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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Braucht es wirklich so viele E-Roller?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Seit einigen Tagen gibt es in Osnabrück einen weiteren Anbieter von E-Rollern: Neben Tier bietet nun das US-amerikanische Unternehmen Lime die elektrisch betriebenen Zweiräder an. Doch braucht es in Osnabrück überhaupt so viele Tretroller? Eine Flotte von 580 E-Scootern hat das amerikanische Start-up nach eigenen Angaben im gesamten Stadtgebiet aufgestellt. Genauso viele wie der bisherige Anbieter Tier, der seit Juni dieses Jahres in der Hasestadt präsent ist.

Zum Vergleich: Tier war Anfang Juni mit rund 350 Zweirädern gestartet. In knapp vier Monaten hat sich das Angebot an E-Scootern in Osnabrück also mehr als verdreifacht. Von der Stadt Osnabrück heißt es auf Anfrage, dass abgewartet werden müsse, ob die Nachfrage tatsächlich da sei und die Nutzer die Roller auch annehmen würden. Eine Handhabe, wie viele Roller in der Stadt aufgestellt werden dürfen, hat die Stadt im Übrigen nicht. Deutlicher wird Lime-Konkurrent Tier, der naturgemäß nicht besonders glücklich über den Zuwachs in Osnabrück sein dürfte. Mein Gefühl ist, dass der Markt in einer Stadt wie Osnabrück nur begrenzt sein kann″, sagt Steffen Hass, City-Manager bei Tier. Faktoren wie die Infrastruktur und die Parkplatzsituation innerhalb der Innenstadt würden eine entscheidende Rolle bei der Nachfrage spielen. Die ersten Monate in Osnabrück bewertet Hass durchaus positiv. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber E-Scootern haben sich die Osnabrücker schnell an uns gewöhnt″, sagt er. Auch seien Beschwerden etwa über falsch abgestellte E-Scooter deutlich zurückgegangen. Ähnlich bewertet Stadtsprecher Sven Jürgensen die Situation. Die E-Roller gehören mittlerweile zum Stadtbild″, sagt er. Dankbar zeigte sich Jürgensen, dass der neue Anbieter vorab Kontakt mit der Stadt aufgenommen habe.

Auch weil nun deutlich mehr Roller in der Stadt unterwegs sein werden, weisen Stadt und Polizei erneut darauf hin, dass Nutzer von E-Scootern sich an die Regeln im Straßenverkehr halten und auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen sollten. Auf Nachfrage teilte die Polizei mit, dass zwischen Juni und August dieses Jahres 174 E-Roller kontrolliert worden seien. Am häufigsten seien Verstöße wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss festgestellt worden. Zur Erinnerung: Gefahren werden dürfen die elektrisch betriebenen Tretroller auf Radwegen, nicht auf Gehwegen. Mit der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge wurde laut der Stadt Osnabrück festgelegt, dass mit einem E-Scooter auch gemeinsame und getrennte Geh- und Radwege, Radfahrstreifen sowie Fahrradstraßen befahren werden dürfen.

Bildtext:
Neben Tier bietet nun auch das amerikanische Unternehmen Lime E-Scooter in Osnabrück zur Leihe an.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
André Pottebaum


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