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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zucht-Passion im Kleingarten
Zwischenüberschrift:
Osnabrückerin hat schon fast 1000 verschiedene Tomatensorten ausprobiert
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Valentina Nickel aus Osnabrück hat eine ganz besondere Passion: Sie pflanzt für ihr Leben gerne Tomaten. Von den klassischen Sorten bis zu ausgefallenen Exemplaren stolze 993 Sorten hat die Tomaten-Liebhaberin schon ausprobiert. Doch bleiben soll es bei dieser Zahl noch lange nicht. Während einer kleinen Führung durch ihren Garten verrät sie, wie es zu diesem außergewöhnlichen Hobby gekommen ist.

Was vor 30 Jahren lediglich aus bloßer Neugierde begann, ist bei Valentina Nickel immer mehr zu einer Passion , gewachsen′. Begonnen habe alles mit einer Packung Tomaten-Samen der Sorte Rosa″ aus ihrem Heimatland Kasachstan, die sie beim Aufräumen in einer alten Zeitschrift gefunden habe: Erst war ich bloß neugierig und wollte wissen, ob daraus tatsächlich Pflanzen wachsen. Als es dann wirklich geklappt hat, wollte ich auch andere Sorten ausprobieren″, erinnert sie sich begeistert.

So wuchs die Neugierde nach mehr nach mehr Tomatensorten. Allein in diesem Jahr habe sie 200 Sorten in ihrem Garten gepflanzt und mit den nun insgesamt 993 Sorten über mehrere Jahre hinweg einen fast vierstelligen rekordverdächtigen Wert erreicht: Jedes Jahr entdecke ich wieder neue Sorten, die anders aussehen und anders schmecken. Deswegen möchte ich in den nächsten Jahren noch möglichst viele Sorten ausprobieren: je mehr, desto besser″, berichtet Nickel. Dabei hat sie noch viel Spielraum weltweit gibt es rund 23 000 verschiedene.

Wirft man einen Blick in ihren sorgfältig gepflegten Garten, wird man unmittelbar Zeuge der über Jahre gereiften Passion: Von klassisch-rot über knallig-gelb bis hin zu violett-schwarz in nahezu jedem Winkel befinden sich Tomatenpflanzen mit Früchten unterschiedlicher Farbe, Form und Größe. Gerade in dieser Vielfalt sieht Nickel schließlich auch den Reiz, sich jedes Jahr aufs Neue von der großen Fülle an unterschiedlichen Sorten inspirieren zu lassen: Ich pflanze jedes Jahr so viele Sorten, weil ich neugierig bin, immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Denn jede Tomate ist wieder ganz anders als die nächste.″

Dabei interessiere die 62-Jährige vor allem, worin sich die jeweiligen Sorten unterscheiden: Wenn ich neue ausprobiere, dann vergleiche ich sie vor allem nach Geschmack, Stabilität und ob sie krankheitsresistent sind. Fleischtomaten der russischen Sorte , Minusinsky′ pflanze ich zum Beispiel jedes Jahr wieder.″

Ausgesät werden die Samen zwischen Februar und Mitte März. Ab Mai beginnen die Tomaten dann zu wachsen. Dabei sei darauf zu achten, dass die Pflanzen einem ausgewogenen Verhältnis aus Sonne und Wasser ausgesetzt sind: Zu wenig Wasser ist genauso wenig förderlich wie zu viel.″ Aus diesem Grund lege sie auch immer eine dünne Schicht Heu über die Erde, weil damit besonders an heißen Tagen die Erde mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt sei.

Der intensive und leckere Geschmack ihrer Tomaten – „ ihr Markenzeichen″ gehe letztlich auf ihre ausschließlich biologische Düngung zurück. Denn viele der Tomaten, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, seien gespritzt und würden überwiegend mit chemischen Substanzen ernährt werden, sagt Nickel. Diesen Unterschied schmecke man sofort heraus: Aus meinen Erfahrungen erkennen vor allem ältere Leute den Geschmack von echten Tomaten Tomaten wie früher. Die sagen dann oft, dass sie das noch an ihre Kindheit erinnere.″

Fest steht: Es gibt noch viel auszuprobieren. Daher darf sich sowohl die Verwandtschaft als auch Freunde und Nachbarn schon auf die nächsten 200 Sorten im kommenden Jahr freuen: Es ist eine Leidenschaft, die mich einfach glücklich macht. Ich hoffe, dass ich noch viele Jahre dieses Hobby ausüben darf.″ Mit diesen Worten beendet Nickel die kleine Führung durch ihren Garten. Und wer weiß, welchen Rekord sie in den nächsten Jahren noch erreichen wird.

Bildtexte:
Stolz präsentiert Valentina Nickel die verschiedenen Tomatenpflanzen in ihren Garten.
Verschiedene Tomatensorten wie " Idigo Rouge", " Bana Legs" oder " Minusinsky" tragen in diesem Sommer ihre Früchte.
Fotos:
Margaux de Poortere
Autor:
Margaux de Poortere


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