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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das Ende eines beliebten Kiosks? Unbekanntes Archivfoto gibt Rätsel auf
Zwischenüberschrift:
OS-Nachbarinnen erzählen von den Tücken des Maschinenschreibens
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Zu dem Ort des Schreibmaschinenkurses auf dem unbekannten Foto der vergangenen Woche gibt es nur eine Vermutung: Meines Erachtens könnte das Bild bei Steno-Erdmann am Haarmannsbrunnen aufgenommen worden sein″, schreibt Monika Helmkamp. In die etwas unglücklich blickenden jungen Damen vor ihren Schreibmaschinen kann sich wohl jeder hineinversetzen, der das Zehnfingersystem lernen musste noch dazu auf einer mechanischen Schreibmaschine.
Ursula Jansen wird ihre erste Stunde im Schreibmaschinenraum der zweijährigen Handelsschule in Cloppenburg im Jahr 1961 wohl nie vergessen: Uns wurde erklärt, welche Finger auf welche Tasten gehörten. Irgendwie muss ich etwas missverstanden haben, denn anstatt mit den Zeigefingern, fff jjj′ anzufangen, drückteich und dieses mit voller Kraft auf Kommando mit zehn Fingern die Tasten der Schreibmaschine auf einmal runter. Erschrocken blickteich auf die total verhakten und verhedderten Typen, die nur sehr schwer wieder auseinanderzubringen waren. Daraufhin wurde ich sofort in die hinterste Reihe versetzt und musste noch aufmerksamer zuhören.″
Auch Monika Helmkamp erinnert sich an ihren Kampf mit der mechanischen Schreibmaschine: Man musste schon mit Schwung recht kräftig auf die Tasten drücken, um die Typen vom Anschlag bis auf das Blatt zubefördern. Besonders die kleinen Finger mussten einiges leisten. Zwischen die Tasten bin ich hin und wieder auch mal mit den Fingern geraten, aber viel öfter verhakten sich die einzelnen Typen ineinander, wenn man zu schnell und nicht präzise genug war.″
Mit den elektrischen Schreibmaschinen wurde zwar vieles einfacher, es war aber auch eine große Umstellung, wie Monika Helmkamp schreibt: Als ich [...] meine Ausbildung 1970 begann, erwartete mich eine rote Kugelkopfmaschine der Firma IBM. Diese kannte ich nur aus James-Bond-Filmen. Es war in den ersten Tagen recht schwierig, die erlernte Kraft aus dem Anschlag zu reduzieren. Die leiseste Berührung löste schon einen Buchstabendruck aus. Am Beginn dieses Umlernprozesses erzeugte ich noch eine Menge falscher Buchstaben. Aber, dem Himmel sei Dank, es gab ja die berühmten Tipp-Ex-Blättchen. Jeder falsche Buchstabe konnte somit durch eine Wiederholung mit Weiß überschrieben und dann wieder richtig erstellt werden.″
Das neue unbekannte Foto, das in Osnabrück im Februar 1958 aufgenommen wurde, wirkt etwas trostlos. Aber wo genau wurde die Aufnahme gemacht, und wasist darauf zu sehen? War der baufällige Container vielleicht einmal ein beliebter Kiosk oder ein bekannter Imbiss? Auf einer Vergrößerung des Fotos kann man an der herunterhängenden Ecke der Markise noch Weine″ lesen. Hinter einer Fensterscheibe ist ein Mann mit Hut zu erkennen der Kioskbesitzer? Kann der auffällige Zigarettenautomat ein Hinweis auf den Standort sein? Im Hintergrund ist ein vorbeifahrender Zug auf einem erhöhten Bahndamm zu sehen. Wurde das Bild vielleicht am Hasetor gemacht?

Bildtexte:
Maschinenschreiben erforderte volle Konzentration.
Verwahrlost wirkt diese Ecke der Stadt im Jahr 1958. Wissen Sie, wo die Aufnahme gemacht wurde?
Fotos:
Kurt Löckmann
Autor:
r.


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