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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fairer Handel gegen Armut in Erzeugerländern
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Aktionszentrum 3. Welt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wie der Artikel von Hans Peter Heinrich deutlich macht, ist der Hunger in der Welt ein lösbares Problem. Kann ich von Osnabriick ans auch etwas zur Léisung des Problems beitragen? Genau das wollte ich in dem Weltladen des Aktionszentrums 3. Welt in der Bierstraße herausfinden.
Ein Grund für Hunger ist die Art, wie mit Entwicklungsländern Handel betrieben wird. Deutlich wird dies am Beispiel Kaffee. Die größten Kaffeeprodtizenten sind Brasilien, Vietnam, Indonesien und Indien. Obwohl jährlich mehr als hunderttausende Tonnen Kaffee aus diesen Ländern allein nach Deutschland exportiert werden, leben die Menschen dort in größter Armut; Wie kann das sein?
Der regulare Kaffeepreis hängt vom Weltmarkt ab. Dieser wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst und unterliegt starken Schwankungen. S0 kommt es dazu, dass die Kleinbauern in den Erzeugerländern häufig nicht den Preis fiir ihr Produkt erhalten, den sic bréuchten/ umdihr Uberleben zu sichern. Genau an diesem Punkt greift die Idee des fairen Handels ein. Der faire Handel bedeutet zunächst einmal, dass die Produzenten in den Entwicklungsländern als Handelspartner auf Augenhöhe angesehen werden. Mit den sog. Cooperativen (Zusammenschlüsse von Kleinbauern) wird ein Mindestpreis ausgehandelt. Dieser wird bezahlt, auch wenn der Weltmarktpreis unter dem Mindestpreisiiegt. Liegt der Weltmarktpreis über dem Mindestpreis, so wird der höhere Weltmarktpreis gezahlt. Die Bauern können somit immer mit einem gewissen Einkommen rechnen. Zusatzlich werden Pramien, z.B. für den Bioanbau, gezahlt.
Es gibt mittlerweile verschiedene Siegel, die den fairen Handel bezeugen. Das wohl bekannteste Siegel ist das ,, Fairtrade″ Siegel, aber auch die Marke GEPA steht füir fairen Handel. Früher war der fair gehandelte Kaffee in den Weltläden zu finden, doch mittlerweile hat der faire Kaffee seinen Weg auch in die Regale der üblichen Supermarkte gefunden und konnte so seinen Umsatz im Iahr 2014 zum Vorjahr um 18 % steigern.
Vielleicht mag man sich wundern, warum der Preis für den Kaffee mit Fairtrade Siegel in den″ Supermarkten″ niedriger ist als im Weltladen. Aber das ist leicht zu erklären: der Endpreis für ein Produkt hat viele Stellschrauben, so werden z.B. auch die Kosten für den Betrieb eines Supermarktes mit einberechnet. Woran aber nicht geschraubt wird und das garantiert das Siegel, ist der Mindestpreis für die Produzenten in den Entwicklungsländern. Und so ist es auch als Osnabrücker/ in möglich, etwas gegen die Armut und den Hunger zu tun: Einfach durch bewusstes Einkaufen!
Das Aktionszentrum 3. Welt hat sich die originate entwicklungspolitische Bildungsarbeit zur Aufgabe gemacht. Mit einer umfangreichen Mediathek mit über 5.000 Büchern, Zeitschriften und viele mehr bietet das A3W in der Bierstraße 29 eine Menge Material, um zu informieren. Zudem werden in dem Weltladen in der Bierstraße viele schöne, leckere und vor allem fair gehandelte Produkte verkauft.
Autor:
Mareike Coordes


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