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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt will 375 Jahre Westfälischer Friede groß feiern
Zwischenüberschrift:
Kulturausschuss berät über Planungen für das Jubeljahr 2023 und fordert internationale Strahlkraft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die gute Nachricht aus dem Kulturausschuss lautet: Der Etat bleibt für die nächsten Haushaltsjahre auf dem gleichen Niveau wie bisher; er liegt bei fünf Prozent des Gesamtetats der Stadt Osnabrück. Freilich setzt das voraus, dass der Kulturhaushalt für die Jahre 2021/ 22 so vom Rat abgesegnet wird, wie ihn Kultur-Fachbereichsleiterin Patricia Mersinger dem Ausschuss vorgestellt hat.Standortfaktor Kultur

Kritik am Haushaltsvolumen gibt es trotzdem, und zwar von der kulturpolitischen Sprecherin der CDU, Brigitte Neumann: Fünf Prozent vom Gesamtetat seien ein geringer Anteil für den wichtigsten Standortfaktor″ der Stadt, sagt sie. Auch der SPD-Kultursprecher Heiko Schlatermund sieht Optimierungspotenzial, und zwar, was die personelle Ausstattung der Kulturverwaltung angeht: Die Mitarbeiter dort seien äußerst überfordert″, sagt er, weil aufgrund der Corona-Krise Stellen unbesetzt bleiben mussten. Der Ausschussvorsitzende Sebastian Bracke (Bündnis 90/ Die Grünen) äußert sich gelassener: Es sei ein Haushalt, der in bekanntem Ausmaß die kulturelle Vielfalt sichert″, sagt er. Aber zunächst beraten ohnehin die Ratsfraktionen intern über den Doppelhaushalt, bevor der Kulturetat in der nächsten Sitzung am 5. November im Ausschuss diskutiert und dann in der Ratssitzung am 15. Dezember verabschiedet wird.

Noch weiter in der Zukunft liegen drei Jubiläen, die 2023 anstehen: 25 Jahre Felix-Nussbaum-Haus, der 125. Geburtstag von Erich Maria Remarque. Vor allem aber steht das 375-jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens an, und das gedenkt die Stadt groß zu feiern groß im Sinne von international beachtet″, fordert Neumann. Daher hat Mersinger bereits 500 000 Euro in den kommenden Doppelhaushalt eingestellt, 250 000 pro Jahr, um die Planungen voranzutreiben. Die stehen offenbar erst am Anfang; nach einem ersten Workshop im Sommer folgt ein weiterer Workshop mit internationalen Gästen im November, doch davor soll bis bereits zur Sitzung am 5. November eine Leitidee für das Jubiläumsjahr formuliert werden. Schlatermund sagt dazu einerseits, ein Jubiläumsjahr nach dem Muster von 1998, als das 350-jährige Jubiläum des Friedensschlusses gefeiert wurde, sei mangels Zeit und Geld nicht wiederholbar. Andererseits fordert er, offen und mutig für Größeres″ zu sein, andernfalls würde sich die Stadt blamieren. Neumann hingegen möchte das Feierprojekt nicht kleinreden″.Neues Klassikforum?

Weitaus konkreter sind Planungen für eine Ausstellung zu Ehren des 100. Geburtstags des Künstlers Rudolf Englert im nächsten Jahr, die Maren Koormann, Kuratorin für klassische Moderne im Museumquartier, dem Ausschuss vorgestellt hat. Ebenso konkret klingt ein Vorschlag der CDU: Sie regt an, die Musikstadt″ Osnabrück zu stärken und ein Klassikforum Osnabrück″ zu gründen. Hier herrscht allerdings noch Klärungsbedarf: Will das Forum besonders begabte Nachwuchsmusiker fördern, oder sollen möglichst viele in den Genuss einer Förderung kommen? Immerhin: Das Wohlwollen des Kulturausschusses ist dem Projekt sicher.

Bildtext:
Schauplatz großer Feierlichkeiten: 2023 will Osnabrück den Westfälischen Frieden feiern.
Foto:
Guido Kirchner/ dpa
Autor:
Ralf Döring


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