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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Verkehrsinfarkt droht
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Kreisverkehr oder eine Fahrspur weg″ (Ausgabe vom 3. September).

Die Planungen zur Ertüchtigung der Radwege auf dem Wallring in Osnabrück sind uneingeschränkt zu begrüßen! Jedoch sollte der Rat der Stadt Osnabrück hierbei nicht undurchdachten Scheinlösungen erliegen und womöglich gleich eine Radikalvariante mit extremer Reduzierung der Verkehrsflächen für den Kfz-Verkehr ins Auge fassen! Denn man kann nicht wie geplant den Straßenzug Wittekind-Str.–Neumarkt– Neuer Graben für den Kfz-Verkehr sperren, sodass dessen Verkehre sich zwangsläufig auf den Wallring verlagern, und dann im Nachgang auch noch die Fahrspuren des damit zusätzlich belasteten Wallringes von derzeit zwei auf nur noch eine pro Richtung reduzieren. Denn das würde voraussichtlich selbst wenn , Substitutiuonseffekte′ durch Modal-Split-Verlagerungen weg vom Autoverkehr und hin zum Radverkehr im erhofften Umfang eintreten sollten zum , Verkehrsinfarkt′ auf dem Wallring führen und wäre, ohne zuvor die Auswirkungen derartiger Eingriffe mittels detaillierter Modellrechnungen umfassend untersucht zu haben, letztlich verkehrsplanerischer Dilettantismus! Und der Vergleich mit Metropolen wie Wien oder Kopenhagen hinkt gewaltig, denn diese verfügen neben einem exzellenten, attraktiven ÖPNV auch jeweils über leistungsfähige mehrspurige Autobahnringe beziehungsweise - Tangenten und weisen daher im innerstädtischen Straßennetz keinerlei überörtliche Durchgangsverkehre mehr auf im Gegensatz zu Osnabrück mit der Ortsdurchfahrt der B 68, welche abschnittsweise ausgerechnet über den Wallring führt! Und auch der Vergleich mit dem gerne zitierten Vorzeige-Beispiel Groningen hinkt ebenfalls grandios denn auch Groningen hat, wiederum im Gegensatz zu Osnabrück, einen geschlossenen Autobahn- beziehungsweise Schnellstraßenring an der Stadtperipherie aufzuweisen und daher so gut wie keinerlei überörtliche Durchgangsverkehre mehr.′′

Reimer Thiessen
Belm
Autor:
Reimer Thiessen


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