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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Vorfreude und Angst vor der Neugestaltung
Zwischenüberschrift:
Wird die Große Schulstraße in Hellern als Schleichweg bald sogar noch beliebter?
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Ein Teil der Großen Schulstraße im Osnabrücker Stadtteil Hellern wird demnächst neu gebaut. Viele Anwohner freuen sich zwar prinzipiell darauf, verbinden mit der Planung aber auch Ängste. Schließlich wird ihre Straße von ortskundigen Autofahrern schon jetzt gerne als Schleichweg zwischen zwei wichtigen Verkehrsachsen genutzt. Wird sich dieses Problem künftig noch verstärken?
Die Große Schulstraße ist als Schleichweg prädestiniert, da sie die Rheiner Landstraße mit der Lengericher Landstraße verbindet. Im nördlichen Teil befinden sich gegenüber der Wohnsiedlung die Grundschule, Kita, Hort und die Sporthalle des SV Hellern. Entlang des südlichen Teils stehen rechts und links der Straße durchgängig Wohnhäuser.
In diesem Abschnitt konkret zwischen Kleiner Schulstraße und Lengericher Landstraße soll die Straße demnächst neu gestaltet werden. Der Grund ist der Plan der Stadtwerke, die Kanäle und die Gas- und Wasserleitungen zu erneuern. Wenn das erledigt ist, erhält die Straße ein neues Aussehen. Eigentlich sollte das Projekt bereits im kommenden Jahr beginnen, es wird aber wohl 2022, bis die Bagger anrollen.
Wie genau aber soll die südliche Große Schulstraße aussehen, wenn sie irgendwann fertig ist? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Stadtplaner seit Monaten, und sie haben inzwischen auch die Anwohner beteiligt.
Eine Idee der Stadt war, die Straße und die Gehwege zu verbreitern. Dafür wollte sie etwa zwei Meter der Grundstücke auf der westlichen Seite der Straße kaufen. Aber daraus wird offenbar nichts. Wie Stadtplaner Frank Ashoff jetzt im Bürgerforum Hellern berichtete, waren nicht alle Eigentümer bereit, auf einen Teil ihrer Vorgärten zu verzichten.
Einige Anwohner zeigten sich darüber im Bürgerforum eher erleichtert, weil eine breitere Straße ihrer Meinung nach auch mehr Autos anlocken würde. Heike Walter machte darauf aufmerksam, dass auch der geplante Baumarkt an der Rheiner Landstraße mehr Verkehr anziehen wird der teilweise auch über die Große Schulstraße rollen dürfte. Sie wünscht sich daher Aufpflasterungen und Einengungen. Beides? Stadtplaner Ashoff zeigte sich als Befürworter von Einengungen auf der Großen Schulstraße.
Wie wäre es mit Einbahnstraßen durch die Siedlung? Für Anwohnerin Susanne Kolodzik wäre dies eine besonders gute Möglichkeit, um unerwünschten Durchgangsverkehr zu verhindern. Sie präsentierte im Bürgerforum einen Plan, der unter anderem auch die Kleine Schulstraße umfasst und dabei auch den Busverkehr berücksichtigt.
Gibt es dafür eine Chance? Es ist genau der Busverkehr, der sich nach Ansicht der Stadtwerke nicht mit einem Einbahnstraßensystem vertragen würde. Stadtplaner Frank Ashoff überbrachte der Anwohnerin die schlechte Nachricht, dass aus ihrem Plan deshalb voraussichtlich nichts wird.
Gleichwohl werde die Stadt alle Vorschläge prüfen, versprach er. Entschieden ist zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Die Verwaltung wird weiter an dem Plan für die Große Schulstraße arbeiten und dann erneut die Anwohner einbeziehen.

Bildtext:
Wie soll die Große Schulstraße aussehen? 2022 soll der Abschnitt zwischen Lengericher Landstraße und der Kleinen Schulstraße ausgebaut werden. Die Stadt bezieht die Anwohner in die Pläne ein.
Fotos:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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