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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zeitreise ins Jahr 1512
Zwischenüberschrift:
Stadtspieler zeigen drei Szenen zum Rathausjubiläum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Sie stibitzen Wein aus Kellern, hauen ehrbare Hausfrauen übers Ohr und mischen mit bei der Friedenspolitik: Die Stadtspieler Osnabrück stellen Szenen auf der Basis mittelalterlicher Ereignisse an der Hase dar. Zum 500. Geburtstag des Rathauses haben sie passende Szenen zusammengestellt. Zu sehen sind sie ab Samstag, 28. Juli.

Unser Prinzip ist es, ein wenig zu übertreiben und die Geschichten slapstickmäßig zu erzählen, damit die Leute unterhalten werden″, berichtet Margret Renzenbrink. Am Rande von Stadtführungen stellen die Laiendarsteller Szenen nach. Die Stadtführer erläutern dann, wie es wirklich war, und betten es in den historischen Zusammenhang ein.″
Die Geburtsstunde der Gruppe liegt im Jahr 2000, als die Volkshochschule einen Kurs für Laienschauspieler anbot. Mit Unterstützung des Vereins Fokus gingen daraus die Stadtspieler hervor. Inzwischen hat die Gruppe einiges im Repertoire. Drei Szenen daraus werden sie zum 500. Geburtstag des Rathauses zeigen.
So stellen sie dar, wie ein Tuchhändler eine Kundin beim Verkauf eines minderwertigen Stoffes zu betuppen versucht. Zu sehen ist auch, wie der Baumeister der Gotik die Bauweise von St. Marien etwas ungewöhnlich erläutert. Und es geht auch um den Westfälischen Frieden: Die Zuschauer erleben den Handschlag der Gesandten, der den Friedensschluss im Jahr 1648 besiegelte. Diese Szene spielt allerdings nicht am wahren Ort der Geschichte, dem Friedenssaal, sondern wie die anderen Sequenzen vor dem Rathaus.
Sollte es regnen, ist das kein Problem: Wir spielen, wenn es eben geht. Und die Zuschauer haben ja ihre Regenschirme″, sagt Margret Renzenbrink. Nur bei Starkregen lassen die Darsteller eine Aufführung ausfallen.
Margret Renzenbrink ist für die Organisation der Auftritte zuständig, 16 Darsteller sind im Team dabei. Von Anfang 20 bis 70 Jahren ist jedes Alter vertreten.″ Stets sind neue Gesichter gern gesehen.Interessenten müssen nicht nur Spaß an der Schauspielerei haben, sondern sollten auch beim Drumherum mithelfen, wie Schneidern und Basteln.
Die Szenen rund ums Rathaus sind am Samstag, 28.Juli, sowie am 11. und 25. August und am 1. September jeweils um 11 und um 12 Uhr zusehen. Am 28. Juli zeigen die Stadtspieler zwischen 17.30 und 18.30 Uhr laufend die Legende um Karl den Großen und den Löwenpudel. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter Telefon 0541/ 2 05 00 15.
Weitere Informationen unter www.stadtspieler-os.de.

Bildtext:
Ein Hauen und Stechen herrschte manchmal im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Die Osnabrücker Stadtspieler greifen bei ihren Szenen auch diesen Aspekt gerne auf.
Foto:
priva
Autor:
Marie-Luise Braun


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