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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Keine Angst vor Kabeln und Zahlen
 
Zukunftstechnologien gefährdet
 
Mehr als Tango, Steaks und Fußball
Zwischenüberschrift:
Das Niedersachsen-Technikum soll Schülerinnen für naturwissenschaftliche Berufe begeistern
 
Wissenschaftler: Rohstoffmangel als neue Herausforderung
 
Klasse!-Reporterin Lara Kutsch freut sich auf ein Jahr in Argentinien
Artikel:
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Originaltext:
OSNABRÜCK. Ingenieur, Mathematiker, Informatiker das sind keine Berufe für Frauen. Denkste! Immer mehr Frauen arbeiten in Bereichen, die als Männerberufe″ bekannt sind. Und damit es noch mehr werden, gibt es das Niedersachsen-Technikum.

MINT ist die Abkürzungf ür Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften undTechnik und beschreibt eben jene Bereiche, die oft von männlichen Mitarbeitern dominiert werden. Ziel des Technikums ist es, junge Frauen an die MINT-Berufeheranzuführen und dafür zubegeistern.
Männer zweifeln nicht soviel. Sie schrecken mit einer Drei oder Vier in Naturwissenschaften auf dem Zeugnis nicht davor zurück, in diesem Bereich zu studieren″, erklärt Professor Barbara Schwarze, Leiterin der Koordinierungsstelle in Osnabrück. Frauen seien da viel zögern der und fragen sich selbst mit einer Zwei, ob sie das Studium wirklich schaffen können. Da kann man nur sagen: Ihr seid immer gut genug.″ Damit sie diese Erkenntnis auch selbst bekommen, gibt es seit zwei Jahren das Technikum. Dort haben junge Frauen die Möglichkeit, sechs Monate lang in einem MINT-Beruf zuarbeiten und gleichzeitig einen Tag an der Hochschule zu verbringen. Über eine Sonderzulassung können sie am Uni- oder Fachhochschulbetrieb teilnehmen. Sie laufen zusammen mit den Erstsemestern″, so Schwarze. Außerdem überlegen sie sich während ihrer Zeit ein eigenes Projekt. Das reicht dann von der Entwicklung eines Rotorblatts für eine Windkraftanlage bis hin zu Gaszählern″, so Schwarze.
Jennifer aus dem Moore ist froh über diese Chance. Nachdem Abi hätte ich mir auch vorstellen können, Jura zu studieren oder Physiotherapeutin zu werden. Mit Technik hatte ich nicht so viel am Hut″, erzählt die 19-Jährige. Dann hat sie über ihren Vater, der bei Volkswagen in Osnabrück arbeitet, vom Technikum erfahren. Und obwoh lsie vorher nie gedacht hätte, dass sie sich für den technischen Bereich interessieren könnte, stieg ihr Interesse während der sechs Monate bei VW stetig.
Alle zwei Wochen bin ich in einer anderen Abteilung gewesen und konnte so überall reinschnuppern. Aber am besten gefallen hat mir die Zeit in der technischen Entwicklung″, berichtet sie von ihren Erfahrungen. Auch wenn es am Anfang schon Überwindung gekostet habe, in einem männerdominierten Umfeld zu arbeiten.
Nach einem halben Jahr stand für die Wallenhorsterin aber eines fest: Es hat sich total gelohnt.″ Ab September kann sie sogar ein duales Studium bei VW anfangen. Nachdem Studium kann sie sich vorstellen, beispielsweise in einem Ingenieurbüro zu arbeiten.

Bildtext:
Die Schülerin Jennifer aus dem Moore hat bei VW erfahren, dass Technik alles andere als langweilig ist.
Foto:
Kanke

OSNABRÜCK. Wenn die Bevölkerung wächst, steigt auch der Rohstoffverbrauch. Auf der Messe Zukunft bilden″ in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat Dr.-Ing. Andreas Czymai von der TU Clausthal auf den stark wachsenden Metallverbrauch in China aufmerksam gemacht.
Es gibt eine starke Entwicklung des Metallverbrauchs, dadurch verändern sich die Preise″, sagte Czymai. Vom Jahr 2003 bis 2008 hätten sich die Metallpreise verachtfacht. Ähnliches gelte für die Stoffgruppe der Seltenen Erden, deren Preise seit 2006 stark angestiegenseien.
Diese Rohstoffe werden aber für die Zukunftstechnologien gebraucht. Unter dem Begriff Zukunftstechnologien″ fallen laut Czymai: Mobilität, Elektronik, Technik, Medizintechnik, Kommunikation und Energieversorgung.
Ein Beispiel hierfür sind bestimmte Magneten in Windkrafträdern. Diese Magneten werden zum Erzeugen der Windenergie benötigt und sind besonders stark.
Wie stark sie sind, merke ich, als Czymai mir ein Modell in die Hand legt. Durch meine Hand kann der Magnet einen anderen Magneten anziehen und halten.

Seltene Erden

Diese Magneten werden aus der Stoffgruppe der Seltenen Erden hergestellt und ermöglichen eine getriebelose Stromerzeugung. Die Magneten sind mechanisch nicht so anfällig wie andere Getriebe.″ Durch ein magnetisches Feld erzeugen sie Strom. Ebenfalls werden seltene Erden in Fotovoltaik-Modulen und Elektroautos verwendet.
Das Problem liegt also darin, dass die Seltenen Erden für Zukunftstechnologien gebraucht werden, es hier aber einen Mangel gibt. Problematisch ist auch, dass China einen großen Einfluss auf die Preise und die Exportmengen der Seltenen Erden hat und Europa und Deutschland rohstoffarm sind.
Der Rohstoffmangel stellt auch neue Herausforderungen an das Recycling. Das Recycling muss verbessert werden, sodass es eine Wiederherstellung des benötigten Materials gibt. Es müssen heute die Verfahren für morgen entwickelt werden.″ Czymai spricht hier die Nachhaltigkeit an, denn durch eine gute Wiederverwertung sollen in der Zukunft die benötigten Rohstoffe vorhanden sein.
Generell müsste der Materialverbrauch verringert werden. Zudem würden Müllhalden eine große Ressource darstellen, da sie viele Wertstoffe beinhalten. Beispielsweise kann man Basismetalle metallurgisch zurückgewinnen, das heißt durch eine Verschmelzung.
Es liegt also nur noch daran, diese Ressource bestmöglich zu nutzen.

Bildtext:
Andreas Czymai erläutert die Funktion des Zickzack-Sichters.
Foto:
Kalkmann

Zickzack-Sichter
Mit dem Trennverfahrendes Zickzack-Sichters oder auch Schwerkraftsichters kann beispielsweise das Material eines geschredderten Autos aufgetrennt werden. Das Verfahren der Sichtung macht sich die unterschiedlichen Sinkgeschwindigkeiten von Partikeln unterschiedlicher Größe zunutze. Das Material teilt sich in grobe und feine Partikel auf. In jeder Zacke des Sichters erfolgtein Vergleich der Sinkgeschwindigkeiten der Partikel.

OSNABRÜCK. Ich stelle mich mal kurz vor: Mein Name ist Lara Kutsch, ich bin 16 Jahre alt, wohne in Bad Laer und gehe auf das Gymnasium Bad Iburg. Klingt eigentlich nicht sehr spannend, aber ab diesem Sommer wird alles anders. Für ein Austauschjahr werde ich 12 000 Kilometerweit weg von zu Hause in Argentinien leben und dort die Schule Colegio Nacional General San Martin besuchen.
Dann bin ich weg, einfach so, irgendwo auf einem ganz anderen Kontinent. Und dort kenne ich niemanden. Menschen, die ich nur auf Fotos gesehen habe, sollen meine neue Familie werden. Noch nicht einmal Spanisch spreche ich. Ist doch verrückt. Wieso mache ich das? Ganz einfach: Um Abenteuer zu erleben, viele neue Eindrücke zu bekommen, neue Lebensweisen kennenzulernen, neue Gerüche zu erfahren, neues Essen zu schmecken, neue Freunde zu finden und Partys zu feiern. Ich will alle Sorgen hinter mir lassen und noch einmal ganz neu anfangen, selbstbewusster werden, in einer fremden Sprache träumen und ein zweites Zuhause finden. Und wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, kann ich wirklich sagen, dass ich gute Freunde habe, weil sie nach einem Jahr immer noch für mich da sind.
Ermöglicht wird mir das Ganze vom Rotary Club Osnabrück Mitte. Schon seit Jahren setzen sich dort Freiwillige für den Jugendaustausch und damit für eine bessere Völkerverständigung ein. Viel wissen die meisten Deutschen nämlich nicht über Argentinien. Fußball, Tango und Steaks fallen da den meisten ein. Aber auch auf der anderen Seite sieht es ähnlich aus. Besonders interessant ist es daher, nicht nur das argentinische Leben kennenzulernen, sondern auch von Deutschland zu erzählen und so Klischees zu beseitigen.
Auf den sogenannten Orientations″ wurden wir Austauschschüler von Rotary auf unser Jahr vorbereitet. Ängste, Erwartungen und Voraussetzungen wurden diskutiert.
Bevor man überhaupt wegfahren kann, ist nämlich eine ausführliche Bewerbung nötig. Am Ende blieb jedoch keiner, der von der Idee eines Austauschjahres wirklich überzeugt war, zu Hause. Von den USA über Südafrika bis Taiwan waren fast alle Länder möglich. Für mich war allerdings klar, dass es Südamerika sein sollte. Als ich dann endlich meine Platzierung mitgeteilt bekam, war ich überglücklich.
Wohnen werde ich in der 322 000-Einwohner-Stadt Corrientes. Diese liegt im Nordosten Argentiniens und ist bekannt für ihren Karneval. Meine beiden Gastschwestern sind Sambatänzerinnen, was für mich als Funkenmariechen natürlich besonders spannend ist. Mein kleiner Gastbruder interessiert sich da mehr für Rugby und Fußball.
Auch die Temperaturen sind mit heißen Sommern und sehr milden Wintern ziemlich anders als bei uns. Auf Schnee zu Weihnachten werde ich wohl verzichten müssen.
Im Moment gibt es noch einiges zu tun. Ich muss Gastgeschenke kaufen, das Visum beantragen und meine Kofferpacken. Nun genieße ich noch die letzten Woche mit meinen Freunden und meiner Familie, bevor ich mich dann wieder aus Südamerika melde.

Bildtext:
Ihre Gastschwestern stehen auf Samba, ihr Gastbruder auf Rugby: Lara Kutsch ist gespannt, was sie in Südamerika erwartet.
Foto:
privat

KLASSE!- REPORTER

Auf unseren Klasse!- Seiten schreiben Schüler die Artikel. Denn Kinder und Jugendliche sind Teil des Klasse!- Projekts. Sie schreiben ihre Texte entweder im Unterricht oder sind Mitglied der Jugendredaktion. Somit gibt es für alle schreibwütigen Schüler eine Möglichkeit, aktiv zu werden. Bei der Themenauswahl helfen Redakteure der Neuen Osnabrücker Zeitung. So gibt es Spezialthemen aus dem Bereich Umwelt und Energiewende sowie bunte Themen, die bearbeitet werden können. Übrigens: Alle veröffentlichten Texte nehmen automatisch an unserem Artikelwettbewerb teil. Kontakt: c.achenbach@ noz.de, 0541/ 310-636.
Autor:
Natascha Kanke, Friederike Kalkmann, Lara Kutsch


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