an der Idee, hinter Galeria Kaufhof zwischen Möserstraße und Großer Straße ein Shopping-Center zu realisieren. Die Verkaufsfläche soll bei 12 000 bis 14 000 Quadratmeter liegen. Das wichtigste Grundstück steht aber nicht zur Verfügung: Die Firma Meinders und Elstermann hat dem Projektplaner eine Absage erteilt. Die Aufgabe dieses Standortes sei für das Unternehmen wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Als Projektentwickler sitzt Deutschlands größtes Center-Unternehmen ECE mit im Boot. Dessen Sprecher Christian Stamerjohanns bat um Verständnis, dass wir der artige Marktgerüchte grundsätzlich nicht kommentieren″. Es sei kein Geheimnis, dass ECE sehr gern in Osnabrück präsent wäre.
Katharina Pötter (CDU) sagte, die Größenordnung des geplanten Centers liege auf Linie der CDU-Forderung. Ein Einkaufszentrum mit direkter Anbindung an die Große Straße wäre der Stadt gewiss dienlicher als ein Center auf der anderen Seite des Neumarktes. Wir warten ab, bis detaillierte Pläne vorliegen″, sagte Pötter. Dass es an der Möserstraße auch städtebaulichen Handlungsbedarf gebe, sei ja nicht zu übersehen.
Frank Henning (SPD) findet es spannend″, dass jetzt mit ECE und mfi zwei Centerentwickler um Osnabrück konkurrieren. Das zeige, wie stark der Standort eingeschätzt werde. Henning sieht in dem Engagement von Hamm ein hohes Eigeninteresse, da die Hamm-Reno-Gruppe an der Großen Straße ihre Hauptfiliale betreibe. Ein Hase-Center würde das städtebauliche Problem Neumarkt nicht lösen und die Johannisstraße weiter abhängen, sagte Henning.
In diesem Sinne äußerte sich auch Michael Hagedorn (Grüne). Das Neumarkt-Center sei Mittel zum Zweck″, um den Neumarkt aufzuwerten. Ein Hase-Center wäre deshalb keine Alternative. Außerdem sieht Hagedorn die Gefahr einer zu großen Zentralisierung und Monopolisierung″ im Umfeld des Modehauses L+ T.
Hamm-Geschäftsführer Matthias Händle ist Mitglieddes L+ T-Beirates. Das Stammhaus des Schuhgroßhändlers liegt an der Georgstraße. Außerdem besitzt die Immobiliengesellschaft der Familie Hamm das frühere C & A-Gebäude an der Möserstraße.

Bildtext:
Galeria Kaufhof wäre ein Ankermieter im geplanten Hase-Center.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Wilfried Hinrichs


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