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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie Beamte halfen, Juden auszuplündern
Zwischenüberschrift:
Ausstellung über Reichsfluchtsteuer in der NS-Zeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Eine Weiterqualifizierung führte sie in eine dunkle Vergangenheit. Finanzbeamtin Andrea Kampen fand heraus, wie ihre Vorgänger in den 1930ern im Nationalsozialismus zu Mittätern wurden. Daraus ist eine Wanderausstellung über die Reichsfluchtsteuer entstanden, die bis zum 29. Juni im Finanzamt an der Süsterstraße während der Öffnungszeiten zu sehen ist.

Andrea Kampen ist von ihrer Dienststelle in Nordenham gekommen, um die Ausstellung zu eröffnen. Am Bildschirm, auf Plakaten und aus einer Lesemappe können Besucher erfahren, wie Juden im Nationalsozialismus ausgeplündert wurden.„Jahrzehntelang blieb die Beteiligung der Finanzbehörden unbeachtet″, berichtet Andrea Kampen. Sie folgten der Vorschrift, die Steuergesetze nach dem nationalsozialistischen Denken auszulegen.″ Juden, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten auswandern wollten, mussten 25 Prozent ihres Vermögens als Reichsfluchtsteuer zahlen. Weitere Abgaben kamen hinzu und wuchsen bis 1939 stetig: Von da an kassierte Hitlers Regime 96 Prozent bis die Nationalsozialisten 1941 die Auswanderung unmöglich machten und mit den Massenmorden begannen.
Die Juden wurden mithilfe der Finanzbehörden ausgeplündert″, stellt Andrea Kampen fest. Zu ihrem Informationsnetz gehörten außer der Gestapo und anderen Behörden auch Banken, Versicherungen, Makler und Hausverwalter.″ Andrea Kampen spricht außer von Tätern und Opfern auch von Nutznießern. Von denen gabes viele.″

Bildtext:
Im Netz der Behörden gefangen: Andrea Kampen eröffnete im Osnabrücker Finanzamt ihre Ausstellung über die Reichsfluchtsteuer, mit der Juden ausgeplündert wurden.
Foto:
Elvira Parton
Autor:
Jann Weber


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