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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Noch mehr Häuser für das Landwehrviertel
Zwischenüberschrift:
Stadtteil Atter wächst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Atter vor dem Wachstum: Aus der britischen Quebec-Kaserne ist das größte Baugebiet Osnabrücks geworden. Die ersten Häuser auf dem 37 Hektar großen Gebiet zwischen der Landwehrstraße und der Strothesiedlung sind schon belegt. Aber wie viele Häuser verträgt das neue Viertel? Annette Niemann vom Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter″ hält die Entwicklung im Landwehrviertel nicht für nachhaltig: Es ist ein Eingriff in die Natur. Wir haben mehr Hitzeperioden und trotzdem wird gebaut.″

Sie und ihr Verein stellten im städtischen Bürgerforum Atter Fragen nach der Durchlüftung auf dem Gelände und nach einer Höchstgrenze für die Anzahl von Wohnungen in dem Quartier vor diesem Hintergrund: 2013 seien dort noch Häuser mit insgesamt 600 Wohnungen geplant gewesen, aber inzwischen werde mit höheren Geschossen geplant.Keine Maximalgrenze

Der Fachbereich Städtebau hat offenbar keine Höchstzahl für Wohnungen im Landwehrviertel festgelegt, aber Stadtplaner Lars Bielefeld hält es für möglich, dass dort 1000 bis 1200 Wohnungen entstehen können. Was die Durchlüftung angeht, sieht der Stadtplaner keinen besonderen Grund zur Sorge: In Niedersachsen seien vergleichsweise große Abstände zwischen Häusern vorgeschrieben.

Aber eine Garantie für eine subjektiv empfundene gute Durchlüftung könne die Stadt nicht geben. Gleichwohl habe die Stadt ein Konzept zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels″ erarbeitet unter anderem mit Ausgleichsflächen für neue Siedlungen.Altes Kasernengelände

Was den vermuteten Eingriff in die Natur angeht, erinnerte Lars Bielefeld daran, dass für das Landwehrviertel keine Freifläche in Anspruch genommen wird, sondern ein vorher bebautes und großenteils versiegeltes Kasernengelände, und die Situation sei dort bioklimatisch ungünstig″ gewesen.

Die Entwicklung auf dem Gelände mit den neuen Bauprojekten beschrieb der Stadtplaner als erfreulich″ unter anderem mit weiteren Verhandlungen, Bietern, Käufern und Bauträgern. Derzeit würden eine grüne Mitte″ und ein grüner Ring″ für das Viertel geplant.

Mitte Oktober öffne ein Rewe-Markt, und die Schallschutzwand entlang der Bahnlinie werde wohl noch in diesem Jahr fertiggestellt. Bielefelds Zwischenbilanz lautet: Wir sind rundum zufrieden mit der Entwicklung.″

In Atter gibt es auch Zustimmung für die neue Siedlung nur kam sie zunächst lautlos im Bürgerforum an. Weil die Stadtteilgremien in Form von Videokonferenzen tagen, ist es auch möglich, dass Anwohner sich spontan per Tastatur einbringen. Martina Sellmeyer von der Stadtverwaltung las zwischendurch aus dem Chat das Lob von Anwohnern für das riesige Siedlungsprojekt vor.

Bildtext:
Baustelle im Landwehrviertel: Einige Reihenhäuser werden bereits bewohnt, weitere werden gerade gebaut und viele noch geplant. In dem Quartier in Atter könnten 1000 bis 1200 neue Wohnungen entstehen.
Foto:
Michael Gründel
Autor:
Jann Weber


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