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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Menschenkette für mehr Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Aktion von Fridays for Future in der Osnabrücker Fußgängerzone
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Mit einer Menschenkette vom Neumarkt bis zum Theater haben Osnabrücker am Freitag für mehr Klimaschutz protestiert. Zu der Aktion hatte die Ortsgruppe der Fridays-for-Future-Bewegung aufgerufen.
Anlass war die Unterzeichnung des Klimaabkommens von Paris vor genau fünf Jahren. Darin wurde vereinbart, den Anstieg der Erderwärmung auf höchstens 1, 5 Grad Celsius zu begrenzen. Laut Fridays for Future (FFF) tue die deutsche Bundesregierung aber nicht genug dafür.
Die Politik zeigt viel zu wenig Bereitschaft, die eigens gesteckten Klimaziele zu erreichen. Schon jetzt leiden die Menschen in vielen Teilen der Welt unter den Folgen der Erderwärmung, aber die Bundesregierung lässt dies augenscheinlich kalt″, sagte Simon Ohme von FFF Osnabrück. Während der Corona-Krise habe der Staat gezeigt, wie schnell er handeln könne. Warum dann nicht auch in der Klimakrise? Wenn nun nichts geschehe, werde die Corona-Pandemie in 30 Jahren wie ein Witz″ im Vergleich zu den Auswirkungen der Klimaerwärmung wirken.
Viele Bürger waren dem Aufruf der Aktivisten gefolgt, die am Theater überdies mit einem Infostand vertreten waren. Jugendliche, Familien und Senioren hatten sich eingereiht, um die Politik wachzurütteln. Ich will helfen, die Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten″, erklärte ein älterer Herr. Jeder könne bereits durch Kleinigkeiten einen Beitrag dazu leisten. Einfach mal öfter das Fahrrad nehmen oder weniger Fleisch essen, das reicht doch schon.″ Mit Schildern, auf denen Sprüche wie Advent, Advent, die Erde brennt″ oder Ohne Bäume keine Träume″ standen, bekundeten die Teilnehmer ihre Unzufriedenheit mit der Klimapolitik der Regierung. Untermalt wurde der Protest von Trommlern, die lautstark Stimmung für die Einhaltung des Abkommens von Paris machten. Dass die ganze Aktion nach Corona-Regeln ablief, war den Veranstaltern dabei sehr wichtig.
Wir passen auf, dass die Leute den nötigen Abstand von drei Metern einhalten″, betonte die Osnabrücker FFF-Aktivistin Martha Domhöfer. Auf die Frage, ob eine Demonstration in der Innenstadt auch während der Corona-Pandemie nötig sei, sagte sie, dass nur dies für genügend Aufmerksamkeit sorge. Wenn wir im Internet protestieren, geht unser Anliegen zum größten Teil unter. Hier in der Innenstadt kann die Regierung den Unmut der Bevölkerung jedoch nicht übersehen.″ Solange die Hygienekonzepte eingehalten würden, sei auch so eine Präsenzdemo möglich.
Die Resonanz auf die Klimademonstration fand Domhöfer durchweg positiv. Es sind viel mehr Leute gekommen, als wir je erwartet hätten. Dies zeigt, dass der Klimaschutz auch in Corona-Zeiten der Bevölkerung sehr wichtig ist anders als der Politik.″

Bildtext:
Don′t burn our future″ (Verbrennt nicht unsere Zukunft): Mit Schildern wie diesen setzten sich Teilnehmer einer Menschenkette am Freitag in Osnabrück für einen besseren Klimaschutz ein.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Dominik Bögel


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