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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt wird zum Museumspfad
Zwischenüberschrift:
Audio-Rundgang auf den Spuren Justus Mösers
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Museen bleiben geschlossen. Und damit auch die große Möser-Jubiläumsausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum zum 300. Geburtstag. Eine buchstäblich gangbare Alternative ist ein Audio-Stadtrundgang, den Studierende der Universität konzipiert und umgesetzt haben. Über zehn Stationen führt er zu verschiedenen Lebens- und Wirkungsstätten des großen Osnabrückers. Dafür haben 19 Studenten der Geschichte, Germanistik oder Musikwissenschaften des Projekts Hörwissen″ am interdisziplinären Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit zahlreich überliefertes Quellenmaterial im Tonstudio professionell vertont. Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung Mösers werden die Zuhörer zunächst zu dessen wiedererrichtetem Wohnhaus am Markt geführt. Dort, wo sich heute das Café am Markt befindet, wurde Möser 1720 geboren. Nebenan, in der Marienkirche, befindet sich seine Grabplatte.
Zwischen Geburt und Tod gibt es einiges zu entdecken im Leben Mösers. Deshalb führt der Audio-Rundgang weiter zum Ratsgymnasium, wo er seine Schulzeit verbracht hat. Aus der gibt es ebenso viele Anekdoten zu hören wie aus Mösers Schaffensperiode im Osnabrücker Stadtschloss. Dort hat er vor 250 Jahren maßgeblich die Stadtgeschichte mitgestaltet. Neben dem Staatsmann und Diplomaten, der im damaligen Fürstbistum erfolgreiche Vermittlungsarbeit betrieben hat, kommt aber auch der private Möser″ nicht zu kurz.
Endstation ist schließlich Mösers eigenes Denkmal auf der Großen Domsfreiheit, wo inmitten des bunten Treibens auf dem Osnabrücker Wochenmarkt eine Brücke zur Gegenwart geschlagen wird. Was Möser uns auch heute noch zu sagen hat, kann dann jeder selbst entscheiden. Der Audio-Rundgang liefert allerdings einige Anhaltspunkte.
Die meisten Studierenden hätten mit Möser erst einmal nichts anfangen können, weshalb sie vorab an dessen Persönlichkeit und die Vielschichtigkeit″ seiner Person herangeführt wurden, verrät Historikerin Siegrid Westphal, die gemeinsam mit Germanistin Katja Barthel und ihrer Mitarbeiterin Sarah-Christin Dietrich das Seminar geleitet hat. Dann aber hätten sie das Feld hoch motiviert selbst übernommen, um Möser anschaulich im Stadtbild zu verorten. Und dafür aus Werkeditionen, Briefwechseln oder Archiven Quellen erschlossen die jederzeit belegbar sind, betont Westphal, dass nichts, was man höre, völlig frei erfunden sei.
Autor:
Matthias Liedtke


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