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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Schön, dass im Hafen wieder etwas passiert″
Zwischenüberschrift:
Studierende entwickeln einen neuen Blick auf eine alte Kaserne
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ein hippes Viertel ist in der ehemaligen Osnabrücker Winkelhausenkaserne entstanden, mit Start-ups und Restaurants, Hochschuleinrichtungen und Proberäumen. Für junge Leute schwer vorstellbar, dass vor wenigen Jahrzehnten alles noch ganz anders war. Studierende der Uni haben nachgeforscht.

Dass das Kasernengelände bis zum Abzug der Briten vor zwölf Jahren für Normalbürger eine No-go-Area war, haben ältere Osnabrücker noch lebhaft in Erinnerung. Aber nicht allen Teilnehmern des Projekts Quartiersanalyse Osnabrücker Hafen″ war das so bewusst, als sie im Mai dieses Jahres mit ihrer Arbeit begannen. Die Dozentin Antje Busch-Sperveslage vom kunsthistorischen Institut der Osnabrücker Universität wollte damit den Blick auf die Geschichte des Quartiers zwischen Elbestraße und der Netter Heide richten.

16 Studierende nahmen an der Lehrveranstaltung teil, die wegen der Corona-Beschränkungen online stattfinden musste. Sie bildeten vier Gruppen, die sich unterschiedlichen Epochen widmeten, trugen historische Fakten zusammen und arbeiteten sich in Geoinformationssysteme ein, um die Veränderungen in Luftbildern und Karten zu synchronisieren. Dabei entstand der Gedanke, mit Drohnenaufnahmen den Status quo zu dokumentieren. Da erwies es sich als glückliche Fügung, dass Igor Schellenberg sein Ingenieurbüro für Umweltplanung im Leisen Speicher eingerichtet hat ganz in der Nachbarschaft von Antje Busch-Sperveslage. Er nutzt eine Drohne für seine Arbeit und war bereit, mit seinem Fluggerät Aufnahmen für die denkmalpflegerische Quartiersanalyse zu liefern. Aus der Luft lässt sich am besten nachvollziehen, wie sich Grünflächen, Verkehrswege und versiegelte Flächen aufteilen und warum sich die vorhanden Strukturen so und nicht anders entwickelt haben.

In ihrer Dokumentation legen die Teilnehmerinnen des Projekts dar, wie mit dem Stichkanal alles anfing und wie es dann weiterging mit dem Hafen, dem Flugplatz Netter Heide und der Winkelhausenkaserne, die nach dem Krieg von den Briten übernommen wurde. Aber auch die Veränderungen im Umfeld sind deutlich zu erkennen, etwa die Vergrößerung der Kläranlage in den 90er- Jahren.

Ohne den Kanal und ohne den Hafen hätte sich das Viertel nicht so interessant entwickelt, meint Projektteilnehmerin Lydia Hespe. Sie konnte sich nicht so recht vorstellen, dass ihre Großmutter früher im Stichkanal geschwommen ist. Beim Blick auf die historischen Luftaufnahmen wurde ihr manches klarer. Begeistert sind die Studentinnen vor allem über die aktuelle Entwicklung, die nach dem Abzug der Briten möglich wurde. Es ist schön, dass im Hafen etwas passiert und dass die Speicher wieder genutzt werden″, meint Teilnehmerin Alina Willmann. Dozentin Antje Busch-Sperveslage schließt sich an: Es wäre bedauerlich, wenn man das alles abgerissen hätte.″

Die Geschichte des Osnabrücker Hafens bis heute″ lautet der Titel einer Veranstaltung, in der die Studierenden des Kunsthistorischen Instituts in mehreren Durchläufen ihre Arbeit vorstellen, am Dienstag, 13. Oktober, und am Donnerstag, 15. Oktober, jeweils zwischen 16 und 18 Uhr im Lauten Speicher (Erdgeschoss). Wegen der Corona-Sicherheitsvorkehrungen ist die Teilnehmerzahl auf zehn Personen begrenzt.

Bildtext:
Bilder aus der Vogelperspektive lieferte eine Drohne, die Igor Schellenberg den Teilnehmerinnen der denkmalpflegerischen Quartiersanalyse für das Hafengebiet zur Verfügung stellte.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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