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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mal eben kurz die Welt retten
 
Wie werde ich Umweltmanager?
 
Wege zum Solarteur
 
Energiewende: Mehr Jobs
 
Gegen das schlechte Image
 
Grün ist die Zukunft
Zwischenüberschrift:
Nachhaltiges Catering und umweltverträgliche Events: viele Chancen – neue Berufe
 
Ein Job, viele Möglchkeiten
 
Erneuerbare Energie als Berufschance: Weiterbildung wichtig
 
Interview mit Staatssekretär Gerd Hoofe
 
Die Chemie-Branche bietet viele Möglichkeiten und räumt mit Vorurteilen auf
 
Studieren in Umweltberufen als Trend
Artikel:
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Originaltext:
BERLIN. Der Schutz der Umwelt ist in allen Bereichen des Lebens gegenwärtig. Und auch die Berufsbilder, die damit einhergehen, werden immer vielfältiger. Ein Beispiel ist das Thema Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen″, das Eventagenturen, Unternehmen und Cateringfirmen beschäftigt. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, Energie langfristig, effektiv und umweltschonend einzusetzen.

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Konsumenten von der Bedeutung dieses wichtigen Themas zu überzeugen. Glaubwürdigkeit sowie die Art und Weise der Darstellung des Unternehmens ist dabei ein entscheidender Punkt. Aus diesem Grund sei Nachhaltigkeit im Event laut Joachim König (Präsident des Europäisches Verbandes der Veranstaltungs-Centren) ein so wichtiges Anliegen. Auch Gerrit Jessen von der Veranstaltungsagentur MCI Berlin betont: Nicht Marketinggründe, sondern die Glaubwürdigkeit im nationalen Umgang miteinander stehen im Vordergrund.″ Wirklich wichtig seien Eigendynamik, Engagement, Motivation und Teambuilding. Mit diesen Kriterien soll der Konsument überzeugt werden. Torsten Schulze, Direktor des Steigenberger Hotels Berlin, weist darauf hin, dass Nachhaltigkeit ein positiver Aspekt im ökologischen Ansatz sei. Anfangs habe man der ökologischen Energieerzeugung viel Skepsis entgegengebracht. Doch mithilfe regenerativer Energien sei der Stromverbrauch im Jahr 2010 gesenkt worden. Neben diesen ökologischen sind dann auch soziale Fortschritte zu erwarten″, fügte Schulze hinzu.
Ein weiterer Aspekt ist dasThema Catering: Etwa zehn Prozent der Veranstaltung macht das Catering aus, und das ist ein sensibler Prozess beim Ablauf eines Events″, so Anja Lindner, Geschäftsführerin der Cateringfirma tegut...bankett″. Menschen sollten die Lebensmittel erfahren. Wie wird angepflanzt, wo kommen die Lebensmittel her, und wie wird produziert? Privatmenschen und Firmenkunden hätten unterschiedliche Auffassungen von Nachhaltigkeit. Sinnvoll, einfach und lebendig. Das sind die wesentlichen Punkte, mit denen sich das nachhaltige Catering befasst″, so Lindner. Deshalb sei es wichtig, Ressourcen wie Mensch, Tier und Equipment miteinander zu kombinieren.
Wie wichtig Nachhaltigkeit ist, erklärt Joachim König: Es muss berücksichtigt werden, dass Ressourcen nur begrenzt zur Verfügung stehen. So ist auch der ökologische Fußabdruck von Bedeutung. People, Planet und Profit sind das Motto bei der Planung und Durchführung eines Events.″ Im internationalen Vergleich liege Deutschland eher vorne, was die Maßnahmen zur Nachhaltigkeit anbelangt, da beispielsweise großer Wert auf Mülltrennung gelegt werde.
Da kommt das Catering wieder ins Spiel. Wie wird zubereitet? Verwendet man Ökostrom oder Mixstrom, Frischgemüse oder Tiefkühlgemüse? Catering besteht aus diesem Grund zu 80 Prozent aus Logistik″, sagt Anja Lindner. Der CO2- Gehalt soll reduziert und Technikkosten eingespart werden. Da gibt es eine Menge zu beachten, wenn man im Sinne von Nachhaltigkeit handeln will. So wird man als Geschäftsführerin einer Cateringfirma plötzlich zum Umweltmanager, und das Berufsbild wandelt sich.

Bildtext:
Guten Appetit: Umweltschutz ist auch am Buffet möglich.
Foto:
Colourbox

BERLIN/ OSNABRÜCK. Fast überall gibt es ein Management: im Sport, bei Events oder im Tourismus. Aberauch für die Umwelt? Von diesem Beruf ist bisher wenig bekannt. Machen wir uns also auf die Spuren eines Umweltmanagers.
Ein erster Eindruck: Die Arbeit ist facettenreich, oft nicht greifbar für den normalen Beobachter. Es betrifft Abläufe bei Veranstaltungen und im Berufsalltag. Es geht darum, Nachhaltigkeit zu gewährleisten, um so die Umwelt zu schonen.
Anja Lindner, Geschäftsführerin der Catering-Firma tegut...Bankett″, weiß, dass viele Maßnahmen unsichtbar bleiben: Wir schauen, welche Möglichkeiten vor Ort zur Verfügung stehen. Kann ich meine Mitarbeiter beispielsweise vor Ort engagieren und spare so die Anreise für auswärtige Arbeitskräfte.″ So könne der CO2-Ausstoß reduziert werden. Außerdem achten wir auf saisonale Früchte. Im Winter gibt es dann eben keine Erdbeeren″, so Lindner. Das seien einfache Dinge, die aber auch schon der Umwelt zuträglich seien.
Auch die Außendarstellung ist ein bedeutender Faktor in der Arbeit geworden. Es geht dabei um die Glaubwürdigkeit der Unternehmen gegenüber ihren Kunden″, erklärt Gerrit Jessen. Als Unternehmensleiter von MCI Berlin Gmbh″, einer internationalen Firma, die umweltfreundliche Kongresse organisiert, ist er ein Fachmann auf dem Gebiet. Man müsse die Umsetzungvor allem messbar und einfach machen, damit das Thema greifbar wird. Das passiere beispielsweise durch regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte.
Und, wie werde ich nun Umweltmanager? Jessen kann weiterhelfen: Die Menschen sind zum Beispiel Köche oder Hotelfachkräfte und machen dann Fortbildungen. Es gibt keinen klassischen Weg.″ Trotzdem seien Kenntnisse aus der Betriebswirtschaftslehre nicht schädlich.
Denn: Wer nicht vernünftig wirtschaftet, kann auch nicht nachhaltig arbeiten″, so Jessen.

OSNABRÜCK. Lukas, was machst du jetzt?″, fragt eine Frauenstimme. Unseren Strom″, antwortet Lukas, bei dem es sich um keinen Geringeren handelt als Nationalspieler Lukas Podolski. In einer Werbung wirbt er für Solarstrom. Nicht nur Lukas Podolski hat erkannt, dass die Zukunft der Stromerzeugung wohl in der Solartechnik liegt. Doch welche Berufsmöglichkeiten gibt es denn in diesem Bereich? Wie nennt man beispielsweise die Männer und Frauen, die Fotovoltaik- und Solaranlagen auf dem Dach montieren?
Also einen wirklichen Namen gibt es nicht. Am ehesten trifft es aber der Solarteur″, erklärt Alois Plüster von Sun Concept Plüster. Er selbst steigt den Leuten seit zwölf Jahren aufs Dach und installiert mit einem Team die Solarzellen. Eine richtige Ausbildung gibt es dazu nicht. Es ist aber eine Spezialisierung erforderlich, damit man sich die nötigen Fachkenntnisse erwirbt. Man kann eine Weiterbildung machen. Meistens kommen die Personen aus der Elektro-, Gas- und Wasserinstallation und haben eine abgeschlossene Ausbildung″, so Plüster, der selbst zertifizierter Solarfachberater ist. Die Weiterbildung hat Plüster am Energie- und Umweltzentrum Springe-Eldagsen in der Nähe von Hannover gemacht. Solarfachberater ist allerdings nur eine Möglichkeit, sich in diesem Bereich fortzubilden. An einigen Handwerkskammern, zum Beispiel in Münster und Düsseldorf, kann eine Weiterbildung zur Fachkraft für Solartechnik/ Solarteur″ gemacht werden. In einem Kurs werden dann unter anderem Kenntnisse zur Solarthermie und Fotovoltaiktechnik vermittelt.
Ein Solarteur alleine kann allerdings in den meisten Fällen wenig ausrichten. Denn die Arbeit bei der Installation einer Solarstromtechnik ist ein Zusammenspiel verschiedener Berufszweige. Der Dachdecker kümmert sich beispielsweise um den Aufbau, während sich der Elektriker dann um das Anschließen der Technik kümmert″, erklärt Plüster. Teamgeist sei dabei wichtig.

Umweltberufe
Unter dieser Rubrik sind Artikel zu finden, die sich mit dem Thema Umweltberufe″ auseinandersetzen. Die Texte werden meist von Schüler-Reportern geschrieben.

Wie definiert sich der Begriff Energiewende?
Energiewende bedeutet, dass die benötigte Energie möglichst umweltschonend produziert wird, wobei die Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. Dabei muss auf erneuerbare Energien gesetzt werden.
Inwieweit werden die steigenden Stromkosten Deutschlands die internationale Wettbewerbsfähigkeit schwächen?
Ich glaube nicht, dass die Stromkosten momentan und in der Zukunft derart ansteigen, dass wir dadurch Nachteile auf dem internationalen Wettbewerb haben werden. Letztendlich ist das langfristige Ziel, dass die Energie umweltschonend und nachhaltig hergestellt wird. Da wird sicher eine internationale Preisbalance entstehen. Wichtig ist zudem zu sagen, dass Deutschland in Sachen erneuerbare Energien ein Vorreiter ist.
Kann es zu einer verstärkten Abwanderung von deutschen Betrieben ins Ausland kommen?
Dass glaube ich nicht, weil wir mit unserem technischen Knowhow auch zukunftsträchtig dafür sorgen werden, dass Energie bezahlbar ist und dass wir insgesamt weniger Energie benötigen.
In welchen Bereichen werden durch die Energiewende neue Arbeitsplätze entstehen?
In den Bereichen der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz.
Inwieweit gibt es durch die wachsende Hightech-Branche ein verändertes Anforderungsprofil an die Arbeitnehmer?
Das Anforderungsprofil an die Arbeitnehmer steigt, weil im Beruf heute eine Vielzahl von unterschiedlichen Qualifikationen gefragt ist. Daher muss in Ausbildung und in Weiterbildung darauf Wert gelegt werden.
Wird sich die Energiewende in der Summe positiv oder negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken?
Die Energiewende wird sich absolut positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken, weil in den genannten Branchen die gesamte Beschäftigung überproportional steigen wird.

Bildtext:
Gerd Hoofe.
Foto:
privat

KLASSE!- NEWS

Auf unseren KLASSE!- Seitenschreiben Schüler die Artikel. Die Kinder und Jugendlichen sind Teil des KLASSE!- Projektes. Sie schreiben die Artikel entweder im Unterricht oder sind Mitglied unserer Jugendredaktion. Alle Texte, die veröffentlicht werden, nehmen automatisch an unserem Artikelwettbewerb teil. Kontakt: c.achenbach@ noz.de

OSNABRÜCK. Alles, was du siehst, fühlst, riechst und schmeckst, hat irgendwie mit Chemie zu tun.″ Damit wirbt die Internetseite www.elementare-vielfalt.de. Auch Johan Haasnot vom Chemie-Nord Arbeitgeberverband, möchte junge Menschen über die Vielfältigkeit und die Berufsperspektiven der Branche informieren.
Doch das ist nicht einfach, schrecken Naturwissenschaften doch viele Jugendliche erst einmal ab. Das Problem liegt darin, dass im Chemieunterricht in der Schule keine Perspektiven für zukünftige Berufe genannt werden und die Schüler gar nicht wissen, was man alles mit dem gesammelten Schulwissen machen kann″, erklärt Johan Haasnoot. Außerdem habe die Chemie mit vielen Vorurteilen, wie zum Beispiel im Bereich Umweltschutz und Gesundheit, zu kämpfen. Doch gerade die Verbesserung des Umweltschutzes sei ein großes Anliegen der Branche.
Auf der einen Seite ist Einsparung oftmals ein großes Thema, da zum Beispiel Wärme doppelt genutzt werden kann. Außerdem werden immer mehr Offshore-Windparks gebaut, bei denen der Kunststoff aus der Chemie-Branche kommt.
Denkt man an eine Ausbildung in der Chemie, kommen sofort Berufe wie Chemikant und Laborant in den Sinn, doch neben naturwissenschaftlichen Berufen werden auch technische und kaufmännische Ausbildungsplätze angeboten. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines dualen Studienganges in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Informatik und Naturwissenschaften, bei dem die Theorie an der Uni gelernt und direkt in einem Ausbildungsbetrieb praktisch angewendet wird, um das Gelernte im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen″, macht Johan Haasnoot deutlich.
Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit der Berufsvorbereitung, bei der junge Leute, die einen nicht all zu guten oder gar keinen Schulabschluss haben, die Chance eines Praktikums von bis zu zwölf Monaten und Nachhilfeunterricht bekommen.
Derzeit gibt es in der Chemie-Branche etwa 1900 Unternehmen mit rund 550 000 Beschäftigten und 26 000 Azubis. Die Branche bietet eine Vielfalt an Berufen, die auf innovative Lösungen der Zukunft setzen. Daher bietet eine Ausbildung sehr gute Zukunftschancen mit guten Gehältern″, sagt Haasnoot. In Norddeutschland gibt es derzeit circa 23 offene Stellen in den verschiedensten Bereichen. Eine Initiativbewerbung macht sich dort immer gut″, rät Haasnoot jungen Berufsstartern.

Praxisbeispiel
Der Chemieingenieur Thomas H. Weißer arbeitet für Enviro Chemie. Das Unternehmen baut Anlagen, mit denen beispielsweise industrielles Abwasser wieder aufbereitet und daraus Energie gewonnen werden kann. Er beschäftigt sich dort mit der Entwicklung, Konstruktion und Vermarktung solcher Anlagen. Als Chemieingenieur hat man die Aufgabe, Verfahren zu entwickeln, beidenen chemische Prozesse in der Industrie genutzt werden können. Der Einsatzbereich ist vielfältig, da ein Chemieingenieur sowohl über chemisches Wissen als auch über technisch-ingenieurwissenschaftliches Fachwissen verfügen sollte.

OSNABRÜCK. Studieren, ja klar! Aber was genau denn eigentlich? Viele Abiturienten kennen das Problem mit der Suche nach dem richtigen Studienplatz. Schließlich muss man sich zwischen 16 000 Studiengängen deutschlandweit entscheiden. Da kann man schon ma lden Durchblick verlieren.
Den Durchblick im Dschungel voller Studiengänge können Doris Heinzel und ihre Kollegen von der Agentur für Arbeit Osnabrück schaffen. Bei der Studienberatung helfen wir bei der Orientierung, Beratung und Vermittlung″, erklärt Heinzel. Besonders im Bereich Umwelt ist diese Unterstützung gefragt. Denn der Arbeitsmarkt für Umweltberufe steigt zwar stetig, aber welche Studienmöglichkeiten und Perspektiven es in dieser Sparte überhaupt gibt, wissen die wenigsten. Inzwischen arbeitet jeder 20. in Deutschland im Umweltschutz, das heißt insgesamt 1, 8 Millionen Menschen. Den größten Zuwachs kann der Sektor erneuerbare Energien nachweisen.
Aber auch andere Bereiche, abseits der Solarzellen und Windparks, werden immer beliebter, wie beispielsweise das Umweltmanagement oder die Erforschung von Umweltkatastrophen. Viele Studiengänge können auf den ersten Blick oft wenig mit der Perspektive Umwelt″ in Verbindung gebracht werden. Doch beim genaueren Hinsehen werden einige Möglichkeiten aufgedeckt. Als Betriebswirtschaftsstudent kann man später beispielsweise Konzepte entwickeln für ein umweltverträgliches Arbeiten in großen Unternehmen. Und als angehender Jurist kann man sich auf Umweltrecht spezialisieren″, erklärt Heinzel. Natürlich gebe es auch die klassischen″ Studiengänge wie Biologie, Landschaftsarchitektur und Umwelttechnik. Es ist also für jeden etwas dabei. Nur eine kleine Voraussetzung gibt es: Ein gewisses Interesse an Umwelt und Energiefragen sollte schon vorhanden sein. Aber ansonsten stehen alle Türen offen″, so Heinzel.
Wer nicht gleich studieren will oder sich noch nicht sicher ist, ob der Umweltbereich eine Berufsoption ist, kann das ganz unverbindlich einmal am Green Day Schulen checken grüne Jobs″ testen. Am 12. November öffnen viele Unternehmen, (Fach-) Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Tore, und interessierte Schüler können Einblicke in die dortige Arbeit erhalten. Außerdem gibt es seit einigen Jahren das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ).
Autor:
Marie-Sophie Herlein, Natascha Kanke, Friederike Kalkmann, Tina Rybinski, Julie Gebauer, Leonie Alefs, nka


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