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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Weniger Tempo, mehr Sicherheit
Zwischenüberschrift:
Nur noch 30 km/h in der Lotter Straße? Das sagen die Geschäftsleute dazu
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Der Beschluss steht, aber die Schilder fehlen noch: Tempo 30 für die Lotter Straße in Osnabrück kommt bei den Geschäftsleuten der Einkaufsmeile gut an. Wenn auch nicht bei allen.
Mit 8: 2 Stimmen hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in der vergangenen Woche beschlossen, dass auf dem 635 Meter langen Abschnitt zwischen dem Emma-Theater und dem Hans-Calmeyer-Platz künftig etwas langsamer gefahren werden muss, tagsüber ebenso wie nachts. Vor allem der Lärmpegel soll damit gesenkt werden, aber es geht auch um die Verkehrssicherheit. Einige Inhaber der Geschäfte haben das schon lange gefordert.
Hans Klute, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Lotter Straße, begrüßt die Entscheidung: Das trägt sehr zur Sicherheit bei″, meint der Hotelier. Die Radfahrer würden sich damit sicherer fühlen und hoffentlich nicht mehr über den Bürgersteig fahren, was wiederum den Fußgängern zugutekomme. Die Straßengemeinschaft wolle nun mithelfen, dass der schwarzen Zahl 30 mit dem roten Kreis mehr Aufmerksamkeit verschafft werde.
Sehr, sehr gut″ findet Ute Hafkemeyer vom Blumenhaus Rogge die Nachricht, dass bald nur noch 30 km/ h Maximalgeschwindigkeit gelten sollen. Es wäre schon schön, wenn sich alle dran halten würden″, hofft die Mitinhaberin, die seit 45 Jahren im Geschäft ist. Die Straße sei tagsüber so belebt, dass es sich ohnehin empfehle, langsamer zu fahren.
Schaden kann′s nicht″, lautet das Statement von Carolin Rehme, die in der Lotter Straße den kleinen Laden Hundeklunker″ betreibt. Vor allem für die Anwohner sei das ein Gewinn. Den Fußgängern zuliebe wäre es wünschenswert, einen Zebrastreifen anzubringen. Dann könnten sie sicherer die Straßenseite wechseln.
Für Tempo 30 ist auch Joachim Meierrose vom gleichnamigen Früchtehaus. Er kann sich gut vorstellen, dass damit der Geräuschpegel in der Lotter Straße sinken wird. Problematisch findet er aber vor allem die Nachtstunden, wenn alles wie ausgestorben erscheint: Dann fahren hier manche mit 100 durch! Da sollte sich die Stadt auch mal etwas einfallen lassen, meint der Fachmann für Obst und Gemüse.
Ich denke, dass sich die Fußgänger bei Tempo 30 sicherer fühlen″, meint Gisela Söger, Mitinhaberin vom Druck-&- Papier-Art-Café. Immer wieder beobachtet sie, dass ältere Menschen mit Rollator die Straße nur mit Mühe überqueren können. Sie ist schon lange dafür, dass langsamer gefahren wird, und wenn es nach ihr ginge, müsste die Stadt die Lotter Straße für den Lkw-Verkehr sperren. Der bleibt jetzt draußen, weil die Rheiner Landstraße noch gesperrt ist. Und das empfindet die Geschäftsfrau als wohltuend.
Die Entscheidung der Stadt für Tempo 30 stößt aber nicht überall auf Zustimmung. Ich bin dagegen″, stellt der Schuster Frank Schürmann klar. Tempo 30, das sei doch sehr wenig″, findet er. Seine Sorge ist, dass der Verkehr nicht mehr so fließt″.
Weitere Gegner von Tempo 30 haben wir in der Lotter Straße nicht gefunden, aber weitere überzeugte Befürworter wie Peter Schwenderling vom JB Modellbahnservice. Das ist eine schöne Möglichkeit, hier mehr Ruhe reinzubringen″, freut sich der Inhaber des Geschäfts. Weil die Straße ohnehin sehr schmal ist, sieht er auch einigermaßen gute Chancen, dass sich die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten werden. Völlig unnötig findet er, dass in der Lotter Straße kein Fahrverbot für Lkw gilt.
Schneller kann man hier sowieso nicht fahren″, lautet das Urteil von Astrid Altrup, der Inhaberin der Stofftanten″. Tempo 30 findet sie voll in Ordnung″, und sie ist zuversichtlich, dass es in der Lotter Straße entspannter zugehen wird, wenn die Stadt erst einmal ihre Schilder aufgestellt hat.

Bildtexte:
Astrid Altrup, Inhaberin der Stofftanten″.
Gisela Söger vom Druck-&- Papier-Art-Café.
Joachim Meierrose, Inhaber vom Früchtehaus Meierrose.
Peter Schwenderling vom JB Modellbahnservice.
Ute Hafkemeyer vom Blumenhaus Rogge.
Bald nur noch Tempo 30: Von den meisten Geschäftsinhabern der Lotter Straße wird diese Entscheidung begrüßt.
Fotos:
André Partmann


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