User Online: 1 | Timeout: 05:13Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Obst und Gemüse für jedermann
Zwischenüberschrift:
Könnte aus dem Osnabrücker Schölerberg ein „essbarer″ Stadtteil werden?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Obst und Gemüse, kostenlos für alle, und zwar ganz frisch direkt vom Baum oder Strauch: Das rheinland-pfälzische Andernach ist als essbare Stadt″ bekannt geworden. Ist das ein Vorbild für Osnabrück konkret: für den Stadtteil Schölerberg? Ortrun Niethammer wohnt am Schölerberg und stellt sich vor, wie es wohl wäre, wenn es Obstbäume und Beete auf dem Gelände entlang des Riedenbachs in Richtung Ameldungstraße geben würde und wenn Spaziergänger dort nach Herzenslust Tomaten, Zucchini, Kirschen, Pflaumen und Äpfel ernten könnten. Aber wie könnte das gehen...?

Sie breitete ihre Idee jetzt im Bürgerforum für den Stadtteil aus und nannte Andernach sowie essbare Stadtteile″ in Oslo und Rotterdam als Vorbilder.

Der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) zeigte zwar grundsätzlich Interesse, doch der im Bürgerforum anwesende Vertreter Martin Donnermeyer stellte auch fest: Der Riedenbach ist für ein derartiges Projekt leider nicht geeignet, da das Gelände mit der Grünfläche planungsrechtlich als Regenrückhaltebecken festgesetzt ist.″

Ortrun Niethammers Idee ist im Übrigen auch nicht ganz neu. Die Stadt Osnabrück geht ihr schon länger nach. Bereits 2014 stellte die damalige Ratsfraktion UWG/ Piraten einen entsprechenden Ratsantrag. Die anderen Fraktionen zeigten sich dafür zumindest aufgeschlossen.

Martin Donnermeyer bestätigte im Bürgerforum, dass Vorschläge wie die essbare Stadt″ seit fünf Jahren immer mal wieder im Blick sind. Er zitierte aus einem der strategischen Stadtziele für die kommenden Jahre: Um Freiräume zu erhalten und aufzuwerten, wird die Stadt Gemeinschaftsgärten, Urban Gardening oder ähnliche Aktivitäten unterstützen.″ Derzeit gebe es aber in der Stadtverwaltung noch keinen Ansprechpartner. Und die Verwaltung selbst könne wegen fehlender Ressourcen″ im Moment keine solchen Projekte durchführen.

Engagement von Bürgern

Der städtische Finanzchef Thomas Fillep berichtete, es gebe in Osnabrück bereits etwa 20 Obstgärten, in denen sich Spaziergänger mit Früchten eindecken könnten, darunter auch selten gewordene alte Apfelsorten. Aber könnten es nicht noch mehr werden? Ortrun Niethammer jedenfalls wünscht sich weiter den Schölerberg als essbaren″ Stadtteil. Ihrer Meinung nach muss die Stadt selbst dabei gar nicht so sehr aktiv werden, sondern eher als Begleiter für bürgerschaftliches Engagement fungieren.

Dafür könnte man einen Antrag bei der Bürgerstiftung für die Kooperation und Anschubfinanzierung stellen″, so Niethammer. Auch wie es dann weitergehen könnte, hat sie sich bereits überlegt: Für die Pflege könnte eine Arbeitsgemeinschaft gegründet werden.″

Doch zumindest am Riedenbach scheint ja das Planungsrecht im Weg zu stehen. Oder gibt es einen Ausweg? Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann, die das Bürgerforum leitete, bat Martin Donnermeyer, den Gedanken mitzunehmen″. Und das versprach er auch.

Bildtexte:
Eine Vision für den Riedenbach: Könnten hier Beete und Obstbäume den Stadtteil für Spaziergänger essbar″ machen? Weil es sich bei dem Gebiet um ein Regenrückhaltebecken handelt, gibt es einen Konflikt mit dem Planungsrecht.
Vorbild Andernach: Die rheinland-pfälzische Stadt ist als essbare Stadt″ bekannt. Eine Osnabrückerin hat eine ähnliche Vision für den Schölerberg.
Fotos:
Jörn Martens, Arne Köhler
Autor:
Jann Weber


Anfang der Liste Ende der Liste