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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Jedes Jahr 350 Tonnen CO2 eingespart
Zwischenüberschrift:
Osnabrücks größte Solaranlage soll noch größer werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Osnabrücks derzeit größte Solaranlage ist 10 000 Quadratmeter groß. Die Bohnenkamp AG hat rund 700 000 Euro in das Projekt investiert. Mit der Anlage kann das Unternehmen rund 25 Prozent des Energiebedarfs selbst decken. Im kommenden Jahr soll eine zweite Anlage in gleicher Größe installiert werden.
Ungünstiger hätte das Wetter wohl kaum sein können: Trotz geringstmöglicher Sonneneinstrahlung hat die Bohnenkamp AG der Öffentlichkeit jetzt Osnabrücks mit 10 000 Quadratmeter Fläche bisher größte Solaranlage präsentiert. Im Beisein von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert stellten Bohnenkamp-Vorstand Michael Rieken und Alexander Gutsch von Goldbeck-Solar das Bauprojekt am Logistik-Standort des Automobilteile-Händlers in der Dieselstraße vor. Umfassende Unterstützung hatte das Projekt auch durch den Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz der Stadt bekommen, für den Ute Fritsch-Riepe und Detlef Gerdts mit am Tisch saßen.
Vorstand Rieken zeigte sich besonders erfreut über die kurze Bauzeit von nur zwei Monaten. Anfang Oktober waren die Baumaßnahmen gestartet. Seit 30. November produziert die Anlage Strom, der zu 80 Prozent vom Unternehmen selbst genutzt wird und damit rund 20 bis 25 Prozent des Eigenbedarfs deckt.
Für ein Großhandelsunternehmen wie Bohnenkamp sind die Energiekosten ein wesentlicher Faktor. Mit der neuen Fotovoltaikanlage können wir nun rund 25 Prozent unseres Energiebedarfs selbst decken. Diese Autarkie möchten wir im kommenden Jahr durch die geplante Installation einer zweiten Anlage in gleicher Größe auf 40 Prozent erhöhen. Darüber hinaus optimieren wir die internen Arbeitsprozesse für eine effiziente Nutzung der Fotovoltaikanlage. Wir prüfen beispielsweise, inwieweit das Laden der Batterien unserer 60 elektrisch betriebenen Gabelstapler von nachts auf tagsüber verlegt werden kann also in die Zeit, in der unsere Anlage den meisten Solarstrom erzeugt″, so Rieken.
Die Fotovoltaikanlage stelle zudem einen wichtigen Meilenstein im Klimaschutz- und Nachhaltigkeitskonzept der Bohnenkamp AG dar. Dazu gehören auch das Heizen mit Erdwärme und die Umrüstung der Hallenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik.

In Zahlen

Für die Installation zeichnet das Bielefelder Unternehmen Goldbeck Solar verantwortlich. Vertriebsleiter Alexander Gutsch führte die Anwesenden durch die Kerndaten der Anlage, die mit 10 000 Quadratmetern auf den Hallen 5 und 6 des Logistik-Standorts die größte in ganz Osnabrück darstellt.
Das Investitionsvolumen lag bei rund 700 000 Euro. Nach acht Jahren schon soll die Anlage sich amortisieren. Davon geht Vorstand Rieken aus.
Verbaut wurden insgesamt 2082 Solarmodule. Die Gesamtlast liegt bei rund 1, 5 Tonnen, die installierte Tagesleistung bei 749, 52 kWp (Kilowatt Peak). Eingespart werden dank der Solaranlage laut Gutsch künftig jährlich rund 350 Tonnen CO2. Das entspricht in etwa der Einsparung von 71 500 Liter Heizöl pro Jahr. Um diese Menge CO2 in zehn Jahren der Atmosphäre zu entziehen, müssten wir über 28 000 Buchen pflanzen″, so Gutsch. Versorgen könnte die Anlage auch 200 Vier-Personen-Haushalte.
Für die geplante Laufzeit sind rund 30 Jahre vorgesehen. 2021 soll eine Ausbauphase in Angriff genommen und die Fläche möglicherweise verdoppelt und somit auf 20 000 Quadratmeter vergrößert werden.

Griesert: Vorbildcharakter

OB Griesert wies mit Blick auf die rund 90 000 gewerblichen und privat genutzten Gebäude Osnabrücks zudem auf den enormen Vorbildcharakter des Projekts hin. Die neue Anlage ist die derzeit leistungsstärkste Fotovoltaikanlage im Stadtgebiet Osnabrück. Das von Bohnenkamp umgesetzte Konzept zeigt, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit sehr gut und effektiv vereinbar sind, und setzt damit eine Signalwirkung. Wir würden uns wünschen, dass noch mehr Unternehmen in Osnabrück diesen Weg gehen″, so der Oberbürgermeister.

Bildtext:
Die Solaranlage der Bohnenkamp AG ist derzeit die größte in Osnabrück.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Rüdiger Oberschür


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