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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Petition für Stadtbahn
Zwischenüberschrift:
Unterschriftenaktion bis Samstag online
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Noch bis Ende Oktober können sich Bürger an einer Unterschriftensammlung der Osnabrücker Stadtbahn-Initiative beteiligen. Schon jetzt fordern Tausende Teilnehmer, die Machbarkeit eines Stadtbahn-Neubaus fachlich prüfen zu lassen. Die Untersuchung sei für rund 80 000 Euro und damit kleines Geld″ zu haben, teilt die Stadtbahn-Initiative mit. Sie erwarte, dass der Osnabrücker Rat diesen Betrag im kommunalen Haushalt bereitstellt. Der Etat für die Jahre 2021 und 22 wird im Dezember verabschiedet. Die SBI weist seit Langem darauf hin, dass die regionalen Klimaschutzziele nur zu erreichen seien, wenn der Autoverkehr erheblich reduziert und die umweltfreundlichen Verkehrsarten gestärkt würden. Die hohe Anzahl der Pendler nutzt zum großen Teil das Auto, auch weil brauchbare ÖPNV-Angebote fehlen″, stellt die Initiative fest. Eine Stadtbahn dürfe deshalb nicht an der Osnabrücker Stadtgrenze enden, sondern müsse auch das Umland erschließen.

Die Stadtbahn ist ein lange bewährtes, technisch ausgereiftes System, das in den letzten Jahrzehnten in Europa und weltweit eine Renaissance erlebt hat″, heißt es in der Mitteilung weiter. In Deutschland beschlossen erst vor Kurzem die Städte Wiesbaden und Regensburg den Neubau einer Stadtbahn. Auch Osnabrück verfügte einst über eine Straßenbahn: Doch sie wurde 1960 abgerissen, um die Stadt autogerecht zu machen.

Die SBI bedauere sehr, dass das sogenannte Lindschulte-Gutachten 2013 die Machbarkeit einer Stadtbahn in Osnabrück nicht untersucht habe aber dennoch damals von der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) die Botschaft verbreitet worden sei, eine Stadtbahn rechne sich nicht. Damit wurde kostbare Zeit für das Erreichen von Klimaschutz und Verkehrswende verplempert″, meint die Initiative.

Mit einer Petition an den Osnabrücker Rat will die SBI ihrer Forderung Nachdruck verleihen. Seit Anfang des Jahres werden dafür zahlreiche Unterschriften gesammelt. Allein im Internet beteiligten sich bis Mittwochmittag bereits mehr als 2000 Personen davon knapp zwei Drittel aus Osnabrück, der Rest meist aus der Umgebung. Hinzu kommen laut Initiative mehrere Hundert″ Unterstützer, die sich in Listen aus Papier eintrugen.

Die Stadtbahn-Initiative legt ihre Unterschriftenlisten ein letztes Mal am Freitag, 30. Oktober, von 12 bis 14 Uhr an einem Infostand auf der Großen Straße (Nähe Neumarkt) aus. Die Frist für die Online-Petition endet am Samstag, 31. Oktober, um Mitternacht. Bis Mitte November möchte die SBI sämtliche Listen dem Osnabrücker Oberbürgermeister persönlich übergeben.

Bildtext:
Busse reichen nicht!″, meint die Osnabrücker Stadtbahn-Initiative und fordert deshalb den Neubau einer Tram, die bis in die Region reicht. Das Bild zeigt eine Fotomontage aus dem Jahr 2013 mit Bus und Straßenbahn auf dem Neumarkt.
Foto:
Stefan van Lente
Autor:
Sebastian Stricker


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