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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
An der Verkehrssituation hat sich nichts verbessert
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Kehren die Berliner Kissen zurück? und dem Kommentar Symbol für ein gebrochenes Versprechen″ (Ausgabe vom 30. November).

Das Kernthema ist und bleibt der Plan B zur in der Bürgerbefragung vor sechseinhalb Jahren knapp unterlegenen Entscheidung für die Weststraße. Hat sich dieser Plan B, wie damals von der Politik versprochen, bewährt, beziehungsweise gibt es ihn überhaupt? Ich sage Nein. Es hat sich an der Verkehrssituation gar nichts verbessert. Ganz im Gegenteil. Man hat sich jetzt lange genug am Plan B abgearbeitet, das lange versprochene Nachtreffen zwecks Evaluation wurde vorsichtshalber auch gar nicht erst einberufen. Weitere Wohngebiete am Finkenhügel und Parkhotel sowie der Verkehr der neuen Gebäude am Wissenschaftspark sollen weiter über das Wohngebiet, das derzeit die einzige Verbindung zu den Kliniken ist, abgewickelt werden, und die sonst so häufig thematisierte Radfahrersicherheit wird auch von den größten selbst ernannten Radfahrbefürwortern hier gänzlich ausgeblendet.
Stattdessen wird die Verantwortung weggeschoben, und in der Verwaltung wurde dieses unliebsame Thema neuen Mitarbeitern zugeschustert, sodass nicht einmal die versprochenen Maßnahmen umgesetzt wurden. Die meisten Menschen, zu deren Sicherheit in den 1950er-Jahren als Gegenleistung zur Öffnung des Britenviertels die Westumgehung versprochen wurde, sind bereits aus Altersgründen gestorben. Das ist sehr ernüchternd und traurig.″
Johannes Lohmöller
Osnabrück

„, Die Situation soll allerdings genau beobachtet werden und bei einer objektiv zu verzeichnenden Verschlechterung andere Verkehrs- und Geschwindigkeitsreduzierungsmaßnahmen zu erarbeiten′ (sic!). Mit diesem Satz endet die Beschlussvorlage der Verwaltung für den Stadtentwicklungsauschuss.
Über sechseinhalb Jahre nach der Bürgerbefragung zur Entlastungsstraße West nimmt der Evergreen im Kabarettrepertoire der Osnabrücker Verkehrspolitik immer experimentellere Züge an. Obwohl ich zwischenzeitlich selbst mit auf der Bühne stand, überfordert mich dieses avantgardistische Stück über das Scheitern doch zusehends. Der neueste Akt die Spannung aufrechterhalten: Weil die bisherigen Maßnahmen zur Verbesserung einer objektiv schlechten Situation nichts gebracht haben, wartet man mit , anderen Verkehrs- und Geschwindigkeitsreduzierungsmaßnahmen′ auf eine objektiv noch schlechtere Situation.
Das ist natürlich einleuchtend: Wenn sich ein Problem innerhalb eines politisch vorgegebenen Rahmens als unlösbar erweist, ist es einfacher zu lösen, wenn es unlösbarer wird. Spaß beiseite: Was ist denn bitte eine , objektive Verschlechterung′? Etwa ein Verkehrstoter? Herr Hinrichs weist in seinem Kommentar zu Recht darauf hin, dass die Politik im Wort steht und Antworten liefern muss. Da diese aber leider auch in den nächsten sechseinhalb Jahren auf sich warten lassen werden, wäre es meines Erachtens an der Zeit, dem Spiel ein Ende zu bereiten.
Wie wäre es stattdessen mit dem folgenden Eingeständnis? , Wir müssen unser Versprechen brechen, und ihr werdet den zusätzlichen Verkehr einfach zu ertragen haben! Nicht lustig, aber ehrlich.″
Dr. Daniel Bugiel
Osnabrück
Autor:
Johannes Lohmöller, Dr. Daniel Bugiel


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