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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hotelruine am Rubbenbruchsee: Mehrheit für Kauf und Abriss
Zwischenüberschrift:
Rat will Schlussstrich ziehen / SPD: Schandfleck soll nach 16 Jahren beseitigt werden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Nach 16 Jahren scheinen die Tage der Bauruine am Rubbenbruchsee gezählt: Im Rat deutet sich eine Mehrheit für den Ankauf und Abriss des Hotel-Rohbaus an. Ein Schandfleck in Osnabrücks beliebtestem Naherholungsgebiet wäre damit endlich beseitigt.
Die SPD Eversburg hatte sich nach unserer jüngsten Berichterstattung mit einer Forderung zu Wort gemeldet: Die Stadt muss die Bauruine übernehmen und das Gelände für Naherholung nutzen.″ Nach jahrelangem Streit habe die Stadt nun die Chance, einen Schlussstrich unter die unendliche Geschichte der Bauruine Barenteich 1 zu ziehen. Wir sind überzeugt, dass niemand im Stadtteil und darüber hinaus Verständnis dafür hätte, wenn die Stadt sich diese Chance entgehen ließe, das Gelände für das Naherholungsgebiet Rubbenbruchsee zu sichern.″ Mit diesen Worten wird der Eversburger Ratsherr Heiko Panzer in der Mitteilung des Ortsvereins zitiert. Ziel müsse es sein, das wichtige Naherholungsgebiet zu erhalten und auszubauen und die Fläche naturnah zu gestalten.
Die Stadt hat sich im Rechtsstreit mit dem Eigentümer durchgesetzt und eine Rückbauverfügung erwirkt. Das heißt, der Eigentümer ist verpflichtet, die Ruine abzureißen. Nach Informationen unserer Redaktion hat der Eigentümer der Stadt die Liegenschaft am Eingang zum Naherholungsgebiet für einen symbolischen Preis zum Kauf angeboten. Damit blieben dem Eigentümer die Kosten für den Abriss erspart, die nach seriösen Schätzungen im mittleren fünfstelligen Bereich liegen dürften.
Anstelle des alten Kaffeehauses am Barenteich sollte dort um die Jahrtausendwende ein Hotel entstehen. Doch dem Eigentümer ging das Geld aus, seit 2004 ruht der Bau. Nachdem die Baugenehmigung erloschen war, drängte die Stadt auf Rückbau. Die Bemühungen des Eigentümers, aus dem Rohbau statt eines Hotels Wohnungen zu machen, scheiterten an der Ratsmehrheit.
Aus Sicht der SPD Eversburg soll die Stadt nun für klare Verhältnisse sorgen. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, den Schandfleck″ zügig zu beseitigen.Auch in der CDU-Fraktion gibt es einflussreiche Stimmen für Kauf und Abriss. Anette Meyer zu Strohen, Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, hält es für richtig, die Immobilie zu kaufen und eine Grünfläche zu schaffen. Das sei aber nur ihre persönliche Meinung, in der Fraktion sei das Thema noch nicht diskutiert worden, sagte sie unserer Redaktion. Grünen-Fraktionschef Volker Bajus favorisiert es ebenfalls, mit städtischem Geld einen Schlussstrich zu ziehen: In Osnabrücks beliebtestem Naherholungsgebiet sind andere Nutzungen wie Wohnungsbau problematisch.″
Auf dem Tisch liegt auch die Variante, dass die Stadt den Rohbau für einen Euro kauft und zu Wohnungen ausbaut. Wenn es die Bausubstanz zulasse, sei das eine Option, die sicherlich geprüft werden müsse, sagte Anette Meyer zu Strohen. Da gibt es aber noch ganz viele Fragezeichen″, betonte die Ausschussvorsitzende.
Ein Fragezeichen betreffe zum Beispiel den Umgang der Stadt mit der Eigentümerfamilie, so Meyer zu Strohen. Der Rat hatte es über fast zwei Jahrzehnte nicht geschafft, einen Bebauungsplan aufzustellen, und dadurch verhindert, dass aus dem Rohbau Wohnungen werden konnten. Das ist unglücklich gelaufen, die Familie ist ziemlich alleingelassen worden″, so Meyer zu Strohen. Sie könne sich daher nicht vorstellen, dass die Stadt nun ihrerseits Wohnungen einrichte.
Volker Bajus wird deutlicher: Es kann doch nicht sein, dass die Stadt sich selbst etwas erlaubt, was sie Privaten verboten hat. Wer das fordert, hat ein merkwürdiges Rechtsverständnis und gefährdet die Glaubwürdigkeit des Rates.″

Bildtext:
Die Bauruine am Rubbenbruchsee soll nach 16 Jahren endlich abgerissen werden.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
hin


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