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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ratsmehrheit stimmte für Verschwenkung Lotter Straße
Zwischenüberschrift:
Tunnel oder Brücke werden noch überlegt
Artikel:
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Originaltext:
Nach über einstündiger Debatte , bei der Befürworter und Gegner quer durch die großen Fraktionen gingen, stimmte der Rat gestern abend mit 30 gegen 18 Stimmen der im Bebauungsplan Nr. 113 vorgesehenen Verschwenkung der Lotter Straße zu, die in Höhe des Arndt-Gymnasiums abknicken und zwischen beiden Museen hindurch direkt zur Dielingerstraße führen soll. Die Verabschiedung erfolgte unter der Voraussetzung, daß die Möglichkeiten eines Tunnels oder einer Brücke für Fußgänger an der Kreuzung Wall und Dielingerstraße/ Lotter Straße noch überlegt werden sollen.

Gegen zwölf Stimmen abgelehnt wurde auch ein von Dr. Ohlms (CDU) inhaltlich gestützter Antrag der FDP, die Verabschiedung dieses Planes auszusetzen, bis mindestens nach einem Jahr nach Ausbau der Dielingerstraße die Notwendigkeit einer Verschwenkung beurteilt werden könne.
Für den Planungsausschuß gab Vorsitzender Erpenbeck bekannt, daß sich zahlreiche Bedenken und Anregungen bei einem Plan überschnitten hätten, aber alle Gesichtspunkte ausführlich diskutiert worden seien. Zu den Einwendungen des Dezernats für Denkmalspflege erklärte er u.a., daß jede andere denkbare Lösung mehr Hausabbruch als diese (Einhornapotheke und Nachbargebäude) erfordert hätten. Für die Museen sei keine Substanzgefährdung erkennbar; ähnliche Abstände zum Verkehr seien in der Innenstadt üblich.
Der Ausschuß wies auch den Vorwurf der Preisgabe städtebaulicher Bedeutung historischer Baudenkmale zurück, weil das Akzisehaus seine ursprüngliche Funktion verloren habe. Eine " Verkehrsinsel" werde hier nicht entstehen, weil die Grünfläche vor dem Stüvehaus bis zum Akzisehaus durchgezogen werde. Der historische Stadtgrundriß bleibe erhalten durch die Konzentrierung des Verkehrs auf die Dielingerstraße und die Freihaltung von Nachbarbereichen. Erpenbeck: " Denkmalspflege darf nicht Selbstzweck sein, sondern hat dem Menschen zu dienen."

Seiner Behauptung, der Plan sei Teil des modifizierten Sanierungskonzepts und nur die Verschwenkung könne die schwierige Verkehrssituation an dieser Stelle lösen, stimmte auch Oberbürgermeister Weber zu: " Was wir beschließen, sind Auswirkungen von Sanierungsbeschlüssen, die wir vor sechs oder sieben Jahren gefaßt haben. Wir können uns jetzt vor der Verantwortung drücken." Es gibt gute Argumente dafür und dagegen, doch erstere überwiegen." Auch Beigeordneter Haas meinte, die Bürger hätten kein Verständnis, wenn diese Maßnahme aus dem Gesamtkomplex herausgenommen und in der Hälfte abgebrochen wird.
Die Gegner der Verschwenkung (Erpenbeck: " Die privatrechtlichen Bedenken des Museumsvereins können nicht Inhalt dieses Verfahrens sein") führten u. a. an, die erforderlichen 6 Millionen besser für Lösungen an anderen Punkten einzusetzen (Dr. Ohlms), die Lösung der Verkehrsprobleme würden durch eine Verschwenkung erschwert (Beigeordneter Möller), eine ebenerdige Fußgängerführung verursache Verkehrsstaus (Dr. Freudenberg), eine Entscheidung aufgrund von Hypothesen und nicht bewiesenen Behauptungen sei abzulehnen (Ratsherr Petersson) oder die Entscheidung solle ausgesetzt werden, da eine Herauszögerung durch Gerichtsverfahren möglich sei (Beigeordneter Dr. Schneller).
Autor:
H.


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