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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nicht Ei des Kolumbus
Zwischenüberschrift:
Kritik am Bebauungsplan Nr. 113, der die "Verschwenkung" der Lotter Straße vorsieht...
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Mit Sicherheit ist unseren Stadtplanern zu bescheinigen, daß sie ihr Metier verstehen. In anderen Städten mittlerweile als beispielhaft bezeichnete Fußgängerzonen und Straßenkonzeptionen beweisen dies, und schon heute kann man vom Bereich Dielinger- / Lortzingstraße sagen, daß nach Fertigstellung trotz vieler anfänglicher Bedenken und Streitereien auch hier ausgezeichnete Arbeit geleistet worden ist und wird.
Der Bebauungsplan 113 scheint allerdings auch mit sehr viel " Goodwill" nicht gerade das berühmte Ei des Kolumbus zu sein. Abgesehen von den juristischen Einwänden RA Tenfeldes und den teilweise verständlichen, emotionellen Dr. Knokes als u. a. Betroffenem muß man hier wirklich nach dem effektiven Sinn dieser insgesamt so kostspieligen Aktion fragen.
  Zum einen wird im Prinzip nichts Wesentliches gewonnen: Aus   einer alten, verkehrstechnisch schwierigen, wird eine neue,   ebenso schwierige Kreuzung. Der Weg zu dieser Kreuzung führt   durch ein echtes Nadelöhr, denn der Raum zwischen den beiden   Museen läßt eine so stark frequentierte Straße, wie die Lotte   Straße sie ist, beim besten Willen kaum zu. Außerdem sollte   man versuchen, die Einheit der beiden Museen zu unterstreiche   und sie nicht durch eine der verkehrsstärksten Osnabrücker   Straßen trennen...
Vorschlag zur Güte: Die Straßenführungen so belassen, wie sie z. Z., sind, lediglich die jetzige Einfahrt in die Dielingerstraße verbreitern (was möglich ist) und mit einer Ampelanlage versehen, die mit den Anlagen am Heger Tor gleichgeschaltet wird...

Manfred Jonscher
Werderstraße 3 a
Osnabrück

In dem Artikel sind von Herrn Rechtsanwalt Prof. Dr. R. Tenfelde hervorragende Argumente gegen die geplante Verschwenkung der Lotter Straße aufgeführt. Auch ich habe gegen die geplante Verschwenkung " Bebauungsplan 113" rechtzeitig Einspruch erhoben. Mein Rechtsanwalt schreibt der Stadt wörtlich: " Das Heger Tor ist eines der wenigen historischen Baudenkmäler unserer Stadt. Die jetzige Auffahrt von der Lotter Straße gewährt einen hervorragenden Blick auf das Heger Tor. Wenn die Lotter Straße verschwenkt wird, gibt es diesen Blick nicht mehr. Das wäre bedauerlich." Das Heger Tor ist mit seinen Verkehrsstraßen und direkten Zugängen zum Altstadtgebiet einfach unerläßlich. Würde man das alte Waterloo-Tor in eine Grünanlage einbetten, würde das Kleinod von Osnabrück nur noch wenigen Fußgängern zugänglich sein. Wenn schon jetzt die Bürgerinitiative einsetzt, die Lotter Straße nicht zu verschwenken, was nützt dann die unsinnige Verbreiterung der Dielingerstraße? Da, wo andere Städte längst den Stopp der Häuserabbrüche angeordnet haben und dafür Renovierungen der Altbauten anstatt Flächensanierung gesetzt haben, reißt die neue Heimat in unserer Stadt fleißig weiter Häuser ab... Was nützt eine breite Dielingerstraße, die nach 500 m Länge wieder endet...?

Reinhold Kissing
Architekt
Eichenallee 23
Osnabrück
Autor:
Manfred Jonscher, Reinhold Kissing


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