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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Steckenpferdreiter auf Ampel
Zwischenüberschrift:
Auch Osnabrück hat jetzt ein eigenes Ampelmännchen
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück In Mainz, Berlin oder Emden gibt es sie bereits: stadttypische Ampelmännchen. Auch die Friedensstadt Osnabrück ist dem Trend gefolgt und hat seit dem gestrigen Freitag das herkömmliche Fußgängeremblem an einer Stelle der Stadt durch den geschichtsträchtigen Steckenpferdreiter ersetzt. Ausgewählt wurden die vier Ampeln an der Alten Münze zwischen Uni-Bibliothek und der Einfahrt zur Tiefgarage Ledenhof. Dort weist nun ein gehender beziehungsweise stehender Steckenpferdreiter den Fußgängern den Weg über die Straße.

Es ist ein Motiv, mit dem ein Zeichen für den Frieden gesetzt werden soll: Wir freuen uns sehr, dass nun auch Osnabrück als Friedensstadt die Möglichkeit erhalten hat, dem Friedensgedanken eine sichtbare Präsenz im Straßenbild zu geben″, erklärte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Das Motiv habe einen direkten Bezug zur Historie der Stadt, zum Westfälischen Frieden und zur alljährlichen Tradition des Osnabrücker Steckenpferdreitens.

Idee vor einem Jahr

Angestoßen worden war die Idee eines eigenen Osnabrücker Ampelmännchens schon im vergangenen Jahr von einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Seither hatte der Gedanke die Verantwortlichen nicht mehr losgelassen denn Charme hat die Idee allemal. Zwar hätten auch andere Motive zur Diskussion gestanden, wie beispielweise das allseits bekannte Peace″-Zeichen. Doch damit wäre man dem gewünschten Einstellungsmerkmal der Stadt Osnabrück nicht gerecht geworden also entschied man sich im Rathaus für den Steckenpferdreiter.

Nachdem anfängliche Zweifel vonseiten der Zuständigen für die städtische Verkehrsplanung allmählich aus dem Weg geräumt worden waren, konnte ein geeigneter Ort für die symbolischen Ampeln gefunden werden: Vor allem durch die ruhige Lage ohne großes Verkehrsaufkommen hat sich dieser Standort angeboten. Denn hier ist auszuschließen, dass ein ungewöhnliches Verkehrszeichen für gefährliche Ablenkung sorgt. Schließlich hat Sicherheit bei den Verkehrsteilnehmern oberste Priorität″, sagte Stefan Zimmermann vom Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlage.

Dementsprechend hatte sich auch das Layout an bestimmte Vorgaben zu halten, wie die zuständige Grafikdesignerin Janin Arntzen mitteilt. So habe es eine realistische Darstellung des Steckenpferdreiters sein müssen, bei dem die Unterscheidung zwischen gehend″ und stehend″ eindeutig zu erkennen sei. Doch das war für Arntzen offenbar kein Problem. Direkt der erste Entwurf, den sie vorgelegt hatte, sei damals abgesegnet worden, berichtete sie stolz.

Zeichen für den Frieden

Grünes Licht″ hatte das Ampelmännchen bereits vor mehr als einem Jahr bekommen. Dass es erst jetzt an den Start habe gehen können, gehöre zu den vielen Folgen von Corona, hieß es am Freitag bei der öffentlichen Vorstellung. Schließlich hätten sich die städtischen Mitarbeiter in den vergangenen Monaten verstärkt um andere, zunächst einmal wichtigere Aufgaben kümmern müssen, sagte Stadtsprecherin Nina Hoss. Auch die ursprüngliche Idee, die Vorstellung auf den Tag des Steckenpferdreitens der Osnabrücker Grundschüler zu legen, sei leider keine Option gewesen. Schließlich habe die Tradition aufgrund der steigenden Infektionszahlen in diesem Jahr erstmals ausfallen müssen.

Für den Oberbürgermeister ist es daher höchst erfreulich, dass der Osnabrücker Friedenstag, der stets am 25. Oktober eines Jahres begangen wird, nun wenigstens auf diese Weise ins Gedächtnis gerufen werden konnte und das ab sofort sogar dauerhaft.

Bildtexte:
Wolfgang Griesert (links) und Janin Arntzen (rechts) beim Enthüllen von einer der vier Steckenpferdreiter-Ampeln, die sich an der Straße Alte Münze zwischen Uni-Bibliothek und der Einfahrt zur Tiefgarage Ledenhof befinden.
So sieht eine der neuen Friedensampeln aus, wenn es heißt: Stehen bleiben!
So sieht das grüne Pendant dazu aus.
Fotos:
André Havergo
Autor:
Margaux de Poortere


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