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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gefahr durch Laub auf Radwegen
Zwischenüberschrift:
Hohes Unfallrisiko: Wer haftet bei Fahrradunfällen auf nassen Blattflächen?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Es ist kein seltener Anblick in diesen Tagen auf Osnabrücker Radwegen: Aufgehäuftes Laub, das sich dort türmt, während Gehwege und Straßen schon weitgehend davon befreit sind. Wenn überall die Blätter fallen, kommt die Straßenreinigung des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB) mit dem Einsammeln kaum hinterher.
Dabei ist sie grundsätzlich für die Befahrbarkeit der Verkehrswege im Stadtgebiet zuständig und somit auch der Radwege. Allgemein gilt, dass der Osnabrücker Servicebetrieb in einem 14-täglichen Rhythmus die Straßen von Herbstlaub befreit. Auf dem Innenstadtring und weiteren Ein- und Ausfallstraßen, wie zum Beispiel der Martinistraße, wird das Laub sogar wöchentlich eingesammelt.
So nachvollziehbar die Konzentration auf die Hauptverkehrsadern auch ist sie geht einher mit einer relativen Vernachlässigung anderer Straßen in vielen Wohngebieten. Darauf angesprochen, sagt Tim Kramer, Einsatzleiter bei der Straßenreinigung, er halte eine erhöhte Frequenz der Laubbeseitigung durchaus für sinnvoll. Für eine Umsetzung aber fehle es dem Servicebetrieb an Ressourcen. Insgesamt 13 Einsatzfahrzeuge stehen für das gesamte Stadtgebiet zur Verfügung.
Es gebe aber variable Reinigungspläne für besonders von gefallenem Laub betroffene Straßen. Zu diesen zählen rund 250 Straßen, die einen hohen Baumbestand haben. Diese würden zwölfmal zusätzlich im Jahr gereinigt. Ansonsten gelte aber dieselbe Einsatzfrequenz, unabhängig von der jeweiligen Jahreszeit.
Trotz der Bemühungen des städtischen Servicebetriebs bleibt eine Gefahr durch herumliegendes Laub auf etlichen Radwegen. Speziell bei Nässe kann Laub ähnlich glatt sein wie Eis. Davor warnt auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). In manchen Straßen wirkt es gar so, als seien die Blätter gezielt auf den Fahrradweg abgeschoben″ worden. Auch Tim Kramer von der Straßenreinigung teilt diese Beobachtung und legt Wert darauf, dass es nicht er und seine Kollegen sind, die so handeln. Er betont: Wir schieben nicht einfach das Laub an die Seite.″ Für Radwege gebe es eine extra kleine Kehrmaschine, die das Laub zusammenfegt und vollständig einsaugt.
Für die Beseitigung der Laubblätter auf Gehwegen sind die Hauseigentümer verantwortlich, die diese Pflicht oftmals an ihre Mieter weitergeben. Das sei vergleichbar mit dem Winterdienst, erklärt OSB-Sprecherin Katrin Hofmann. Einige Anwohner wüssten möglicherweise nicht immer, wohin mit den vielen Blättern, und würden sie deshalb einfach zur Seite kehren was in manchen Fällen bedeutet, dass sie auf dem Radweg landen.
Wer in einen Fahrradunfall verwickelt ist, der direkt oder indirekt wegen herumliegender Blättern geschehen ist, kann sich an die Stadtverwaltung wenden. Auch der ADFC rät dazu, sich mit möglichen Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen an die Stadt zu richten.
Radfahrer, die vor sich einen durch Laubberge blockierten Weg sehen, sollten aber in jedem Fall lieber ausweichen, anstatt zu riskieren, den Weg trotzdem zu befahren. Ein Gericht könnte nämlich ansonsten durchaus auf den Gedanken kommen, der verunfallten Person eine Teilschuld wegen Fahrlässigkeit zuzurechnen.

Bildtext:
Kein seltener Anblick auf Osnabrücker Radwegen in dieser Jahreszeit: Laubblätter können, wie hier in der Rehmstraße, besonders bei nassem Herbstwetter zur Gefahr werden.
Foto:
Daniel Batel
Autor:
Daniel Batel


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