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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kraft, Ausdauer, Balance
Zwischenüberschrift:
Neu im Osnabrücker Nettebad: So funktionieren Ninjacross-Parcours und Stehrutsche
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Ein neu überdachtes Außenbecken, eine Rutsche, in der man nicht liegt oder sitzt, und ein Geschicklichkeitsparcous, bei dem Koordination und Kraft gefragt sind: Zum 1. Oktober nehmen die Stadtwerke Osnabrück den Umbau des Freizeitbereiches im Nettebad offiziell in Betrieb. Wir haben die neuen Angebote vorab getestet.

Keine Frage: Geschicklichkeitsparcours liegen seit Jahren voll im Trend, ob in der Halle, unter freiem Himmel oder über Wasser wie nun im Osnabrücker Nettebad. Die beiden hiesigen Parcours bestehen aus je elf Hindernissen, die überwunden werden müssen. Zum Beispiel Styroporelementen, die zum Teil im Wasser, zum Teil über dem Wasser schweben und auf denen man balancieren, einer Sprossenleiter, die man, aus dem Wasser startend, mit der eigenen Körperkraft nach oben klettern, oder Turnringen, an denen man sich entlanghangeln muss.

Ziel ist es, den Parcours möglichst schnell und ohne Fehltritte zu bewältigen. Dabei sind Kraft, Technik, Koordination, Ausdauer und auch Geduld gefragt″, sagt Nettebadleiter Tilo Schölzel. Das geht nicht nur in die Arme, sondern bringt die Teilnehmer durchaus auch konditionell an ihre Grenzen.

Untergebracht ist der Ninjacross-Parcours im neu überdachten ehemaligen Außenbecken. Durch die Integration in den Hallenbereich soll die Wasserfläche in Zukunft ganzjährig genutzt werden können. Dadurch soll sich die Situation etwa für Individualschwimmer, die in Ruhe ihre Bahnen ziehen können, entspannen. Die verglaste Längsfront lässt sich im Sommer großflächig öffnen und soll dazu beitragen, den Freibadcharakter zu erhalten.

Neben dem überdachten Außenbecken und dem Geschicklichkeitsparcours gibt es eine weitere Neuerung im Freizeitbereich. Stand Line″, eine Rutsche, die weder im Sitzen noch im Liegen genutzt werden kann, sondern tatsächlich im Stehen. Auf einer Strecke von 30 Metern geht es mit einem Gefälle von elf Prozent nach unten. Gerutscht wird auf den Fersen, während die Hände über eine Art Geländer gleiten. Balance und Feingefühl sind hier gefragt.

Und auch ein wenig Geduld. Denn das Surfen auf den Fersen will geübt sein. Wer etwa zu wenig Anlauf nimmt, bleibt mitunter mittendrin stehen; wer zu stark beschleunigt, läuft Gefahr hintenüberzukippen. Doch: Wer den Dreh einmal raushat, dem dürfte die Stehrutsche jede Menge Spaß bereiten, nicht zuletzt weil auch freihändig gerutscht werden kann. Das ist wirklich eine tolle Attraktion, vor allem weil man einen neuen Rutschstil erlernen kann″, sagt Julian Tschech, der mit seinem Bruder Luca Immanuel schon weltweit Rutschen getestet hat.

Für den Umbau des Freizeitbereiches haben die Stadtwerke rund 5 Millionen Euro in die Hand genommen. Zeitgleich mit der Eröffnung des umgebauten Freizeitbereiches wird eine neue Tarifstruktur eingeführt. Das von vielen Kunden als zu komplex betrachtete Tarifsystem wird dann auf Basis- und Tagespreise reduziert. Aber: Die Preise in allen Bädern werden um durchschnittlich fünf Prozent angehoben werden, so die Stadtwerke.

Der Umbau des Freizeitbereiches hat sich gelohnt, nicht nur weil das ehemalige Außenbecken nun auch an Schlechtwettertagen genutzt werden kann. Mit dem Geschicklichkeitsparcours und der Stehrutsche dürfte das Nettebad weiter an Attraktivität gewinnen. Die Stehrutsche ist zwar nicht eingängig in ihrer Nutzung, verspricht aber jede Menge Spaß. Und der Geschicklichkeitsparcours liegt nicht nur voll im Trend. Er dürfte auch die etwas ambitionierten Freizeitschwimmer in das umgestaltete Hallenbad locken.

Bildtexte:
Beim Ninjacross-Parcours kommt es auf die richtige Mischung an.
Hier sind Koordination und Kraft gefragt.
Die Stehrutsche: Das Surfen auf den Fersen will geübt sein.
Fotos:
David Ebener
Autor:
André Pottebaum


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